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Rocher Philippe (Elsass) (FR)

  • Südseite im abendlichen Herbstlicht
Mit einem nur 3 minütigem Fußweg erreicht man den oberhalb der kleinen Ortschaft Philippsbourg gelegenen Rocher Philipp. Aber auch wenn der Zustieg etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen würde: Ein Besuch lohnt allemal. Zwar bietet der maximal 20 m hohe Fels keine Masse an Routen, sondern nur 16 Kletterwege. Darunter finden sich aber einige Perlen. Das Spektrum der Schwierigkeiten reicht von 5c bis 8a+/8b. Vor allem im 6. und unteren 7. Franzosengrad sind aber die meisten Routen zu finden. Zu unterscheiden ist die Südseite mit ihren eher gemäßigten Klettereien bis max. 6b+. Auf der Nordwestseite geht es eine ganze Spur härter zur Sache. Ganz rechts existieren 3 plattige Wege, weiter links wird die Szenerie von verschiedenen Dächern dominiert. Den oberen 6. bzw. 7. Franzosengrad sollte man hier klettern können.

Auf dem Rocher Philippe befindet sich eine kleine Aussichtsplattform, die zu Fuß zu erreichen ist. Somit ist es möglich einige der Touren Toprope einzuhängen.

Auch wenn das Ambiente am Fels wirklich schön ist, muss doch erwähnt werden, dass die Idylle etwas von den Straßengeräuschen der Durchgangsstraße im unterhalb liegenden Philippsbourg getrübt wird.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Die Absicherung mit einzementierten, stehenden Ringen ist sehr gut. Runouts gibt es kaum und die Schlüsselstellen sind perfekt abgesichert. Als Umlenkungen dienen meist zwei nicht miteinander verbundene Haken.

 

Routenvorschläge

  • La marche du siècle (6a): Die wohl schönste der einfacheren Routen am Fels. Sehr abwechslungsreiche Wegführung durch gut strukturierte Bereiche, glatte, geneigte bis senkrechte Passagen, sowie durch leicht abdrängendes Gelände an super Henkeln. Nur der sandsteintypische, glatte & bauchige Ausstieg ist ein Graus. Ansonsten absolut empfehlenswert.
  • Feeling (6a+): Bereits der stellenweise recht kleingriffige und bewegungstechnische Einstieg hat es in sich. Nach einem kurzen einfacheren Mittelteil muss dann in der oberen senkrechten bis überhängenden Routenhälfte an zwar oft guten Henkeln ohne Restpoint durchgezogen werden. Kraftausdauer und der Wille zum Durchstieg hilfreich. Geschenkt wird einem hier nichts!
  • Itinéraire de délestage (5c): Schön und abwechslungsreich: Los geht’s durch eine senkrechte, gutgriffige Wabenwand. Nach einem etwas abdrängenden Aufrichter auf einem Band, geht’s weiter über eine geneigte, mit guten Griffen durchsetzte Platte. Nun muss noch ein kurzer, steiler Aufschwung links von einer Verschneidung überwunden werden, bevor man oben in einfachem Gelände nach links aussteigt. Den 5. Haken (nach der geneigten Platte) hätte man durchaus etwas geschickter und sichtbarer platzieren können. Er befindet sich links oberhalb der Kante nach dem Steilstück.

 

Bilder

  • Südwand
  • Südseite im abendlichen Herbstlicht
  • La marche du siècle (6a)
  • Itinéraire de délestage (5c) - am Steilaufschwung hinter dem der 5. Haken versteckt ist
  • Feeling (6a+) - kurz nach dem letzten Restpoint - ab hier ist durchgängig Kraftausdauer gefragt

 

Kletterführer/Topo

Frank Enz, Timo Marschner, Martin Schepers: Sandsteinfelsen der Vogesen. tmms Verlag. 1. Auflage 2009

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