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Vieux Gueberschwihr (Elsass) (FR)

Im Gegensatz zu Nouveau Gueberschwihr handelt es sich hierbei um das ältere der beiden Gebiete in Gueberschwihr. Es liegt ebenfalls oberhalb der Ortschaft, allerdings auf der orografisch linken Seite der Straße. Das Gebiet ist nicht so stark besucht, wie sein "neuer Bruder" auf der anderen Straßenseite, obwohl es die ein oder andere schöne Route bietet. Allerdings muss erwähnt werden, dass ein Großteil der Klettereien nicht mit Haken ausgestattet sind.

Aus Richtung Straße kommend erreicht man erstmal mehrere niedrige bis mittelhohe Felsblöcke (ca. 3-10 m). Diese sind lediglich mit Umlenkungen ausgestattet, sodass man hier vor allem sehr gut topropen kann. Die neidrigeren Probleme lassen sich teilweise auch gut als Boulder klettern. Die ein oder andere Route lässt sich übrigens auch ganz ordentlich mit mobilen Sicherungsmitteln absichern und vorsteigen. Die Toprope-Routen sind eher leicht und liegen im Schwierigkeitsbereich 3a bis max. 6c. Der Charakter der Kletterei ist sehr unterschiedlich. Der Fels ist stellenweise löchrig, henklig, sloperig oder auch leistig. Es gibt aber auch den ein oder anderen Riss.

Geht man den Weg weiter, erreicht man den Steinbruchsektor, der zwar nur 10 Routen bietet, viele davon sind aber wirklich einen Besuch wert. Die Schwierigkeitspalette reicht hier von 5c+ bis 7b+, wobei vor allem 6a/6b stark vertreten sind. Die Kletterei spielt sich hier vor allem an markanten Rissen ab, die klassisch mit Finger- oder Handklemmern oder in Piaztechnik geklettert werden können. Daneben sind aber auch Routen mit Leisten vorhanden. Die Höhe der Routen beträgt im Steinbruch maximal ca. 25 m, wobei auch hier vereinzelt kürzere Touren zu finden sind.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Wie im Text bereits erwähnt sind die Routen im vorderen Bereich lediglich mit Umlenkungen ausgestattet und eher zum topropen gedacht. Sofern man etwas vorsteigen möchte sind mobile Sicherungsmittel notwendig.

Die Routen im hinteren Bereich (Steinbruch) sind gut mit Bohrhaken ausgerüstet, wobei die Abstände bei der ein oder anderen Route im Ausstiegsbereich relativ groß sind. Es ist aber alles auch ohne zusätzliche Sicherungsmittel gut kletterbar. Die Umlenkungen sind meist mit Kette und Schnapper bzw. Sauschwanz ausgestattet. Teilweise auch nur zwei einzelne, nicht verbundene Klebehaken.

 

Routenvorschläge

  • Duel au Sloeil (6a): 5 Sterne Route! Die schönste im Steinbruchsektor! Unten anstrengend-ausdauernde, steile Risskletterei bis zum Absatz. Ab dort neigt sich die Route etwas nach hinten und neben dem Riss dürfen nun auch zunehmend gutgriffige Henkel, Schuppen, Leisten und Kanten mitspielen. Was will man mehr?
  • Ampélopsis (6a+): Unten ähnlicher Charakter wie die Nachbarroute "Duel au Sloeil". Dort auch ähnlich schön und mit einer kniffligen Stelle kurz vorm Absatz. Oben verliert die Route aber im Vergleich zu ihrer Nachbarin. Man klettert zunehmend in einer Art Körperriss/Kamin, der einige sandige Stellen aufweist. Wer auf sowas steht, mag auch oben Spaß haben. Allen anderen sei aber auf jeden Fall der untere Teil empfohlen.
  • Le légendaire toucher rectal du docteur Pierre (6b): Bissige Risskletterei, die hin und wieder mit Leisten, Kanten und Slopern gespickt ist. Durchziehen! Sehr schöne Route!
  • Bal tragique à la Main Blanche (6b): Erneut Risskletterei par excellence. Der schmale Fingerriss bietet stellenweise auch kleine Ecken und Kanten, die sich als (Piaz)Griff oder -Tritt anbieten. Ansonsten müssen Finger und Fuß immer wieder im Riss verklemmt werden. Sehr schön! Nach dem Absatz ähnlich wie "Duel au Sloeil".
  • Fanny (5c+): Und noch einmal feinste Risskletterei entlang einer griffigen Rissschuppe. Wer auf Piazen steht, hier kann und muss man es! Viel Spaß!
  • St. Claudine (6c): Ich weiß nicht ob es wirklich 6c ist (eher leichter). Boulderartige, kurze Route an kleingriffigen Leisten. Vor allem der Einstieg hat es in sich und muss entschlüsselt werden.

 

Bilder

  • der untere Teil - dicke Arme vorprogrammiert
  • der Steinbruchsektor - oben neigt sich der Fels etwas
  • nach dem Absatz muss kurz gepowert werden
  • danach wunderschön an guten Griffen dem Riss entlang
  • im unteren Teil ähnlich wie die Nachbarrouten
  • nach dem Absatz muss auch hier kräftig gezogen werden
  • feinste Risskletterei

 

Videos

Jonny punktet St. Claudine (6c) nach ein paar Einstiegsproblemen...

 

Andreas punktet Le légendaire toucher rectal du docteur Pierre (6b)

 

Kletterführer/Topo

1. J. Dreyer: "Est"calades, 2. Auflage 2010, erhältlich über: www.escalade-alsace.com (Sprache: Französisch, teilweise mit deutscher Übersetzung)

2. Enz, Marschner & Schepers: Sandsteinfelsen der Vogesen, 1. Auflage 2009, tmms-Verlag (siehe auch Hinweis beim Bericht zum Gebiet Bergholtz - Plagiat!?)

 

Kommentare   

 
#1 интернет казино 2015-11-09 22:42
Благодарствую за занимательное чтиво.

Впитал всю соль. Из текста следует, что нажиться на
этом поприще легко? Чувствую себя от этого несчастным.
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