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Pferchfeldfelsen (Pfalz) (DE)

  • Pferchfeldfelsen - Blick vom Pferchfeldmassiv auf den Pferchfeldturm ganz am Ende
Das mehrere hundert Meter lange und knapp 40m hohe Felsriff, bestehend aus dem Pferchfeldturm und dem Pferchfeldmassiv, ist mit seinen 74 Routen der größte Fels im Bärenbrunner Tal. Über die Hälfte der Kletterwege liegen im 6. bis 7. UIAA Grad. Nur 8 sind leichter und etwa 20 schwerer. Dominant ist klassische Wand- und Risskletterei, aber auch gut abgesicherte, modernere Sportkletterrouten sind zu finden. Die Wandneigung ist nahezu überall mehr oder weniger senkrecht und die Wandkletterei spielt sich häufig an großflächigen Wabenpassagen ab. Daneben ist der Charakter einiger Routen von großen Rissystemen geprägt. Vor allem die beiden Südrisse im 6. Grad am Pferchfeldturm seien allen Rissfreunden sehr empfohlen. Die einfacheren Routen sind geprägt von Rampen, Graten oder Verschneidungen.

Hat man den Gipfel über eine der Routen erklommen wartet eine wunderschöne Aussicht über die Hügelketten des Pfälzer Waldes.

Nahezu alle Routen sind südlich ausgerichtet, was den Pferchfeldfelsen zum beliebten Frühjahrs- und Herbstziel macht. Ein paar wenige Routen sind nördlich bzw. westlich exponiert.

Die Umgebung ist geprägt von lichtem, hier und da schattenspendendem Wald, in dem auch Kinder gut spielen können. Der stetig ansteigende Zustieg über einen Serpentinenpfad dauert etwa 15 min.

 

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Der Absicherungsstandard variiert von Route zu Route sehr. Neben sehr gut abgesicherten Sportkletterrouten mit kurzen Hakenabständen existieren auch klassische Klettereien, in denen viel Eigeninitiative beim legen zusätzlicher Sicherungen notwendig ist. Mobile Sicherungsgeräte, sowie Schlingen gehören also zur Grundausstattung.

 

Routenvorschläge

Großer Südriss (6/E1): Herausfordernde, kraftraubende Risskletterei, die alles bietet was man sich als Rissfreund wünscht. Die knapp 40m hängen insgesamt leicht über und bieten verschiedene Rissbreiten: Vom seichten Handriss bis zu einer Kaminsequenz im Mittelteil ist alles vertreten. Links und rechts bietet die Wand gelegentlich auch mal Waben, Leisten und andere Griffstrukturen. Die Absicherung mit drei Ringen ist nicht üppig, kann aber mit einer guten Auswahl an Cams ergänzt werden. Definitiv eine der schönsten Risslinien in diesem Grad in der Pfalz! Unbedingt klettern!

Kleiner Südriss (6+/E1): Der kleine Bruder steht seinem Pendent etwas weiter links in nichts nach. Mit 6+ ist er sogar etwas schwerer. Allerdings ist er kürzer und endet an einem Baum auf der Schulter des Pferchfeldturms. Zu bieten hat er aber ebenfalls tolle Risskletterei und spielt in der gleichen Liga. Vor allem Handklemmer sind in einzelnen Passagen zwingend nötig. Auch der leicht überhängende Charakter sowie die ebenfalls vorhandenen 3 Ringe gleichen dem Großen Südriss. Letztere stecken natürlich aufgrund der kürzeren Gesamtdistanz etwas näher beieinander. Dennoch sind auch hier mobile Sicherungen dringend notwendig. Der Einstieg erfolgt ungesichert von rechts. Nach wenigen Metern kann man aber bereits den ersten Ring klinken. Oben bieten riesige Wabenstrukturen direkt neben dem Riss ein henkliges Klettervergnügen, in einer kurzen Passage nach dem zeiten Ring sogar sinterartige Kletterei. Auch dieser Riss zählt zum absoluten Pflichtprogramm!

