background
logotype
  • Kumbtfels (Pfalz) (DE)
  • Heegerturm (Pfalz) (DE)
  • Nonnenfels (Pfalz) (DE)
  • Eppenberg (Aargau) (CH)
  • Albtal bei Albbruck (Schwarzwald) (DE)
  • Brauneck (Bayern) (DE)
  • Nouveau Gueberschwihr (Elsass) (FR)
  • Betongwand (Kochel) (Bayern) (DE)
  • Tannholzwand im Schlüchttal (Schwarzwald) (DE)
  • Arcegno (CH)
  • Bruchweiler Geierstein (Pfalz) (DE)
  • St. Triphon (Vaud) (CH)


Nonnenfels (Pfalz) (DE)

  • Nonnenfels - Blick vom Nonnenfels ins vernebelte Bärenbrunner Tal - gegenüber der Klosterfels
Der Nonnenfels liegt wunderschön im Bärenbrunner Tal und ist wohl einer der bekanntesten Klettergipfel im Pfälzer Felsenland. Nicht zuletzt liegt das am nahe liegenden traditionellen Treffpunkt der Pfälzer Kletterer: Dem Bärenbrunnerhof (unbedingt dort einkehren: sehr leckeres Essen!). Aber auch an der Tatsache, das dort einige namhafte Klettertouren zu finden sind. Etwa die Güllich Route "Im Westen nichts Neues" (9-), die beiden Klassiker "Jubiläumsriss" (7-) und "Lutzverschneidung" (6+) oder aber die 2005 von Julius Westphal erstbegangene "Mekka direkt" (11-/11). Insgesamt zählt der Fels 23 Routen und erreicht eine Höhe von max. 43 m. Somit sind einige Touren, sofern man sie bis zum Gipfelausstieg klettern möchte zwingend in Mehrseillängentechnik zu klettern. Den Gipfel und die Aussicht übers Bärenbrunner Tal sollte man sich übrigens keinesfalls entgehen lassen. Hauptsächlich sind Wandklettereien, teilweise an Kieseln, zu finden, aber auch Risse und Verschneidungen. Die Schwierigkeiten in den unterschiedlichen Touren bewegen sich zwischen dem 4. und 11. UIAA Grad, wobei vor allem um den 7. Grad herum eine größere Auswahl besteht.

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Pfalztypisch sind weite Strecken der klassischen Wege mit mobilen Sicherungsmitteln selbst abzusichern. Ein umfangreiches Sortiment an Keilen und Friends sollte also für viele Touren am Gurt hängen. Die ganz schweren Touren sind gut oder zumindest besser mit fixen Ringen ausgestattet.

 

Routenvorschläge

  • Jubiläumsriss (7-): Wohl eine der bekanntesten und viele sagen auch schönsten Klettertouren in der Pfalz. Ein absoluter Klassiker! Die Tour ist mit 6 Ringen nicht übersichert, und die Schlüsselstelle muss mit Keilen bzw. Cams selbst abgesichert werden, was aber gut möglich ist. Den unteren 7. Grad sollte man aber relativ sicher klettern um Spaß an der Tour zu haben.
  • Alte Route (4/E1): 1937 erstbegangen, gilt die "Alte Route" heute als Genussklassiker. Allerdings stecken in der Tour, die Aufgrund der Länge und der Linienführung, mit vielen Quergängen um Felskanten herum, zwingend mit Zwischenstand (z. B. beim Ring am Wandbuch) geklettert werden sollte, gerade mal 2 Ringe. Der Rest muss selbst abgesichert werden. Aufgrund der Quergänge sollte sowohl Vor- als auch Nachsteiger sicher im 4. Grad unterwegs sein.
  • Lutzverschneidung (6+): Erneut ein Pfalzklassiker, und noch dazu ein anspruchsvoller. Die Tour kann in einer einzigen Seillänge geklettert werden, aber auch ein Zwischenstand ist möglich. Im unteren Teil dominiert eine abdrängende, kräftige Rissverschneidung in deren ungesichertem Einstieg sich schon schwere Unfälle ereignet haben. Nach leichtem Mittelteil kommt auch oben nochmal eine bissige Rissverschneidung, die allerdings mit einem Ring gut gesichert ist. Einige Friends in passenden Größen sollten auf jeden Fall vorhanden sein.
  • Neue Westwand (5+): Ganz nette Tour, die man auch gut von oben einhängen und topropen kann. Nach reibungstechnischem Einstieg ist die Schlüsselstelle im Ausstieg zu finden: Eine kurze, aber anstrengende Rissverschneidung. In dieser steckt dann auch logischerweise der einzige Haken der Tour
  • Direkter Trichterweg (6/E1): Schöne Kletterei auf der etwas abseitig gelegenen Ostseite der Nonne. Vor allem die bissige Rissverschneidung gleich zu Beginn sowie der Ausstieg aus einer weiteren Verschneidung im Mittelteil bestimmen die Schwierigkeiten. Danach schließt sich eine geneigte Rampe an, die zum Standplatz führt. Oben hat man die Wahl einen anstrengenden Riss oder wie im Original über die Südostwand auszusteigen. Der schwere Einstieg kann etwas weiter rechts einfacher umgangen werden.

 

Bilder

  • Nonnenfels - Blick vom Nonnenfels ins vernebelte Bärenbrunner Tal - gegenüber der Klosterfels
  • Nonnenfels - Verschneidung des Direkten Trichterwegs (6/E1)
  • Am Gipfel der Nonne
  • Am Gipfel der Nonne, fertig machen fr den Abstieg
  • Abseilen von 
der Nonne - oben rechts ist die Rissverschneidung im Ausstieg der Neuen 
Westwand zu sehen
  • Mekka direkt (11-/11)
  • Zelten beim Brenbrunnerhof am Fue des Nonnenfels

 

Kletterführer

Jens Richter, Sabine Titel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 2. Auflage 2008

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

2017  © magnesiumcarbon.at - Das Freikletterportal
Impressum