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Kumbtfels (Pfalz) (DE)

  • links die schöne Kumbtverschneidung (4-), rechts davon die Kumbtplatte (6+, E1)
Viele Routen sind es nicht, die der 44 m hohe Fels bietet und für die es sich lohnt herzukommen. Denn insgesamt verzeichnet der Auswahlführer 11 Routen auf der West-, Süd- oder Ostseite (im vergriffenen Gesamtführer von Daigger und Cron sind es ein paar mehr). Allerdings lässt sich der Besuch am Kumbtfels gut mit dem Glasfelsen oder der Rappenwand verbinden, die nur wenige Minuten entfernt liegen. Und: unter den wenigen Wegen sind durchaus schöne Routen zu finden. Es lohnt also einmal vorbeizuschauen.

Die Schwierigkeitspallette reicht vom 3. bis zum unteren 9. UIAA Grad. Die empfehlenswerten Klettereien liegen im 4., 6. und 7. Grad. Neben der absolut empfehlenswerten Kumbtverschneidung (4-) und des optional daran anschließenden Quergangsausstiegs (3) ist es vor allem Plattenkletterei, die hier vorherrscht. Zum Beispiel in der beliebten Kumbtplatte (6+, E1).

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Maximal 4-5 Ringe stecken in den Routen am Fels, was auf über 40 m nicht unbedingt viel ist. Somit sollten mobile Sicherungsgeräte nicht fehlen. Diese sind in der Verschneidung sowie in Quergangsausstieg auch überall gut und einfach unterzubringen. In den Reibungsplatten ist dies allerdings nicht überall möglich. Somit müssen dort auch mal größere Passagen ohne Zwischensicherung überwunden werden.


Routenvorschläge

  • Kumbtverschneidung (4-): Eine großartige Kletterlinie, die viele, viele schöne Klettermeter verspricht. Sie führt durch die markante Verschneidung, wobei man an vielen Stellen eher in der rechten Verschneidungsplatte klettert. Es existiert ein Standplatz nach dem ersten kurzen Aufschwung. Wenn man den Ring am Rechtsquergang nach dem Stand großzügig verlängert (was übrigens bei allen 2 Ringen in der Route, sowie den selbst gelegten Zwischensicherungen zu empfehlen ist) kann man den kompletten Weg in einer einzigen, wunderschönen Seillänge klettern.
  • Quergangsausstieg (3): Dieser bietet sich nach der Kumbtverschneidung geradezu an. Es existiert zwar auch ein kurzer Direkter Ausstieg (6-, E1) nach der Verschneidung aber den einfachen & schönen Quergang direkt vom Standplatz der Verschneidung weg sollten man unbedingt mitnehmen. Er endet am Waldhang am rechten Ende des Felsens. Da keine fixen Zwischensicherungen stecken sollten auch hier diverse mobile Sicherungsgeräte, sowie Schlingen zur Verlängerung dabei sein.
  • Direkter Ausstieg (6-, E1): Kurz und knackig! Der direkte Ausstieg aus der Kumbtverschneidung (4-), führt über eine nur knapp 5 Meter hohe Rissverschneidung. Diese hat es aber in sich. Vor allem der im Ausstieg immer breiter werdende Riss. Die E1-Bewertung sollte aber nicht abschrecken. Auf den wenigen Metern können beliebig viele Cams versenkt werden.
  • Kumbtplatte (6+, E1): Lang und knackig! Im Gegensatz zur davor beschriebenen Route hat man es hier mit einer kanpp 35m hohen, stellenweise mit kleinen Kieseln gespickten Reibungsplatte zu tun, die auf weiten Strecken sehr behutsame Bewegungen erfordert. Die Kletterei bleibt dabei stets spannend und homogen. Die schattigen Einstiegsmeter sind oft flechtig, bemoost und nur nach längeren Trockenperioden mit Freude zu begehen. Dann ist die Route aber wirklich empfehlenswert. Die E1-Bewertung ist nachvollziehbar. Jeder kann sich anhand der Routenlänge ausrechnen wie große der Abstand zwischen den 4 vorhandenen Ringen ist und wie ein entsprechender Sturz über die Platte verlaufen würde. Mobile Zwischensicherungen sind bis auf wenige Ausnahmen kaum unterzubringen.


Bilder

  • links die schöne Kumbtverschneidung (4-), rechts davon die Kumbtplatte (6+, E1)
  •  In der Kumbtverschneidung (4-)
  • Der Quergangsausstieg (3) ist wie man sieht gut absicherbar

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

Udo Daigger, Hans-Jürgen Cron: Südpfalz. Klettern im Buntsandstein. 4. aktualisierte Auflage 2005. (vergriffen und nicht mehr neu aufgelegt)

 

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