Südwestwand (6+/E1): Weshalb die Route eine E1 Bewertung erhalten hat ist fraglich. In der ersten Seillänge dominiert senkrechte, gut mit fixen Ringen abgesicherte Wandkletterei. Dabei wechseln sich mehrere kurze, knifflige Sequenzen mit einfacheren ab. Die zweite, komplett cleane Seillänge führt direkt nach dem Stand über eine nur noch kurz schwere Passage und leitet dann über eine liegende Wand in genussreicher, einfacher Kletterei zum Gipfel. Das anbringen mobiler Sicherungen bereitet dabei keine Probleme. Empfehlenswert!

Originalausstieg (6+/E1): Ausstiegsvariante zur heute meist geradlinig gekletterten Südwestwand. Vom Stand quert man ein Band wenige Meter nach rechts und folgt dann einer zunächst fordernden Rissspur, später einer liegenden Wand zum Gipfel. Eine lohnende Alternative zum heute üblichen Ausstieg!

Westgrat (4+/E1/E2): Der Westgrat auf das Pferchfeldmassiv ist eher eine Wand bzw. sehr breiter Rücken als ein Grat und bietet nette, wenn auch keine herausragende Kletterei. Zunächst geht es annähernd senkrecht über leicht brüchigen Fels, bevor sich die Wand zurücklehnt und man in geneigter, einfacher Kletterei den einzigen Ring der Route erreicht. Danach steilt sich die Wand noch einmal auf und es muss eine kurze, knifflige, abdrängende Passage überwunden werden. Der Ausstieg zum Gipfel ist dann wieder leicht.

Erste Rampe (4+): Bis auf den Abseilring komplett cleane und schöne Kletterei, die zuerst über ein Riss-Rampen-System, dann über eine Rissverschneidung führt. Vor allem in der sich aufsteilenden Rissverschneidung wird es anstrengend. Entschlossenes Steigen und Ausspreizen ist hilfreich.

Dritte Rampe (5): Phantastische, lange Route, die bis auf die letzten Meter, die über abdrängende Bereiche führen, aber eine gute Griffauswahl bereithalten, sehr einfach und dennoch schön ist. Insgesamt 3 Ringe vorhanden, Rest mobil absicherbar. Unbedingt mal ausprobieren.

 

Bilder

 

  • Pferchfeldfelsen - Blick auf den Westgrat des Pferchfeldmassivs
  • Pferchfeldfelsen - Einstieg zur Dritten Rampe (5)
  • Pferchfeldfelsen - Dritte Rampe (5) – Mittelteil
  • Pferchfeldfelsen - Südwand des Pferchfeldmassivs
  • Pferchfeldfelsen - Hinten zentral im Bild: Rampe und Rissverschneidung der Ersten Rampe (4+)
  • Pferchfeldfelsen - Nachsteiger in der Ersten Rampe (4+)
  • Pferchfeldfelsen - Waben, Waben, Waben – Hier: Sandbahnrennen (6+/E1)
  • Pferchfeldfelsen - Blick vom Pferchfeldmassiv auf den Pferchfeldturm ganz am Ende
  • Pferchfeldfelsen - Kleiner Südriss (6+/E1)
  • Pferchfeldfelsen - Großer Südriss (6/E1)
  • Pferchfeldfelsen - Blick auf die Südwestwand (6+/E1) des Pferchfeldturms
  • Pferchfeldfelsen - Pferchfeldturm Südwestwand (6+/E1) – Erste Seillänge
  • Pferchfeldfelsen - Pferchfeldturm Südwestwand (6+/E1) – Zweite Seillänge
  • Pferchfeldfelsen - Großer Südriss (6/E1)
  • Pferchfeldfelsen - Kleiner Südriss (6+/E1)
  • Pferchfeldfelsen - Kleiner Südriss (6+/E1)
  • Pferchfeldfelsen - Kleiner Südriss (6+/E1)

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

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