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Heegerturm (Pfalz) (DE)

  • Die Südwand des Heegerturms in der Abendsonne - rechts die Naturfreundekante (7-)
Laut Panico Führer sind es lediglich vier Routen, die der ca. 40 m hohe Heegerturm zu bieten hat: Der westlich ausgerichtete Normalweg (2), die südlich ausgerichtete Naturfreundekante (7-) , der Südostwandriss (4+) sowie der Einarmige Bandit (8/8+) in der Nordwand. Allen gemeinsam ist, laut ebendiesem Führer, dass es lohnende Routen sind. Somit ist der Fels trotz der kleinen Auswahl einen Besuch wert. Zumal der Zustieg vom Ortsrand von Erfweiler nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. Neben den im Auswahlführer aufgeführten Routen existieren außerdem verschiedene weitere, mehr oder weniger unlohnende Wege oder Varianten, die in älterer Führerliteratur beschrieben sind. Der Charakter der vier Routen ist unterschiedlich. Während in den beiden einfacheren Wegen Riss-, Verschneidungs- bzw. Kaminkletterei vorherrscht, verläuft die Naturfreundekante, ähnlich wie der Einarmige Bandit durch eine kompakte, steile Wandpartie bzw. entlang einer Kante.

Erwähnenswert ist außerdem der schöne Gipfel mit Aussicht über Erfweiler. Hier kann man prima die Abendsonne genießen.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Auch hier unterscheiden sich die drei aufgeführten Routen. In Normalweg und Südostwandriss steckt jeweils 1 Ring auf den 40 m Kletterstrecke, nämlich der Ring am Standplatz. D.h. die einzelnen Seillängen sind komplett mit Cams und Keilen abzusichern. Ein anderes Bild bietet sich in der Naturfreundekante. Diese ist mit 10 Ringen für Pfälzer Verhälnisse recht gut abgesichert. Allerdings sei erwähnt, dass auf den ersten 8-9 Metern bereits 4 Ringe stecken. Bleiben für die restlichen gut 30 m noch 6. Zusätzliche mobile Absicherung ist allerdings möglich. Im Einarmigen Banditen stecken 8 Ringe.

 

Routenvorschläge

Südostwandriss (4+): Eine eher schwere 4+, die einem nicht geschenkt wird. Gut, es gibt auch genüsslich-leichte Passagen, z. B. die traumhaften letzten Meter zum Gipfel. In der glatten Rissverschneidung der ersten Seillänge oder dem abdrängenden, bröseligen Einstieg in die zweite Länge, sofern man aus der Höhle nicht den direkteren Weg durch den Kamin nimmt, fühlt man sich eher im 5. Grad. Die Tatsache, dass (bis auf den Standplatz) nicht ein fixer Ring steckt machen die Unternehmung nicht leichter. Da kann man nur großen Respekt für dem kühnen Erstbegeher aus dem Jahre 1909 empfinden und mag sich die damalige Kletterausrüstung garnicht vorstellen. Mit heutigen mobilen Sicherungsgeräten lässt sich die Route aber sehr gut absichern. Auch wenn der Einstieg etwas dreckig, manchmal auch feucht und schattig ist, spätestens am Gipfel sitzend und die Aussicht genießend wird man es nicht bereuen diese Tour geklettert zu sein.

Normalweg (2): Westseitig gelegene und durch den Wald meist etwas schattige Route, aber ein ebenso schöner, wie einfacher Weg zum aussichtsreichen Gipfel des Heegerturms. Zumächst geht es auf den der Westwand vorgelagerten Absatz, von hier über eine liegende Wand an ausgetretenen Tritt- und Griffstrukturen in einen Kamin. Letzterem folgt man bis zu einem Absatz mit Standring. Von hier sind es nur noch ein paar leichte Meter bis zur schönen Aussicht. Bis auf den Standring komplett clean. Wer es schwerer mag steigt direkt über den steilen Riss in den Kamin ein (5/E1)

Bilder

  • Einstieg des Südostwandrisses (4+)
  • Die Südwand des Heegerturms in der Abendsonne - rechts die Naturfreundekante (7-)
  • Der Heegerturm

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Titel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013

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