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Jungfernsprung (Pfalz) (DE)

  • Jungfernsprung (Pfalz) - Am Gipfelkreuz
Einmal auf das Wahrzeichen Dahns zu Klettern ist sicher für jeden Pfälzer Kletterer reizvoll. Vor allem weil man ganz oft hier vorbeifährt und die beeindruckenden 58m zum Aussichtspunkt mit Gipfelkreuz hinaufschaut. Allerdings muss man in Kauf nehmen, dass man sozusagen auf dem Präsentierteller, hoch über den Gassen und Dächern des kleinen Städtchens klettert, was sicher nicht jedermanns Sache ist. Auch am Gipfelausstieg wird man selten alleine sein und öfter auf Wanderer treffen, die mal beeindruckte Worte übrig haben, oder aber ihr Unverständnis zum Ausdruck bringen, kann man doch auch viel bequemer zu Fuß den aussichtsreichen Felskopf erreichen. Dadurch gestaltet sich natürlich der Abstieg über einen Wanderpfad recht angenehm.

Die steilen hohen Wandfluchten, die nord-, west- und südseitig ausgerichtet sind, bieten durchweg anspruchsvolle, lange Wandklettereien. Hier und da ist auch mal eine Risspassage oder abdrängender Bereich zu überwinden. Die Absicherung variiert von Route zu Route. Im exponierten Franz-Seiler-Gedächtnisweg (7+), der frontal durch die Talseite führt stecken z.B. 10 Ringe. Allerdings sind sowohl hier als auch andernorts zusätzliche mobile Sicherungsgeräte notwendig.

Der Panico Auswahlführer verzeichnet lediglich 4 Wege zwischen 6- und 9+. Im Gesamtführer (Daigger, Cron) sind hingegen 14 Routen und Varianten aufgeführt. Unter den Erstbegehern finden sich namhafte Kletterer der Region. Neben dem in der Pfalz nahezu überall tätig gewesenen Hans Laub, haben sich hier u.a. auch Thomas Nöltner, Udo Daigger oder Wolfgang Güllich verewigt.

Der Zustieg aus Dahn ist ein Katzensprung. Nach dem Einstieg sollte man sich allerdings keinen größeren Sprünge mehr erlauben – zumindest keine ungewollten oder gefährlichen. Ein Unfall direkt über den Dächern Dahns würde sicher großes Aufsehen und ggf. sogar Felssperrungen nach sich ziehen. Auch Steinschlag sollte tunlichst vermieden werden. Also besser kleine Brötchen backen.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Mobile Sicherungen gehören zur Grundausstattung. Einige Routen weißen dennoch eine größere Anzahl von Ringen auf. In Anbetracht der großen Wandhöhe, relativiert sich das allerdings.

 

Routenvorschläge

Pfeilerwand (6-, E1): In der langen, südseitigen Pfeilerwand stecken 2-3 Ringe mehr als die 4 im Auswahlführer erwähnten. Allerdings sind die knapp 60m damit noch lange nicht übersichert. Im Gegenteil, in langen Passagen der oft ausgesetzten Wand-, Platten- und Risskletterei muss mobil gesichert werden. Spektakuläre Route hoch über den Dächern von Dahn. Vor allem am Standplatz und in der daran anschließenden zweite Seillänge kann man sich durchaus fühlen wie auf dem Laufsteg und auf viele in die Luft gereckte Köpfe hinab blicken.

 

Bilder

  • Jungfernsprung (Pfalz) - Südwand - Rechts der Bildmitte der Einstieg der Pfeilerwand (6-, E1)
  • Jungfernsprung (Pfalz) - Erste Seillänge der Pfeilerwand (6-, E1)
  • Jungfernsprung (Pfalz) - Zweite Seillänge der Pfeilerwand (6-, E1)
  • Jungfernsprung (Pfalz) - Am Standplatz der Pfeilerwand (6-, E1)
  • Jungfernsprung (Pfalz) - Am Gipfelkreuz
  • Jungfernsprung (Pfalz) - Blick vom Gipfel über die Dächer Dahns

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

Udo Daigger, Hans-Jürgen Cron: Südpfalz. Klettern im Buntsandstein. 4. aktualisierte Auflage 2005. (vergriffen und nicht mehr neu aufgelegt)

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