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Vogelherdklippe (Harz) (DE)

  • Vogelherdklippe (Harz) - Schlüsselstelle des Septemberwegs (6) auf der Nordostseite
Die Vogelherdklippe ist ein kleiner, nur 15m hoher Fels, der östlich vom kleinen Ort Schierke auf etwa halbem Weg zwischen dem Bahnhof und dem Campingplatz Stern im Wald liegt. Vom kleinen Sträßchen, das diese beiden Orte verbindet, sind es nur wenige Schritte durch den dichten Wald zum Wandfuß. Geparkt werden muss allerdings etwas weiter entfernt, entweder am kostenpflichtigen Parkplatz Stern beim Campingplatz oder auf einem Parkplatz in Schierke (meist auch kostenpflichtig).

Der zwar recht klein wirkende Fels bietet insbesondere Anfängern und Gruppen optimales Gelände. Die ca. 25 rings um den Fels angesiedelten Wege (hauptsächlich Südwest-, Nordost- bzw. Ostseite), reichen vom 2. bis zum oberen 7. UIAA Grad. Vor allem im 5. und 6. Grad ist die Auswahl gut, aber auch im 3. Grad gibt es empfehlenswerte Routen. Die geringe Felshöhe bedingt eher kurze Routen, durch die größtenteils gute Felsqualität und das abwechslungsreiche Gelände sind diese aber meist lohnend. Neben klassischen Linien entlang von Kanten, Verschneidungen oder Rissen, finden sich auch Reibungs- und Wandklettereien. Ein Teil der Routen ist mit recht solide wirkenden, neueren Bohrhaken abgesichert, in anderen steckt wenig bis kein fixes Material. Will man flexibel bleiben sollten auf jeden Fall mobile Sicherungsgeräte dabei sein. Die Umlenkungen bzw. Abseilstellen sind an vielen Stellen solide und mit neuem Material ausgestattet.

Ein weiterer Vorteil, insbesondere für Kurse oder Gruppenkletterveranstaltungen: Vom Felskopf erreicht man nahezu jede Umlenkung und kann viele Routen von oben einsehen.

Wer den Fokus nicht auf lange Routen legt, aber trotzdem innerhalb kurzer Zeit und ohne langen Zustieg viele, unkomplizierte, aber interessante Klettermeter hinter sich bringen will, der sollte die Vogelherdklippe als Ziel in Erwägung ziehen.

 

Gestein

Granit

 

Absicherung

Die Absicherung variiert zwischen komplett selbst abzusichernden Wegen bis hin zu Routen, in denen recht solides, neues Hakenmaterial steckt. Dieses ist in der Regel zumindest an den Schlüsselstellen zu finden. Mobile Sicherungsgeräte sind aber in vielen Routen zusätzlich nötig.

Die Umlenkungen und Abseilstellen sind meist solide und neu.

 

Routenvorschläge

Nordwestkante (3): Unkompliziert schöne, aber nicht sehr lange Tour entlang der Nordwestkante. Der griffige Weg ist durchweg selbst abzusichern. Führt zu solider, perfekt eingerichteter Abseilstelle.

Barriere (6): Die Barriere führt durch eine von abgerundeten Querrissen durchzogene, annähernd senkrechte Wand und fühlt sich an der Schlüsselstelle weit oben recht sloperig an. Diese ist mit einem Ring gut abgesichert. Der darunter liegende Teil ist leicht und lässt sich gut mobil absichern.

Ostweg (3): Leitet durch einen ostseitigen, von einem Baum versperrten breiten, liegenden Riss. Nur kurze Kletterpassagen am Anfang und in der Mitte, der Rest ist eher ein Spaziergang. Mit der leichteste und unkomplizierteste Weg zum Felskopf. Kann mit entsprechender Umsicht auch ohne Seilsicherung geklettert werden.

Genußspecht (5): Führt rechts des Ostweges direkt an der Plattenkante nach oben. Nimmt man den Baum zu Hilfe ist es etwas leichter, ansonsten durchaus wacklige Reibungspassagen. Mobil abzusichern. Umlenkung an einem Baum.

Pfingstverschneidung (3): Etwas schattige, aber sehr schöne Kletterei in einer markanten Verschneidung. Wer gerne stützt und spreizt sollte in diesem nordostseitigen Weg den Nachmittagsschatten genießen.

Septemberweg (6): Mit eine der interessantesten und anspruchsvollsten Routen am Fels. Mobil abzusichern, was stellenweise anspruchsvoll und nur mit passendem Material möglich ist. Zusätzlich sind die bewegungstechnisch schwierigen und kraftraubenden Einzelstellen nicht direkt zu entschlüsseln, sofern man nicht weit unter Niveau klettert. U.a. hat man es mit einer Verschneidung unter einem weit ausladenden, von einem Riss durchzogenen Dach zu tun. Je nach Einstiegsvariante auch mit einem Quergang auf der Platte direkt unter dem Dach. Aus dem Rissdach muss dann bewegungstechnisch anspruchsvoll in einen kraftlastigen, je nach bevorzugter Lösung, Piaz- oder Handklemmerriss geklettert werden. Hier keine Zeit verlieren, sondern zügig weiter zum bereits nahen Absatz. Tolle, lohnende Kletterei.

 

Bilder

  • Vogelherdklippe (Harz) - Südwestseite
  • Vogelherdklippe (Harz) - Sonnenwand (6-) in der Ostwand
  • Vogelherdklippe (Harz) - Blick auf die Nordwest-Kante (3)
  • Vogelherdklippe (Harz) - durch die schmale Westseite führt zentral die Barriere (6)
  • Vogelherdklippe (Harz) - Nordostseite - Blick in die markante Pfingstverschneidung (3)
  • Vogelherdklippe (Harz) - Schlüsselstelle des Septemberwegs (6) auf der Nordostseite
  • Vogelherdklippe (Harz) - Felskopf mit perfekt eingerichteten Umlenkungen
  • Vogelherdklippe (Harz) - Felskopf mit perfekt eingerichteten Umlenkungen

 

Kletterführer/Topo

Wolfgang Brandt, Götz Wiechmann: Wo die Felsnasen schnarchen – Genussklettern an den besten Felsen des Harzes. Kamin Alpinverlag. 1998.

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