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Kleiner Feuerstein (Harz) (DE)

  • Kleiner Feuerstein (Harz) - Die Südseite vom Zustiegsweg aus gesehen
Der Kleine Feuerstein gilt aufgrund seiner Formschönheit als Sinnbild des oberharzer Kletterns und ist das Wahrzeichen des kleinen Harzörtchens Schierke. Idyllisch steht er nur wenige hundert Meter oberhalb des hiesigen Bahnhofs der Brockenbahn im Wald, von dem die Schmalspur-Dampflok mehrmals täglich mit großem Getöse zum höchsten Berg Norddeutschlands abdampft. Zum Idyll trägt auch der lichte Tannenwald bei in dem unzählige kleinere Granitblöcke verstreut liegen.

Vom etwas außerhalb Schierkes gelegenen Bahnhof erreicht man den etwa 25m hohen, imposanten Felsturm in wenigen Minuten über eine Holztreppe und einen Waldpfad. Parken sollte man allerdings – meist kostenpflichtig – bereits in Schierke, wodurch sich die Zustiegszeit auf etwa 20 min. erhöht.

Am Fels finden sich 26 Routen, die überwiegend im 6. und 7. UIAA Grad liegen. Es gibt allerdings einige schwerere, sowie diverse leichtere Routen im 3. bis 5. Grad.

Die Felsstruktur ist geprägt von den für den Harz typischen, runden Verwitterungsformen. Scharfe Kanten sind außer auf der Nordseite kaum vorhanden, vielmehr abgerundete Griffformen. Auch die vielen, den Fels gliedernden Längs- und Querrisse weisen diese abgerundeten Kanten auf, was einerseits ein schönes, stimmiges Gesamtbild abgibt, die Kletterei aber mitunter sehr spannend macht. Neben Reibungen und Sloperrouten, sind am Kleinen Feuerstein auch lohnende Risslinien zu finden. Der kleinkörnige Granit erzielt meist sehr gute Reibungswerte.

Die Wege verteilen sich rund um den gesamten Turm, sodass Klettereien jeglicher Exposition zu finden sind. Der lichte Tannenwald bietet an warmen Tagen zusätzlich etwas Schatten, zumindest am Wandfuß.

Wer mit mobilen Sicherungen umgehen kann und auf traditionell-klassiche Kletterei steht, für den stellt der Kleine Feuerstein ein sehr lohnendes Ziel dar.

 

Gestein

Granit

 

Absicherung

Die Absicherung am Kleinen Feuerstein ist klassisch. D.h. es sind wenige, aber solide Zwischensicherungen vorhanden. Vielerorts ist mobile Absicherung von Nöten. Vor allem in den von Längs- und Querrissen geprägten Wegen.

 

Routenvorschläge

Südwestweg (5): Tolle Risskletterei mit verschiedenen, dankbaren Handklemmern und der ein oder anderen balancetechnischen Stelle. Zwei Haken und ansonsten gut mit Friends und Keilen absicherbar.

Nordwand (4): Unten schöne Wandkletterei an Leisten, oben eine nette Rissstelle. Nett und durchaus eine Begehung wert!

Durch die Mitte (5+): Spannende, interessante Wandkletterei, die auf weiten Strecken selbst abzusichern ist. Letzteres ist z.T. nicht ganz einfach, daher nicht ohne!

Nordwestweg (3): Die Route begrenzt rechts die Nordwand und führt über Verschneidungspassagen auf den großen Absatz. Nette, ansprechende Kletterei, die weitgehend selbst abzusichern ist.

Westriss (5+): Traumhaft! Fordernder und weitestgehend selbst abzusichernder Riss. Super Kletterei! Wenn man Risse mag sollte man diesen unbedingt klettern.

 

Bilder

  • Kleiner Feuerstein (Harz) - Der Zustiegspfad vom Bahnhof führt geradewegs auf den Felsturm zu
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - Die Südseite vom Zustiegsweg aus gesehen
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - Südseite
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - der hohe, linke Teil der Südseite
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - im linken Bereich der Südseite führt der wunderschöne Südwestweg (5) nach oben - die deutlich zu erkennende Rissspur
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - Westseite - der Riss in Bildmitte ist der lohnende Westriss (5+), der teilweise überhängende Riss rechts davon ist Neue Zeiten (7+)
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - die Nordseite hat eine sichtlich andersartige Struktur, als der restliche Fels. Hier gibt's schärfere Kanten und Leisten.
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - Nordwand mit Durch die Mitte (5+)
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - Durch die Mitte (5+)
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - Durch die Mitte (5+)
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - Gipfelpanorama
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - am Gipfel
  • Kleiner Feuerstein (Harz) - Südwestweg (5)

 

Kletterführer/Topo

Wolfgang Brandt, Götz Wiechmann: Wo die Felsnasen schnarchen – Genussklettern an den besten Felsen des Harzes. Kamin Alpinverlag. 1998.

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