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Napoleon (Pfalz) (DE)

  • Napoleon (Pfalz) - Gipfel-Impression
Mit seinen lediglich 23 Metern Höhe und der geringen Routenanzahl – je nach zählweise sind es etwa fünf – gehört der Napoleon sicher nicht zu den Top-Destinationen der Pfälzer Kletterwelt. Auch der mind. 20-minütige Zustieg vom Reinigshof trägt nicht zu großem Besucherandrang bei. Zum Glück, möchte man sagen. Denn wer viel Ruhe sucht findet diese am beschaulich auf einer Bergkuppe stehenden schlanken Felsturm. Zudem genießt man vom Kopf des französischen Kaisers eine rundum schöne Aussicht ins abgeschiedene Reinigstal. Nördlich gegenüber ragen Maria- und Friedrichturm, der Doppelgipfel der Dürrensteine aus dem Wald, welche sich ebenso als lohnendes Ziel anbieten, wenn man schon mal in dieser stillen Ecke ist. Dahinter erkennt man den langen Felszug des Hochsteins bei Dahn. In östlicher Richtung kann man u.a. den Retschelfels und weit hinten den Gipfelaufbau der Burgruine Drachenfels erspähen. Doch nicht nur Schauen und Genießen kann man hier: Auch klettern!

Trotz sehr eingeschränkter Routenauswahl, gibt es ein paar schöne Meter zu erklimmen. Der einfachste Weg auf Napoleons Haupt führt über den schönen Normalweg (4+/E1). Daneben bietet der Nordwandriss (6-/E1), die Nordostwand (7+) mit einer schönen Verschneidung, die Rundquerung (4+) oder auch der ostseitige Blockweg (4+) abenteuerlich-spannende oder ansprechend-schwere Kletterzüge.

Da der exponiert auf einer Bergkuppe stehende Felsturm nur von vereinzelt stehende Bäumen umrundet ist, bekommt er viel Sonne ab und trocknet nach Regenfällen schnell. Je nach gewählter Route kann man nahezu zu jeder Tageszeit in der Sonne oder im Schatten klettern, was durch die geringe Routenauswahl allerdings wieder eingeschränkt wird. Oft existiert nur ein Weg pro Himmelsrichtung.

Der gut 20-minütige Zustieg vom Hof führt zwar nicht extrem steil, allerdings weitestgehend bergauf über Wanderwege und Pfade.

 

Gestein

Sandstein

Absicherung

Die wenigen existierenden Routen sind weitestgehend bzw. komplett selbst abzusichern. Lediglich die Nordostwand stellt eine Ausnahme dar und ist mit etwas enger steckenden Ringen ausgestattet. Daher ist ein umfassendes Sortiment mobiler Sicherungen und Schlingen notwendig.

 

Routenvorschläge

Normalweg (4+, E1): Ein lohnender, genussreicher Normalweg. Zudem, trotz relativ geringer Felshöhe, ein nicht gerade kurzer. Denn der fast alle Wandbereiche tangierende Weg, führt zunächst nordseitig auf einen kleinen, dem Turm westlich vorgelagerten Felspilz, von welchem eine kurze, abdrängende und von einem Riss durchzogene Wandstelle in der Westwand erklommen wird. Auf dem darüber liegenden Band kann Stand bezogen oder auch direkt weiter über ein die Südwand durchziehendes Band in die Ostwand gequert werden. Vom dortigen Stand geht es zunächst einige Meter in der griffigen Ostwand empor, bevor erneut nach Süden um die Ecke und über ein zweites Band zurück zur Westseite gequert wird. Von hier geht es einfach zum Gipfel. Im Weg finden sich 2 Ringe (an den Standplätzen), sowie der Abseilring am Gipfel. Der Rest ist mobil abzusichern.

Nordwandriss (6-, E1): Als sehr anstrengend und anspruchsvoll entpuppt sich diese markante, nordseitig ausgerichtete Linie. Und auf den ersten Metern nicht ungefährlich. Denn, steigt man den Originaleinstieg ein, lassen sich diese kaum vernünftig absichern. Gut abzusichern, aber mit 6+ schwerer, ist die Einstiegsvariante über den rechten Riss. So oder so, nach den ersten Metern ist die Gefahr gebannt und die Unternehmung ist mobil absicherbar, bleibt aber anstrengend. Nach dem Riss, der sich über kleine Dächer bzw. abdrängende Stellen zieht, quert der Weg nach links zum Standplatz des Normalwegs (4+, E1) auf der Ostseite.

 

Bilder

  • Napoleon (Pfalz) - Südwestseite des Turms
  • Napoleon (Pfalz) - Westwand
  • Napoleon (Pfalz) - Normalweg (4+/E1) - die kurze Wandpassage in der Ostwand
  • Napoleon (Pfalz) - Wintersonne im Normalweg (4+/E1)
  • Napoleon (Pfalz) - Wunderschönes Dezemberwetter am Gipfel des Napoleon - Blick Richtung Osten
  • Napoleon (Pfalz) - Am Abseilring auf der Westseite des Gipfels
  • Napoleon (Pfalz) - Ausblick vom Gipfel ins Reinigstal mit Reinigshof, dem Doppelgipfel der Dürrensteine und dahinter der lange Felszug des Hochsteins
  • Napoleon (Pfalz) - Gipfel-Impression

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013. (Achtung: hier sind lediglich 2 Wege beschrieben: Normalweg & Nordwandriss)

Udo Daigger, Hans-Jürgen Cron: Südpfalz – Klettern im Buntsandstein. 4. Auflage 2005. (vergriffen)

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