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Retschelfelsen (Hauptgipfel) (Pfalz) (DE)

  • Retschelfelsen (Pfalz) - Blick auf den Ostgrat über den der Normalweg (3) führt
Der Hauptgipfel der Retschelfelsen liegt idyllisch auf einer bewaldeten Anhöhe nordwestlich über Bruchweiler-Bärenbach. Westlich schließt sich der Retschelgrat an, wo der versierte Sportkletterer schwere, steile, nördlich ausgerichtete Wege und Kombinationen findet. Der hier beschriebene Hauptgipfel beeindruckt mit einer mächtigen, knapp 40m hohen Südwand in der nahezu alle vorhandenen Routen zu finden sind. Insgesamt sind es knapp 20 Stück. Es handelt sich großteils um imposante, anspruchsvolle Linien im 7., vereinzelt auch im 6. bzw. 8. Grad. Daneben gibt es wenige, lohnende Ausreißer in den unteren Graden.

Die mächtige Südwand wird geprägt von großen senkrechten Wandbereichen, Dächern, Wabenpassagen und die Wand durchziehenden Risssystemen. Der Fels kann sich hier und da etwas sandig und bröselig anfühlen, die Qualität ist aber insgesamt in Ordnung. Die Reibungseinstiege, mit denen fast alle Routen starten, können trotz südseitiger Exposition nach Regenperioden länger feucht blieben und sind oft etwas bemoost. Dies liegt am dicht an den Fels heranreichenden, schattenspendenden Wald.

Vom Gipfel hat man eine großartige Aussicht über die bewaldeten Hügelketten des Pfälzer Waldes und kann diverse umliegende Kletterfelsen erkennen. Um den Fels herum ziehen sich verschiedene Wanderwege und -pfade, sodass der etwa 15-minütige Zustieg vom Parkplatz bei der Schuhfabrik Däumling in Bruchweiler über bequemes Geläuf erfolgt, allerdings stetig ansteigt.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Einzelne Passagen, oft die Schlüsselstellen, sind in manchen Routen mit Ringen gesichert, allerdings bei weitem nicht alle. Ohne umfassendes Sortiment mobiler Sicherungsgeräte sollte man nirgendwo einsteigen.

 

Routenvorschläge

Normalweg (3): Dieser bereits 1907 von Emil Ney erstbegangene Weg, führt über den zunächst wenig steilen, aber schmalen Ostgrat und steilt sich erst nach dem Standplatz auf einem größeren Absatz auf. Ab hier gilt es eine senkrechte, aber griffige Wandpassage von einigen Metern zu überwinden, bevor das Gelände wieder flacher und gestuft wird. Ein einfacher, aber schöner, recht früh begangener Normalweg, den man am besten in einer einzigen, langen Seillänge klettert. Die Absicherung erfolgt auf weiten Strecken mobil. Die Einstiegsmeter können hier und da etwas feucht und schmierig sein und vom Standplatz weg ist der ein oder andere Griff locker, also etwas aufpassen.

Ostgrat Südriss (5): Tolle, und auf weiten Strecken griffige Kletterei entlang eines breiten Risses bzw. weiter oben einer Rissverschneidung. Beim klettern anspruchsvoller als es auf den ersten Blick aussieht. Mit etwas Routine in mobiler Absicherung und größeren Friends am Gurt ist die cleane Route aber gut machbar. Der Reibungseinstieg ist oft etwas grün und rutschig und sollte daher nicht direkt nach einem Regentag geklettert werden. Im weiteren Routenverlauf hat man es dann mit griffigem, hier und da aber etwas sandigem bzw. brüchig wirkendem Fels zu tun. Mit etwas Umsicht aber kein Problem. Schöne Route. Endet am Standring des Normalwegs.

 

Bilder

  • Retschelfelsen (Pfalz) - Blick auf den Ostgrat über den der Normalweg (3) führt
  • Retschelfelsen (Pfalz) - im steilen Aufschwung des Normalwegs (3)
  • Retschelfelsen (Pfalz) - Ostgrat Südriss (5)
  • Retschelfelsen (Pfalz) - Das schmale Gipfelplateau ist stark bewachsen und kaum von den umliegenden Hügelketten zu unterscheiden
  • Retschelfelsen (Pfalz) - Am Gipfel - Blick Richtung Osten
  • Retschelfelsen (Pfalz) - am westlichen Ende der Südwand - im Bild die Einstiegsmeter des Westlichen Südwegs (6+)
  • Retschelfelsen (Pfalz) - Westende der mächtigen Südwand
  • Retschelfelsen (Pfalz) - Westteil der Südwand - durch den Riss in der Bildmitte führt der Westliche Südweg (6+)

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

Udo Daigger, Hans-Jürgen Cron: Südpfalz. Klettern im Buntsandstein. 4. aktualisierte Auflage 2005. (vergriffen und nicht mehr neu aufgelegt)

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