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Sternfels (Pfalz) (DE)

  • Sternfels - Nordwand (6+/E1) - Quergang zur Schlüsselstelle
Bereits 1922 kletterte Theo Mann den „Theoweg“ (4+). Auch heute noch lohnt sich der knapp 10 minütige Aufstieg vom Bärenbrunner Hof um diesen grandiosen Weg zu klettern. Neben diesem finden sich am Sternfels und am dahinter liegenden Massiv noch 16 weitere Routen. Einige davon sind nicht ganz so lohnend, aber weitere schöne Klettereien unterschiedlicher Schwierigkeit finden sich durchaus.

Vor allem im 6. und 7. UIAA Grad gibt es eine kleine Auswahl, aber auch darüber und darunter. Die Klettereien erreichen dabei eine maximale Länge von ca. 40m und sind z.T. in mehreren Seillängen zu klettern. Teilweise ergeben sich auch durch logische Routenkombinationen Mehrseillängenwege. Durch die unterschiedlichen Expositionen von Turm und Massiv findet man Klettereien aller Himmelsrichtungen. Am bedeutenderen Turm liegen die Routen in der Nord-, Süd- bzw. Westwand. Insgesamt herrscht hauptsächlich Riss- und Plattenkletterei vor, in den leichteren Wegen auch mal durch Quergänge auf mehr oder weniger geräumigen Bändern unterbrochen.

Das Gelände am Wandfuß ist an vielen Stellen zwar nicht gefährlich, aber steil. Wer mit Kindern kommt, die spielen möchten: Der Bärenbrunner Hof ist nicht weit. Und während die Eltern in der dortigen, sehr empfehlenswerten Gaststätte einkehren oder im kleinen aber feinen Klettershop einkaufen, finden die Kinder garantiert Gleichgesinnte auf dem Hofgelände.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Einzelne Routen bzw. Passagen derselben sind ganz gut mit Ringen bestückt. Vor allem natürlich die mit höheren Schwierigkeiten. Auch am Sternfels sollte man sich aber, wie nahezu überall in der Pfalz, auf eigeninitiatives Absichern einstellen und ein umfassendes Sortiment mobiler Sicherungen besitzen. Vor allem die Risse, in denen sich ja bekanntlich gut Cams und Keile versenken lassen, sind frei von fixen Zwischensicherungen. Aber auch die Platten und Wandklettereien, sind oft nur mit vereinzelten Ringen bestückt, die ergänzt werden möchten.

 

Routenvorschläge

Theoweg (4+): Der Theoweg ist das Juwel des Sternfels. Viele Seilschaften kommen allein wegen ihm den kurzen Zustieg vom Bärenbrunner Hof hinauf und verabschieden sich anschließend wieder an einen der anderen Felsen im Rund ums Bärenbrunner Tal. Deshalb kommt es vor, dass man einige Wartezeit aufbringen muss, bis man einsteigen darf. Es lohnt sich aber allemal. Der Theoweg schlängelt sich nach einem ersten senkrechten Aufschwung an einem schönen Riss in einer weiten Links-Rechts-Schleife um den Fels herum. Die logische Linienführung orientiert sich dabei an den natürlichen Schwachstellen des Felsens. Nach dem Riss geht es vorbei am ersten Ring (großzügig verlängern), zunächst ein Stück abkletternd, dann auf einem breiten Band querend zum zweiten Ring (Stand). Von hier geht es in leichter, aber nach oben hin steiler, in etwas ausgesetzter Kletterei zuerst wieder nach rechts und um die Ecke. Senkrecht-gutgriffig klettert man zum Gipfel weiter, von wo man beim Gipfelbucheintrag den schönen Blick ins Bärenbrunner Tal mit Hof und dem umliegenden Gipfelrund genießt. Prädikat: Unbedingt klettern!

Südwand-Sattelriss (3+): Recht kurze, aber schöne Risskletterei, die komplett selbst abzusichern ist. Endet in der Scharte zwischen Turm und Massiv. Logische Fortsetzung wäre der Nordwandquergang (6), der – keine Angst – leichter ist als nominell zu erwarten.

Nordwandquergang (6): Die logische Fortsetzung vom Südwand-Sattelriss (3+). Quert nahezu waagerecht durch die komplette Nord- und Westwand, bevor er in einem kurzen Aufschwung aufs Gipfelplateau führt. Weitestgehend genüssliches, einfaches, aber ausgesetztes queren auf Bändern. Die kurze Schlüsselstelle befindet sich direkt am Ring und sollte niemanden Abschrecken. Allerdings für den Nachsteiger nicht angenehmer als für den Vorsteiger.

Nordwand (6+/E1): Alles drinn! Und ein super, klassischer Weg! Startet mit einem perfekten, cleanen Handriss. Anschließend quert man zuerst linkshaltend in einen senkrechten bis leicht abdrängenden Steilaufschwung, der nicht einfach ist, aber viele Ringe bietet. Zuerst in sehr solidem Fels, dann aber zunehmend an hohl klingenden Schuppen. Der Ausstieg aus dem steilen Gelände ist dann aufgrund des sich zwar wieder zurücklehnenden Felsens, der aber nur runde Sloper bietet etwas wacklig. Aber man hat den nahen Stand bereits vor Augen. Von dort geht es in der zweiten Seillänge zunächst linksquerend, ungesichert über eine Reibungsplatte und dann wieder steil nach oben durch erneut leicht brüchig wirkendes Gestein. Man trifft dann auf den Nordwandquergang, den man aussteigt. Um den Seilzug zu minimieren ist es vor allem oben sinnvoll die gelegten Zwischensicherungen großzügig zu verlängern.

 

Bilder

 

  • Sternfels - vor der Nordwand
  • Sternfels - die Nordwand, rechts der Doppelriss der ersten Seillänge von Nordwand (6+/E1)
  • Sternfels - Einstieg in den Handklemmerriss von Nordwand (6+/E1)
  • Sternfels - Nordwand (6+/E1) - Quergang zur Schlüsselstelle
  • Sternfels - Nordwand (6+/E1) - in der ersten Seillänge
  • Sternfels - Nordwand (6+/E1) - Ausstieg Schlüsselstelle
  • Sternfels - Blick vom Massiv zum Turm
  • Sternfels - Theoweg - Seilschaft in der ersten Seillänge, schräg darüber: Kletterer in der zweiten Seillänge
  • Sternfels - Theoweg - Quergang in der ersten Seillänge
  • Sternfels - Theoweg - steiler Ausstieg zum Gipfel

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

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