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Schindharder Kuckucksfelsen (Pfalz) (DE)

  • Schindharder Kuckucksfelsen (Pfalz) - Großer Ostwandriss (5+ bzw. 6-) - links daneben Golden Nugget (6+, E1/E2)
Die Schindharder Kuckucksfelsen bestehen aus dem eher unbedeutenden, aber echten Südgipfel, sowie zwei Massiven, die trotz ihrer Begehbarkeit von der Westseite, Mittel- bzw. Nordgipfel genannt werden. Lohnende Wege finden sich vor allem am Mittel-, bedingt auch am Nordgipfel. Die gängigsten Routen liegen in den bis zu 34m hohen Ostwänden. Es handelt sich fast ausschließlich um, zum Teil gut mit Ringen bestückte, Sportklettereien im 7., 8. und 9. UIAA-Grad, wobei vor allem der 7. und 8. Grad stark repräsentiert ist. Zu den beliebtesten Wegen zählen Rotes Auge (8/8+), Man spricht teutsch (8-/8) und Wintermärchen (7, E1). Vereinzelt gibt es aber auch etwas leichtere Kost. Hier wäre z.B. Zwockel (6+) mit einer Wabenpassage zu nennen, oder auch der interessante, hochklassische Große Ostwandriss (5+ bzw. 6-, je nach Einstiegsvariante). Damit ist das Repertoire an lohnenden Wegen unterhalb des 7. Grades aber schon fast erschöpft. Der Panico Auswahlführer verzeichnet insgesamt 33 Routen und Varianten, im Gesamtführer von Daigger und Cron kommen noch einige Wege hinzu. Man muss aber sagen, dass die seltener gekletterten Anstiege zum Teil recht dreckig oder bewachsen sind, wobei darunter – sofern sauber geklettert – der ein oder andere schöne Weg zu finden wäre.

Am Wandfuß zieht ein meist schmaler Weg durch den leicht abschüssigen Waldhang. An einigen Stellen finden sich auch etwas größere, ebene Lagerplätze.

Den recht kurzen Zustieg vom ostseitigen Ortsausgang von Schindhard, werden aufgrund des Routenangebots eher ambitioniertere Sportkletterer unter die Sohlen nehmen, als Genusskletterer oder Abenteuerlustige.

Gestein

Sandstein

Absicherung

Unterschiedlich: In einigen Wegen stecken bis zu 10 Ringe und es werden nur an Einzelstellen zusätzliche mobile Sicherungen nötig. Daneben gibt es Routen mit wenigen bzw. sehr wenigen Ringen, die nahezu komplett selbst abzusichern sind. Letzteres ist eher in den wenigen klassischen Linien der Fall.

Routenvorschläge

Großer Ostwandriss (5+ bzw. 6-): Hier handelt es sich weniger um durchgängige Risskletterei. Der lohnende Weg bietet daher viel Abwechslung. Unten geht es zunächst an einer Riss-Schuppe bzw. entlang einer Rissverschneidung durch geneigtes Gelände. Alternativ kann man die linke Einstiegsvariante über eine strukturarme Verschneidung (6-) auf Reibungstritten wählen. Die beiden Varianten vereinen sich auf einem Absatz nach etwa halber Strecke. Ein wenig höher steckt der einzige Ring in der Route. Insbesondere die darauf folgende, kurze, abdrängende Passage ist interessant und schön. Ist man erstmal tief im Ausstiegskamin, kann nicht mehr viel passieren. Ruhig mal einsteigen.

Golden Nugget (6+, E1/E2): Schwere 6+ mit oft suboptimalem Tritt- und Griffangebot. Zum Teil auf Reibungstritten und mit wackligen, dennoch kräftigen Einzelzügen. Endet am Abseilring auf dem großen Absatz links vom Großen Ostriss. In der Route stecken zwar 5 Ringe, vorsteigen sollte aber nur, wer sich seiner Sache sicher ist.

Schulterriss (6+): Trotz der 2 Ringe und der Möglichkeit die Route gut mobil abzusichern keine Schönheit. Selten gekletterte, in weiten Teilen abdrängende und fordernde Risslinie, die sauber geklettert vielleicht populärer wäre. Nur dazu müsste sich öfter jemand erbarmen. Im derzeitigen Zustand – stellenweise brüchig, sandig und dreckig – eher keine Empfehlung. Umlenkung am Baum. Schulterrissbreite findet man übrigens nur auf den letzten, leichteren Metern. Unten eher Hand- bzw. Fingerriss.

Bilder

  • Schindharder Kuckucksfelsen (Pfalz) - Großer Ostwandriss (5+ bzw. 6-) - links daneben Golden Nugget (6+, E1/E2)

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

Udo Daigger, Hans-Jürgen Cron: Südpfalz. Klettern im Buntsandstein. 4. aktualisierte Auflage 2005. (vergriffen und nicht mehr neu aufgelegt)

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