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Steinbruch Gimmeldingen (Haardt/Pfalz) (DE)

  • Steinbruch Gimmeldingen - Sektor Plattenwand und ganz hinten Sektor Kessel
Der Steinbruch an der Heidenburg bei Gimmeldingen bietet typische Steinbruchkletterei. Sprich: recht strukturlose, senkrechte Wände, mit einigen schweren Linien, aber auch viele geneigte Plattenklettereien sowie Risse und Verschneidungen. Der gelblich-rote Sandstein ist meist sehr kompakt. Neben den Rissen und Verschneidungen finden sich hier und da feinere Strukturen, die das Klettern prägen. Oft sind das Kanten, Leisten unterschiedlicher Breite und Querbänder. Aber auch Lettenlöcher bzw. künstlich entstandene (sofern man das bei einem Steinbruch überhaupt extra erwähnen muss) Unebenheiten und Löcher im Fels. Die Wände sind etwa 20m hoch und ziehen sich knapp 200m in die Breite. Sie sind nordöstlich ausgerichtet. Der bewaldete Wandfußbereich bietet hier und da schattige Plätzchen, sodass man auch bei sommerlichen Temperaturen noch einigermaßen gut klettern kann. Daneben sind im Wald direkt bei den Felsen auch schöne ebene Plätzchen zu finden, an denen sich spielende Kinder wohl fühlen werden. Klettern können diese auch. Denn unter den etwa 70 Routen finden sich auch ein paar wenige im 2. bzw. 4. UIAA Grad. Etwas mehr findet man bereits im 5. Grad. Den weitaus größten Anteil stellen aber Routen im 6. bzw. 7. Schwierigkeitsgrad dar: Über die Hälfte der vorhandenen Wege. Vereinzelt gibt es Linien, im 8. und 9. Grad bzw. noch nicht frei gekletterte Projekte.

 

Der Zustieg vom Parkplatz am Ortsausgang dauert nur etwa 10 min. und führt ansteigend über bequeme Waldwege und Pfade.

 

Das Gebiet eignet sich aufgrund der Schwierigkeitsverteilung, des umliegenden Geländes und der guten Absicherung sehr gut für Familien, Kurse oder kleinere Klettergruppen.

 

Fährt man nach dem Klettern die Straße am Ortsausgang noch ein Stück weiter ins Benjental, erreicht man nach wenigen Minuten zwei nette Einkehrmöglichkeiten, wo man den Tag ausklingen lassen kann.

 

 

Gestein

 

Sandstein

 

 

Absicherung

 

Die Routen sind durchweg gut, meist sehr gut mit Bohrhaken ausgestattet. Lediglich in einigen der Riss- oder Verschneidungswegen kann es sinnvoll sein den ein oder anderen Hakenabstand durch mobile Sicherungen zu verkürzen. In aller Regel kommt man aber mit Exen aus.

 

 

Routenvorschläge

 

Fissura Calzonata (6+): Beeindruckende Linie, vielleicht die eindrücklichste, sicher aber die markanteste im ganzen Steinbruch. Ein perfekter Riss, der durch eine senkrechte glatte Mauer zieht. Von Hand- bis Körperriss ist alles dabei. Anstrengend und sehr, sehr schön. Die Absicherung mit Bühlerhaken ist gut. An der ein oder anderen Stelle fühlt sich ein ergänzender Friend aber auch nicht schlecht an. Wer Rissklettern mag sollte sich diese Linie keinesfalls entgehen lassen.

 

Ponyexpress (6+): Wenige Meter rechts von Fissura Calzonata zieht eine annähernd ebenso markante Rissverschneidung empor. Im Vergleich zur Fissura nicht ganz so anstrengend und kraftraubend, da man die Verschneidung oft ausspreizen kann und nicht zwingend klemmen und piazen muss. Oben etwas sandig, aber insgesamt absolut lohnend. Absicherung auch hier gut. Friends nicht notwendig.

 

Sonnenaufgang (7-): Entlang einer knackigen Risspur geht’s an der senkrechten Wand empor. Die Schwierigkeiten liegen direkt auf den ersten 10 Metern. Oben deutlich leichter.

 

Kleiner Feigling (6+): Weitestgehend geht es über eine geneigte Platte, die mit waagerechten und senkrechten Leisten und Kanten gespickt ist. Unten geht’s über ein kurzes senkrechtes Stück, das leichter rechts umgangen werden kann.

 

 

Bilder

 

  • Steinbruch Gimmeldingen - Sektor Plattenwand und ganz hinten Sektor Kessel
  • Steinbruch Gimmeldingen - Kleiner Feigling (6+)
  • Steinbruch Gimmeldingen - Sektor Treppe
  • Steinbruch Gimmeldingen - Sektor Treppe
  • Steinbruch Gimmeldingen - links der Kante in der senkrechten Wand ist die Rissspur von Sonnenaufgang (7-) zu erkennen
  • Steinbruch Gimmeldingen - Fissura Calzonata (6+) von unten
  • Steinbruch Gimmeldingen - Fissura Calzonata (6+) von oben
  • Steinbruch Gimmeldingen - Die Rissverschneidung von Ponyexpress (6+)

 

 

 

Kletterführer/Topo

 

Bruno Vogel: Klettern am Haardtrand. Arigo Verlag. 2014.

 

Online Topo: http://www.pfaelzer-kletterer.de/content/_inhalt/_download/topoGimmeldingen.pdf

 

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