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Schnarcherklippen (Harz) (DE)

  • Schnarcherklippen (Harz) - Südliche Schnarcherklippe - Südostseite - zentral in der leicht schräg nach oben ziehenden Rissverschneidung führt der Alte Weg (2) auf den Gipfel, rechts davon an der stumpfen Kante die Südostkante (3)
Das Ensemble aus Nördlicher und Südlicher Schnarcherklippe liegt südlich von Schierke und ist vom Ortsrand durch einen 15-minütigen Spaziergang, vorbei an den nicht bekletterten Mäuseklippen zu erreichen. Die beiden Felsen stehen auf einer ebenen Fläche im relativ dichten Nadelwald. Das umliegende Gelände ist größtenteils schattig. Direkt am Fels finden sich aber auch lichte Bereiche, die sonnige Wandpartien bieten. Der nördliche Felsturm ist über eine Steiganlage zu erreichen, weshalb sich auch der ein oder andere Wanderer hierher verirrt. Kletterer finden an den 18 bzw. 20m hohen Klippen insgesamt etwa 35 Routen, die hauptsächlich im Bereich des 5. bis 7. UIAA-Grades liegen. Daneben sind auch einzelne, schöne Klettereien im 2. bis 4. Grad, sowie eine im 8. Grad vorhanden.

Die Felsstruktur ist in vielen Wandbereichen durch die Wollsackverwitterung geprägt, also durch runde, kissenartig geschichtete Felsformen. Dadurch ergibt sich für den Kletterer viel Reibungskletterei. Die vielen, den Fels gliedernden Längs- und Querrisse, ermöglichen aber auch Riss- bzw. Rissverschneidungskletterei. Oft ist die unterschiedliche Wandneigung, die von stark geneigt bzw. gestuft, bis hin zu überhängenden Abschnitten reicht, bestimmend für die Schwierigkeit der Kletterei. Zu finden ist alles, annähernd senkrechte Kletterei überwiegt aber.

Für Anfänger und Genusskletterer im gemäßigten Schierigkeitsgrad ist eine schöne Routenauswahl vorhanden und ein Besuch lohnt.

 

Gestein

Granit

 

Absicherung

Die Absicherung ist ein Mix aus traditioneller, selbst abzusichernder Kletterei und Wegen, die zumindest an den Schlüsselstellen mit Bohrhaken gesichert sind. Die Umlenkungen sind oft sehr gut mit redundanten Bohrhaken und Kette, teilweise sogar mit vorbereiteten, gegenläufigen Schnappkarabinern ausgerüstet.

 

Routenvorschläge

Nördliche SK - Große Verschneidung (5): Herausragende, großartige Linie, die durchgängig traumhafte, klassische Verschneidungskletterei bietet. Klassisch ist auch die Absicherung, um die man sich bis zur perfekt eingerichteten Umlenkung alleine kümmern darf. Mit einer entsprechenden Auswahl von Friends (auch großen) sehr gut abzusichern. In der im ersten Teil durchgängig überhängenden, oben senkrechten Rissverschneidung ist bewegungstechnisch intensive Kletterei gefragt. Sieht auf den ersten Blick wilder aus als es ist, zumindest sofern man sich in diesem Gelände heimisch fühlt.

Nördliche SK - Kemmkeilparadies (5): Der Name ist etwas irreführend. Denn einerseits ist es zwar möglich an verschiedenen Stellen Klemmkeile zu legen, allerdings nicht überall. Andererseits trifft Paradies nicht wirklich zu. Zwar handelt es sich insgesamt um eine ganz nette Route, die allerdings durch keinerlei Attribut hervor sticht. Zunächst geht es über einen gestuften Aufschwung und Reibung auf einen Vorbau. Dort nach links zu einem Riss, der hinter einer dicht am Fels stehenden Fichte hoch zieht. Laut Topo ist diese eigentlich tabu, an ihr kann man sich aber prima anlehnen und so etwas einfacher, fast wie in einem Kamin hoch steigen. Jeder wie er mag! Komplett selbst abzusichern.

Südliche SK - Südostkante (3): Genuss pur! Leider nicht allzu lang! Ein schöner Spaziergang durch größtenteils geneigtes, von bauchig-gestuften Aufschwüngen und Querbändern gegliedertes Gelände. Gut absicherbar und obendrein gibt’s nen schönen Gipfel inklusive Kreuz, sofern man nicht an der kurz unterhalb angebrachten, perfekt eingerichteten Umlenkung den Rückweg antritt.

Südliche SK - Frühstücksboulder (5+): Kurze Route mit einer abdrängenden Boulderstelle direkt am einzigen Ring. Diese hat es in sich und lohnt. Der Rest ist Formsache.

Südliche SK - Südweg (5+): Der kurze Südweg wartet direkt nach dem Einstieg mit einem schweren, etwas komplex abzusichernden Aufrichter unter einem Dach auf (Schlinge). Danach weiter wacklig nach links unter dem Dach raus. Nach diesen, wenigen Metern ist der Drops gelutscht und man klettert entspannt der Umlenkung entgegen.

Südliche SK - Nordwestweg (5+): Anspruchsvolle, klassische Linie, die zunächst einem schön zu kletternden Riss-/Verschneidungssystem folgt, welches selbst abzusichern ist. Dann geht's auf einem Absatz mit möglichem Standring ein Stück nach rechts und hier in die Schlüsselstelle, einen abdrängenden, glatten Schulterriss. Hier sollten man ein wenig über den Dingen stehen. Wer sowas mag, wird aber Freude haben. Die letzten Meter zum schönen Gipfel sind einfach.

 

Bilder

  • Schnarcherklippen (Harz) - Nördliche Schnarcherklippe - Südwestseite
  • Schnarcherklippen (Harz) - Südliche Schnarcherklippe - Südostseite - zentral in der leicht schräg nach oben ziehenden Rissverschneidung führt der Alte Weg (2) auf den Gipfel, rechts davon an der stumpfen Kante die Südostkante (3)
  • Schnarcherklippen (Harz) - Nördliche Schnarcherklippe - die großartige, unten überhängende Große Verschneidung (5)
  • Schnarcherklippen (Harz) - Nördliche Schnarcherklippe - Große Verschneidung (5)
  • Schnarcherklippen (Harz) - Nördliche Schnarcherklippe - Nachsteiger in der Großen Verschneidung (5)
  • Schnarcherklippen (Harz) - Nördliche Schnarcherklippe - Große Verschneidung (5)
  • Schnarcherklippen (Harz) - Nördliche Schnarcherklippe - Klemmkeilparadies (5)
  • Schnarcherklippen (Harz) - Am Gipfel der Südlichen Schnarcherklippe

 

Kletterführer/Topo

Wolfgang Brandt, Götz Wiechmann: Wo die Felsnasen schnarchen – Genussklettern an den besten Felsen des Harzes. Kamin Alpinverlag. 1998.

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