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Engelmannsfels (Pfalz) (DE)

  • Engelmannsfels - Die Südwestkante über die der Normalweg (1) führt
Mit max. 27m Höhe kein großer Pfälzer Gipfel. Mit 12 Routen auch keine riesige Auswahl. Der Fels liegt auch ein wenig abgelegen, am Rande der Kletterregion. Vielleicht liegt es an diesen Gegebenheiten, dass er weniger stark frequentiert wird. Dennoch lohnt es dem Engelmannsfels einen Besuch abzustatten. Gründe: Parken in Sichtweite des Felsens, 2 Minuten Zustieg, ein paar nette Routen im mittleren Schwierigkeitsgrad und wohl einer der einfachsten, trotzdem ganz schönen Normalwege der gesamten Pfalz. Leichter gelangt man wohl kaum auf einen frei stehenden Gipfel in der Region. Und mal ehrlich: Am Fels seine Ruhe zu haben und für beliebte Routen keine Platzkarten ziehen zu müssen hat doch auch seine Vorzüge.

Die schmale, Felsscheibe des Engelmannsfels, steht weithin sichtbar auf einer bewaldeten Anhöhe am Ortsrand von Stein (Gossersweiler) und wirkt dadurch bereits von weitem, trotz ihrer eher geringen Höhe, recht imposant. Der kurze Zustieg von der Parkmöglichkeit bei der Schule ist kaum der Rede wert. So kann man sich schnell den Kletterrouten zuwenden. Wer es gemütlich angehen möchte wählt den längsten, aber einfachsten Weg am Fels, einige sagen auch den schönsten: Den Normalweg (1), der die Südwestkante emporzieht. Gegenüber an der Nordostkante geht es steiler und heftiger zur Sache. Hier führt die schwierigste Route am Fels (8) zum Gipfel. Dazwischen bieten die Nordwest- und Südostwände eine kleine, aber feine Auswahl an Kletterwegen zwischen dem 5. und 7. UIAA Grad. Die Qualität ist unterschiedlich: Teilweise führen die Routen in schöner Kletterei durch festen, soliden Fels, hier und da finden sich aber auch brüchige Bereiche.

Wer einen entspannten Klettertag mit Routen um den 6. Grad verleben möchte oder auch nur wenig Zeit mitbringt und diese nicht durch lange Zustiege verschwenden möchte, der findet am Engelmannsfels was er sucht.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Der erste Teil des Normalwegs ist komplett frei von Ringen. Kurz vorm letzten Steilaufschwung steckt ein Ring. Alle anderen Routen sind unterschiedlich gut mit fixen Zwischensicherungen bestückt. Mobile Geräte sind überall notwendig.

 

Routenvorschläge

Normalweg (1): Im Kletterfüher steht: Trotz massig geschlagener Griffe eine seltene Kombination aus leicht und schön. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Ein wahres Highlight für gestandene Kletterer ist er nicht, aber es ist ganz nett diesen Normalweg einmal zu klettern. Die südwestlich ausgerichtete Kante bietet die ein oder andere schöne Kletterstelle, dazwischen ist auch mal Kraxeln und Gehgelände angesagt. Achtung: der im Topo eingezeichnete Abseilring direkt am Gipfelkreuz konnte von uns, zumindest nicht am eingezeichneten Platz aufgefunden werden. Wer nicht das Gipfelkreuz als Fixpunkt zum Abseilen nutzen möchte, ist daher gezwungen das letzte Steilstück wieder abzuklettern und am letzten Ring über die Südostwand abzuseilen.

Kleine Ostwand (6): Eigentlich sehr schöne, abwechslungsreiche Route, die über Rissspuren, Reibungsplatte, Verschneidung und oben einen kleinen Überhang verfügt. Leider ist das Gestein an mehreren Stellen bedenklich brüchig. Dadurch hält sich auch das Vertrauen in die zusätzlich zu den 3 vorhandenen Ringen nötigen mobilen Zwischensicherungen in Grenzen. Solide Kletterer des 6. Grades, die mit unsolidem Gestein umgehen können sollten mal einsteigen. Für alle anderen eher mit Vorsicht zu genießen.

 

Bilder

 

  • Engelmannsfels - Die Südwestkante über die der Normalweg (1) führt
  • Engelmannsfels - Normalweg (1)
  • Engelmannsfels - Blick in die Südostwand - zentral im Bild der Routenverlauf der Kleinen Ostwand (6)

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

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