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Westliche Kesselwand (Pfalz) (DE)

  • Westliche Kesselwand - Direkte Westwand (6) - Einstiegsverschneidung
Die Westliche Kesselwand gehört sicher nicht zu den bekanntesten Kletterzielen im Pfälzer Buntsandstein. Denn zum einen ist die Wand in der ersten Jahreshälfte oft aus Vogelschutzgründen gesperrt, wodurch viele Routen nur gelegentlich begangen werden. Der Fels wirkt daher an einigen Stellen wenig abgeklettert und kann von Flechten bewachsen sein. Außerdem bieten die stärker frequentierten und nur einen Steinwurf entfernt liegenden Nachbarwände (z.B. Rindsberg Westpfeiler, Weiherwände) beliebtere Routen.

Dennoch hat auch die Westliche Kesselwand die ein oder andere schöne Kletterei zu bieten. Vor allem in Kombination mit den erwähnten Felsen oder wenn dort einmal zu viel los ist, empfiehlt sich ein Besuch.

Die etwa 40m hohe Kesselwand steht direkt oberhalb eines breiten, ebenen Waldweges und ist in wenigen Minuten bequem von der Straße bzw. den benachbarten Felsen zu erreichen. Die Routen sind südlich/südwestlich exponiert, der umliegende Wald macht die Angelegenheit aber hier und da recht schattig.

Insgesamt verzeichnet der aktuelle Kletterführer (siehe unten) 15 Kletterrouten, die nahezu alle im 4., 5. und 6. UIAA Grad liegen. Der hohe, zentrale Wandteil, der vor allem klassische Wandkletterei an Rissen und Verschneidungen zu bieten hat, wird links und rechts flankiert von zwei kleineren Sektoren, die von kürzeren Routen auf Reibungsplatten geprägt sind. Links eher im oberen 6. bzw. unteren 7. UIAA Grad, rechts – durch ein darüberliegendes Dach z.T. sogar regensicher – einsteigerfreundlich um den 4. UIAA Grad herum. Die Platten sind je nach Jahreszeit und Kletterbetrieb mehr oder weniger gut abgeklettert und sauber.

Zusammengefasst werden an der Westlichen Kesselwand vor allem Freunde des Plattenschleichens in gemäßigten Graden, sowie Liebhaber klassischer Linien fündig.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Selbstverständlich ist bei der Absicherung wie fast überall in der Pfalz Eigeninitiative gefragt und mobile Sicherungsgeräte gehören zur Grundausstattung. Dennoch sind hier viele Routen verhältnismäßig gut mit Ringen bestückt. Vor allem natürlich die Reibungsplatten, die wenig Möglichkeit für Mobiles bieten.

 

Routenvorschläge

Direkte Westwand (6): Mit 6 Ringen auf 40m nicht übersichert, aber verglichen mit anderen Pfälzer Routen dieses Charakters gut gesicherte Kletterei. Darüber hinaus ist die Absicherung an vielen Stellen bestens durch mobiles Material ergänzbar. Somit eine vernünftig abgesicherte, klassische Kletterei entlang eines Rissystems. Unten sehr schön entlang einer Rissverschneidung mit einer abdrängenden Stelle, im Mittelteil sehr bewachsen, oben dann wieder sauber & klassisch. Ausstieg über einen abdrängenden Schulterriss, der aber gut gesichert ist.

Nasenbär (4): Variante zum Vorbauriss (5/E1). Letzteren verlässt man nach wenigen Einstiegsmetern nach rechts in eine liegende Verschneidung. In dieser finden sich 2 Ringe. Der Rest lässt sich mobil absichern. Endet auf einem Absatz unter dem großen Dach. Ganz nett, aber keine Besonderheit.

Eckanstieg (3): Führt durch die Verschneidung, die den rechten Plattensektor der Kesselwand links begrenzt. Zunächst in einfacher Verschneidungskletterei, die mit einem Ring abgesichert ist und Spielraum für Mobiles bietet, auf den Absatz unter dem großen Dach. Hier langer Quergang nach links. Dort nochmal einige Meter hoch zum Vorbau. Fels nicht überall solide und sauber, aber durchaus kletterbar.

Pfälzer Platt (4+), Burgunder Bär (4), Dornfelder Dachs (5-), Krawweldiewandnuff (4): Allesamt kurze, für Pfälzer Verhältnisse recht gut abgesicherte Wege ganz rechts auf der Platte unter dem großen Dach. Daher recht regensicher. Mobile Sicherung ist pro Route nur an 1-2 Stellen ergänzend nötig. Ansonsten sind die Ringe ausreichend. Die Kletterei spielt sich auf einer steilen, oft gut strukturierten Platte ab. Der ein oder andere senkrechte Meter ist auch dabei. Die Schwierigkeiten beschränken sich auf Einzelstellen. Nette, anfängertaugliche Kletterei. Allerdings sei erwähnt, dass der Fels stellenweise recht unsolide ist. Mit etwas Vorsicht genossen, aber kein Problem.

 

Bilder

  • Westliche Kesselwand - Direkte Westwand (6) - Einstiegsverschneidung
  • Westliche Kesselwand - Dierkte Westwand (6) - Vorsteiger an der abdrängenden Stelle am Ende der Rissverschneidung
  • Westliche Kesselwand - Plattensektor links mit Reibungsklettereien im 6. und 7. UIAA Grad
  • Westliche Kesselwand - Reibungsklettereien im linken Wandbereich
  • Westliche Kesselwand - rechter Plattensektor unterm großen Dach
  • Westliche Kesselwand - Eckanstieg (3)

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

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