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Höllenfelsen (Pfalz) (DE)

  • Höllenfelsen (Pfalz) - Vorderes Massiv mit dem Gipfelturm
Die Höllenfelsen liegen nur wenige Meter oberhalb des nordwestlichen Ortsrandes von Lug. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Luger Friedrich sowie der kurze Zustieg zu beiden Felsen machen aus ihnen eine optimale Kombination für ein tagesfüllendes Programm.

Wobei auch die Höllenfelsen für sich genommen reichlich Betätigungsstoff bereithalten. Das Vordere Massiv mit seinem schönen, freistehenden Gipfelturm, das kleine Nordtürmchen und der nordöstlich darüber liegende Höllenfelskopf bieten über 20 abwechslungsreiche Kletterrouten. Es ist sowohl für den klassischen Verschneidungs-, Kamin- und Risskletterer etwas dabei, als auch für Plattenschleicher. Daneben gibt es einige Passagen mit Wandkletterei. Die Schwierigkeitsverteilung spricht allerdings eher den Genusskletterer an, weniger den Hardmover.

Zwar sind 2 Routen im neunten Grad zu finden, der gesamte Rest rangiert aber in den unteren Graden bis max. 7-. Zusammengenommen bietet der 5. und 6. Grad die größte Auswahl. Vor allem findet man in diesem Niveau schöne Reibungstouren. Aber auch darunter gibt es noch einiges zu holen. Im 2. bis 4. Grad findet sich die ein oder andere wirklich lohnende, klassische Route. Erwähnenswert auf jeden Fall der spannend-erlebnisreiche Kaminweg (4+/E2), in dem Klaustrophobiker wenig Spaß haben werden.

Die Felshöhe variiert in den unterschiedlichen Bereichen, erreicht aber max. 33m. Die Ausrichtung der Routen ebenso. Am Vorderen Massiv findet man viele nordwestlich bzw. südöstlich ausgerichtete Wege, wobei in beiden Fällen stärker von West bzw. Ost zu sprechen ist. Die sonnigen Reibungsplatten am Höllenfelskopf sind südöstlich ausgerichtet.

Das Gelände um den Fels ist von einem bewaldeten, zum Teil steilen Hang geprägt. Die Felsen selbst liegen etwas zerklüftet in diesem Waldhang, sodass über diesen und die einzelne Bereiche trennende Bänder viele Felsköpfe auch zu Fuß erreicht werden können.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Die Absicherung ist abhängig vom Charakter der Kletterei. In den Plattenbereichen, die auf weiten Strecken keine mobile Sicherungen zulassen, stecken mehr oder weniger viele Ringe. Die klassischen Wege, die sich an Riss- und Kaminstrukturen orientieren, sind mehr oder weniger clean und selbst abzusichern.

 

Routenvorschläge

Urlaubsreibung (5+): Auf dieser Platte fühlt man sich durchaus an die Reibungsklassiker im Tessin erinnert. Zwar bewegt man sich auf Sandstein, dieser ist aber stellenweise ähnlich strukturarm wie der Schweizer Gneis. Hier und da findet man einen Kiesel, ein Loch oder eine kleine Kante in der Urlaubsreibung, ansonsten ist pures Plattenschleichen angesagt. Wer sowas mag, wird hier viel Spaß haben. Auf den ersten, schweren Metern vorm ersten Ring ist ein Cam 0,3 sehr hilfreich.

Blowing Dschihad (6): Auch hier ist Reibungsklettern angesagt. Wobei sich die Schwierigkeiten auf einen steilen Plattenaufschwung, der mit 2 Ringen bestückt ist beschränken. Wer auf wacklige, fußtechnische Reibungspassagen steht, sollte hier in den Krieg ziehen.

Pfälzer Dschihad (6): Sinnvolle Verlängerung von Blowing Dschihad (6). Hier geht es weniger um Reibungsplatte. Vielmehr ist eine kurze, steile Verschneidung und ein typischer Pfälzer Ausstieg an runden Sandsteinstrukturen prägend. Die eigentlich lohnende Kletterei beschränkt sich allerdings auf wenige Meter.

Kaminweg (4+/E2): Der Name ist Programm. Langer, tiefer, großartiger Kamin für Liebhaber. Hier wird’s wirklich eng! Wenn man im Kamin wirklich mittig bleibt gibt's kaum ein Durchkommen und man bleibt wohl stecken. Vor allem mit Helm. Daher sollte man sich im oberen Bereich nach außen orientieren. Pflichtroute!!!

Faustriss (6-): Einstiegsvariante zum Kaminweg über eine steile Rissverschneidung. Damit wird der Kaminweg zur perfekten Tour. Unten super Handriss (es ist nämlich kein Faustriss!), oben dann der enge Schlund. Hochklassisch!

 

Bilder

  • Höllenfelsen (Pfalz) - Vorderes Massiv mit dem Gipfelturm
  • Höllenfelsen (Pfalz) - der frei stehende Gipfel des Vorderen Massivs - unten gut zu erkennen: der Faustriss-Einstieg (6-) in der Verschneidung und der daran anschließende Kaminweg (4+/E2)
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Gipfelturm des Vorderen Massivs - zentral der enge Kamin des Kaminwegs (4+/E2)
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Detailaufnahme des Faustriss-Einstiegs (6-), der eigentlich ein Handriss ist
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Faustriss (6-) - Kletterstudie 1
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Faustriss (6-) - Kletterstudie 2
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Faustriss (6-) - Kletterstudie 3
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Faustriss (6-) - Kletterstudie 4
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Kaminweg (4+/E2)
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Kaminweg (4+/E2)
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Reibungseinstieg in Blowing Dschihad (6)
  • Höllenfelsen (Pfalz) - nach Blowing Dschihad (6) schließt sich im Ausstieg der Pfälzer Dschihad (6) an
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Abseilen über die Urlaubsreibung (5+)
  • Höllenfelsen (Pfalz) - Urlaubsreibung (5+)

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

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