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Buhlsteine & Buhlsteinpfeiler (Pfalz) (DE)

  • Buhlsteinpfeiler - Novemberkante (4+/E1) - Gipfelpanorama
Die Buhlsteine und der Buhlsteinpfeiler sind eigentlich eher ein Ziel für Kletterer der gehobenen Grade. Vor allem an den sich entlang eines Höhenrückens hinziehenden, aus mehreren Türmen bestehenden Buhlsteinen sind viele Routen in den oberen Graden zu finden. Von den 43 hier vorhandenen Routen liegen 32 in den Graden 7- bis 10. Viele der schweren Routen sind auf der Nordseite zu finden. Die leichteren Wege sind meist südlich exponiert. Es finden sich aber auch ein paar wenige Routen anderer Himmelsrichtungen. Die Felshöhe erreicht an den Buhlsteinen max. 23m.

Der Buhlsteinpfeiler bietet mit seinen beachtlichen 45m Höhe deutlich längere Routen, die oft 2 oder auch 3 Seillängen erfordern. Der luftige Pfeiler liegt am südöstlichen Ende des Höhenrückens und schließt sich an die Buhlsteinkette an. Man erreicht den Pfeilerkopf indem man an den Buhlsteinen vorbei noch einige Minuten dem Höhenzug folgt. Von hier aus genießt man eine wunderschöne Aussicht über die Wasgau-Landschaft mit den umliegenden Felsen, der Burgruine Drachenfels und der Burg Berwartstein. Zu den Einstiegen der westlich, südlich und östlich ausgerichteten Routen steigt man in östlicher Richtung ab zum Fuß des Buhlsteinpfeilers. Diese sind mit insgesamt 9 nicht sehr zahlreich, dafür aber meist lang und liegen zwischen dem oberen 4. und oberen 8. UIAA Grad.

Beide beschriebenen Ziele sind auf jeden Fall einen Besuch wert und bieten schöne Klettereien in landschaftlich schönem, ruhigem Ambiente etwas abseits vom Trubel der Straßen, Ortschaften und stärker frequentierten Kletterdestinationen. Dafür muss man einen etwas weiteren aber lohnenenden Zustieg von 20 bis knapp 25min. in Kauf nehmen.

 

 

Gestein

Sandstein

 

 

Absicherung

Vor allem in den einfachen Routen ist viel Eigeninitiative in Sachen Absicherung gefragt. In den höheren Graden sind meist mehr fixe Zwischensicherungen vorhanden. Mobile Sicherungsgeräte gehören in der Pfalz aber immer mit zur Standardausrüstung. Genauso wie ein Helm und diverse Bandschlingen.

 

 

Routenvorschläge

Novemberkante (4+/E1): Die einfachste Route auf den 45m hohen Buhlsteinpfeiler verspricht lang anhaltende, abwechslungsreiche und wirklich schöne Kletterei. Die erste kaminartige Seillänge führt über ein breites Risssystem zum Standplatz auf den Talwandpfeiler. In dieser Passage ist der Fels stellenweise brüchig und hohl klingend – die Kletterei aber schön. Vom Standplatz führt eine knifflig-schöne Verschneidung zum Wandbuch. Von dort geht es nach links um die Kante. Spätestens hier fühlt man sich herrlich ausgesetzt, steigt aber in genüsslich-leichtem Gelände zum Pfeilerkopf aus. Man sollte sich von dem unsoliden Fels der ersten Länge nicht abschrecken lassen und diese wunderschöne, weitestgehend selbst abzusichernde Route klettern.

Mittlerer Riss (4): In der Südseite des Doppelgipfels der Buhlsteine ziehen drei markante Risse dicht nebeneinander nach oben. Der mittlere ist der leichteste und vielleicht auch der schönste. Genüsslich steigt man im mobil abzusichernden Gelände entlang einer unten leicht geneigten, noch oben hin steiler werdenden, doch stets gut-griffigen Rissverschneidung nach oben. Nicht allzu lange, nette Spielerei. Umlenkung an einem der Bäume am Gipfel.

Eichenriss (5): Der linke der drei markanten Risse fordert bewegungstechnisch anspruchsvolle Kletterzüge. Zum Beispiel stemmen und spreizen in einer kaminartigen, engen Verschneidung. Sehr interessant und gut mobil absicherbar.

 

 

Bilder

 

  • Buhlsteinpfeiler - Novemberkante (4+/E1) - Standring nach der ersten Seillänge
  • Buhlsteinpfeiler - Novemberkante (4+/E1) - die letzten Meter der ersten Seillänge
  • Buhlsteinpfeiler - Novemberkante (4+/E1) - Blick in die Verschneidung zu Beginn der zweiten Seillänge
  • Buhlsteinpfeiler - Novemberkante (4+/E1) - die letzten luftigen Meter an der Kante zum Pfeilerkopf
  • Buhlsteinpfeiler - Novemberkante (4+/E1) - Gipfelpanorama
  • Buhlsteine - Mittlerer Riss (4)
  • Buhlsteine - Eichenriss (5)

 

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

 

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