background
logotype
  • Kumbtfels (Pfalz) (DE)
  • Heegerturm (Pfalz) (DE)
  • Nonnenfels (Pfalz) (DE)
  • Eppenberg (Aargau) (CH)
  • Albtal bei Albbruck (Schwarzwald) (DE)
  • Brauneck (Bayern) (DE)
  • Nouveau Gueberschwihr (Elsass) (FR)
  • Betongwand (Kochel) (Bayern) (DE)
  • Tannholzwand im Schlüchttal (Schwarzwald) (DE)
  • Arcegno (CH)
  • Bruchweiler Geierstein (Pfalz) (DE)
  • St. Triphon (Vaud) (CH)


Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) (DE)

  • Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) - am ersten Standplatz des Normalweges (V-) nach dem Quergang durch die Südwand - von dort folgt man senkrecht dem Riss bis zum nächsten Absatz
Der Taubenstein zählt zu einer nördlich vor Dahn, auf dem nordwestlichen Ausläufer des Gerstberger Kopfes, gelegenen Felsgruppe, den Rabensteinen. Der westlichste und beim Zustieg zuerst erreichte Turm ist der 26m hohe und frei auf einer bewaldeten Kuppe stehende Taub. Zunächst sticht die hohe, schmale Westwand mit ihrem Musterriss, dem Pfeilerweg (VII-), ins Auge. Daneben finden sich auch in den breiteren Süd- und Nordwänden, sowie in der schmalen Ostwand Routen. Insgesamt sind es knapp 10 Stück, zusätzlich gibt es einige Varianten. Die Ausrichtungen sind unterschiedlich, somit finden sich stets sonnige oder schattige Abschnitte. Einige Wege und Varianten queren auch durch verschiedene Wandbereiche. Insgesamt ist die Felsumgebung vom Halbschatten durch die dicht stehenden Bäume geprägt.

Der Taubenstein ist, wie seine östlichen Nachbarn, nicht im Panico Auswahlführer vorhanden, sondern lediglich im vergriffenen und nicht mehr aufgelegten Gesamtführer von Daigger und Cron aufgeführt. Daher werden die Rabensteine von Kletterern eher selten besucht. Entsprechend ist die Felsqualität nicht vergleichbar mit Zielen wie Hochstein, Büttelfels oder Bruchweiler Geierstein, an denen jeder Quadratmeter – zumindest in den gängigen Routen – perfekt sauber geklettert ist. Am Taub finden sich durchaus flechtige oder anderweitig bewachsene Wandbereiche und auch mit der ein oder anderen brüchigen Passage sollte man rechnen. Dennoch tut dies dem freudigen Klettererlebnis keinen Abbruch, vor allem dann wenn man einen Sinn für natürliche und etwas abenteuerliche Unternehmungen hat. Abenteuerlich ist hier ein gutes Stichwort, denn vor allem die leichteren Anstiege, z.B. Normalweg und Erstersteigerweg (jeweils V-) - leichter gelangt man nicht auf den Taubenstein – folgen selbstverständlich dem Weg des geringsten Widerstandes und queren dabei um den halben Fels, sodass sich abenteuerliche Linien ergeben. Daneben existieren auch – mal mehr, mal weniger lohnende – geradelinige und entsprechend schwerere Wege bis zum VIII. Grad. Die Schwierigkeiten können teilweise durch technische Kletterei bzw. Schulterstand entschärft werden.

Vom Gewerbegebiet Neudahn 1, an dessen Eingang man parkt, gelangt man über einen an einer Trafostation beginnenden Pfad in ca. 10 Minuten, stetig ansteigend, zum Fels.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Sehr klassisch, sprich keine oder nur gelegentlich vorhandene, oft nachträgliche Ringe in den einfachen Wegen. In den schwereren Routen und Varianten stecken die Haken auch mal dichter beisammen. Ohne umfassendes Set mobiler Sicherungen und Schlingen kann man sich den Weg hierher aber sparen.

 

Routenvorschläge

Normalweg (V-): Als die Urgesteine der Pfälzer Klettertradition Fritz und Theo Mann diesen Weg im September 1911 erstbegingen war es nicht wie so oft auch gleichzeitig die Erstbegehung des Gipfels. Diesen hatten sie selbst etwa 2 Monate zuvor auf dem Erstersteigerweg (V-) erreicht. Der Normalweg startet in der schmalen Ostwand und quert nach dem dortigen leichten Aufschwung nach links um die Ecke auf ein Band (auf weiten Strecken kaum abzusichern: sicherer Nachsteiger!), welches nahezu die gesamte Südwand durchzieht. Vom dort erreichten Standplatz geht es senkrecht über einen breiten Riss empor zu einem geräumigen, westseitigen Absatz, wo sich der zweite Standplatz befindet. Der letzte abdrängende Aufschwung zum Gipfel ist nochmal hart für den Grad und verlangt entschlossenes Steigen. Insgesamt anspruchsvoller, bis auf die Standplätze selbst abzusichernder, lohnender Normalweg auf einen sehr selten besuchten Gipfel.

 

Bilder

  • Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) - die schmale Westwand
  • Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) - durch die Westwand verläuft der Pfeilerweg (VII-) mit seiner markanten Risslinie
  • Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) - Südwand
  • Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) - Südwand
  • Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) - durch die Ostwand führt die Ostwand (VI, E2) - der Normalweg (V-) biegt auf dem ersten Absatz nach links um die Kante in die Südwand
  • Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) - der Normalweg (V-) startet rechts in der Ostwand und führt auf dem Absatz links um die Kante in die Südwand
  • Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) - im Quergang des Normalweges (V-) in der Südwand
  • Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) - am ersten Standplatz des Normalweges (V-) nach dem Quergang durch die Südwand - von dort folgt man senkrecht dem Riss bis zum nächsten Absatz
  • Taubenstein (Rabensteine) (Pfalz) - Westblick am Gipfel des Taubensteins

 

Kletterführer/Topo

Udo Daigger, Hans-Jürgen Cron: Südpfalz. Klettern im Buntsandstein. 4. aktualisierte Auflage 2005. (vergriffen und nicht mehr neu aufgelegt)

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

2017  © magnesiumcarbon.at - Das Freikletterportal
Impressum