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Nedingfelsen (Pfalz) (DE)

  • Nedingfels (Pfalz) - westlicher Teil der Südwand - durch die strukturarme Wand führen Wege im 7. Grad
Der kleine, nordöstlich über Hauenstein liegende Gipfel kann ostseitig auch zu Fuß bestiegen werden und bietet nette kurze, abwechslungsreiche Spielereien in einer sonnigen Südwand. Die 16 im Auswahlführer beschriebenen Routen überschreiten nirgendwo eine Höhe von 20m und sind für Pfälzer Verhältnisse oft recht ordentlich mit Bohrhaken abgesichert. Sie liegen nahezu alle im 5. bis 7. UIAA-Grad und offerieren eine schöne Auswahl: Von kleingriffiger Wandkletterei über henklige Wabenpassagen bis hin zu einzelnen Rissstellen ist alles dabei.

Der Zustieg vom Wasgau Stadion dauert nur wenige Minuten und führt am beschaulichen, westlich vorgelagerten Felsentor vorbei. Das Gelände direkt am Wandfuß ist einigermaßen eben, allerdings von Waldhängen umgeben.

Wer entspannt und relativ gut abgesichert klettern möchte und dennoch bereit ist gelegentlich mal eine mobile Zwischensicherung zu legen, der findet am Nedingfelsen vor allem im 7. Grad ein gutes Betätigungsfeld. Die leichteren Routen erfordern teilweise etwas mehr Eigeninitiative bei der Absicherung, sind aber ebenfalls empfehlenswert.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Die Routen im 7. Grad sind für Pfälzer Verhältnisse oft gut mit Ringen abgesichert, zumindest an den Schlüsselstellen. In den leichteren Wegen stecken in Anbetracht der geringen Wandhöhe ebenfalls verhältnismäßig viele und gute Haken, allerdings ist hier öfter mal ein Cam oder Keil hilfreich.

 

Routenvorschläge

Oktoberweg (5+): Der Klassiker am Fels! 1976 von Hans Laub begangen, verläuft die Route auf abwechslungsreicher Wegführung zum Gipfel. Neben kurzen Risspassagen bietet sie auch kleingriffige Wand- bzw. kurze Reibungsstellen, aber auch griffige Henkel. Dabei wird durchaus auch mal steiles Gelände durchkreuzt. Oben stecken 2 Ringe, der Rest ist mobil sehr gut absicherbar. Uneingeschränkt zu empfehlen!

Momasel (5+): Nach kurzer Einstiegsplatte wird es immer wieder leicht abdrängend an herrlich griffigen Waben und Henkeln. Dabei ist es durchaus sinnvoll nicht immer auf dem direkten Weg zu bleiben, sondern auch mal eine kleine Schleife zu klettern und sich den Weg des geringsten Widerstandes zu suchen. Dies bietet auch den Vorteil, dass man so 1-2 Ringe der nahen Nachbarroute mit einhängen kann. Tut man dies nicht bleibt immernoch ein in der Schlüsselpassage steckender Ring übrig und das ein oder andere Placement für Mobiles. Die schöne Route endet auf einem Band mit Wandbuch.

Stadion im Rücken (6): Nein, wir sind nicht im Altmühltal sondern in der Südpfalz, im Rücken befindet sich daher kein Kanal, sondern ein Stadion. Die Route ist keine glatte 10 und der Erstbegeher hört auch nicht auf den Namen Güllich. Jürgen Wesely hat bei der Benennung seiner Route aber sicher an diesen Meilenstein der Sportklettergeschichte gedacht... Gleicher Einstieg wie Oktoberweg, bleibt dann aber rechts vom Riss und führt senkrecht bis leicht abdrängend durch eine Wand. Direkt über die Ringe geklettert eher hart, bleibt man leicht rechts davon am Rande der Wabenzone deutlich angenehmer und henkliger.

Sommernachtstraum (7-): Mit 2 Ringen in der schweirigsten Passage ganz passabel abgesicherte, schwere Wandkletterei. Die Schlüsselstelle ist eine recht strukturarme Wandpartie mit kleinen Leisten und ansonsten weit auseinanderliegenden Griffmöglichkeiten.

Rissüberhang (7): Der einfallsreiche Name beschreibt die Route recht treffend. Ein Riss, der ca. 2m durch ein waagerechtes Dach zieht. Diese kurze Passage und die wenigen Züge über die Dachkante hinweg definieren den Schwierigkeitsgrad. Der Teil davor ist einfach und fast schon Treppensteigen, der Teil danach, ein einfacher Kamin, ist unspektakulär. Mit einem Haken direkt unter dem Dach und mit jeder Menge Placements im Rissdach gut abgesichert. Lohnend aber wohl nur für resolute Rissliebhaber.

 

Bilder

  • Nedingfels (Pfalz) - westlicher Teil der Südwand - durch die strukturarme Wand führen Wege im 7. Grad
  • Nedingfels (Pfalz) - Sommernachtstraum (7-) - rechts daneben der Riss vom Oktoberweg (5+)
  • Nedingfels (Pfalz) - Sonnenuntergang am Nedingfels
  • Nedingfels (Pfalz) - zentral durch den Riss führt der Oktoberweg (5+) - rechts daneben im glatten Wandbereich Stadion im Rücken (6)
  • Nedingfels (Pfalz) - im Oktoberweg (5+) - rechts daneben Stadion im Rücken (6)
  • Nedingfels (Pfalz) - Wandfuß der Südwand
  • Nedingfels (Pfalz) - Südwand
  • Nedingfels (Pfalz) - Südwand
  • Nedingfels (Pfalz) - Rissüberhang (7)
  • Nedingfels (Pfalz) - zentral durch die Wabenstrukturen führt die Route Momasel (5+)

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

Udo Daigger, Hans-Jürgen Cron: Südpfalz. Klettern im Buntsandstein. 4. aktualisierte Auflage 2005. (vergriffen und nicht mehr neu aufgelegt)

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