background
logotype
  • Kumbtfels (Pfalz) (DE)
  • Heegerturm (Pfalz) (DE)
  • Nonnenfels (Pfalz) (DE)
  • Eppenberg (Aargau) (CH)
  • Albtal bei Albbruck (Schwarzwald) (DE)
  • Brauneck (Bayern) (DE)
  • Nouveau Gueberschwihr (Elsass) (FR)
  • Betongwand (Kochel) (Bayern) (DE)
  • Tannholzwand im Schlüchttal (Schwarzwald) (DE)
  • Arcegno (CH)
  • Bruchweiler Geierstein (Pfalz) (DE)
  • St. Triphon (Vaud) (CH)


Stephanstürme (Pfalz) (DE)

  • Stephanstürme - Blick von Norden in die Scharte zwischen Großem und Kleinem Stepansturm mit dem Nordkamin (3+/E1)
Hat man auf dem 30 minütigen Zustiegsweg den Trubel, der an manch sonnigem Wochenende am unterwegs liegenden Paddelweiher herrscht, hinter sich gelassen, gelangt man ins stille, beschauliche Queichtal über dem die beiden Stephanstürme thronen. Diese beiden, über 50 m hohen Felsformationen bieten in ihren Nord- und Südwänden etwas mehr als 15 Kletterrouten. 4 davon liegen im 2. und 3. UIAA Grad. Zu empfehlen sind vor allem der Westgrat (3) auf den Großen Stephansturm sowie die beiden Normalwege (2). Neben einzelnen Routen im 5. bzw. 6. Grad und einer 8+, bewegt sich der große Rest im 7. Grad. Wer mit dieser Schwierigkeitsverteilung etwas anfangen kann, vor allem aber wer sonnenbeschienene, schöne Normalwege klettern möchte, der sollte unbedingt den Weg ins Queichtal auf sich nehmen.

Die Stephanstürme, an denen meistens nicht viel los ist, laden nicht zuletzt auch zum Verweilen auf ihrer sonnigen Südterasse ein. Von dieser starten auch die nominell einfacheren Wege. Auf der höheren, steileren Nordseite sind vor allem die Routen im 7. Grad zu finden. Nicht verschweigen sollte man allerdings, dass die Felsqualtität nicht überall perfekt ist. Es finden sich auch etwas brüchige Stellen, die aber insgesamt dem Kletterspaß nicht im Wege stehen. Die Wandstruktur ist geprägt von quer verlaufenden Bändern, mal etwas breiter, mal nur ganz schmal. Risse, Verschneidungen und Kamine finden sich auch, spielen in den meisten Routen aber keine Rolle. Die einfachsten Wege orientieren sich am Verlauf der Kanten. In den schwereren Routen bewegt man sich häufig in Wandkletterei durch den Fels.

Gestein

Sandstein 

Absicherung

In den einfachen Wegen stecken keine bis ganz wenige Ringe. Hier ist also Eigeninitiative bei der Absicherung gefragt. Die Routen in den höheren Graden sind mit mehr Ringen bestückt. Ganz ohne mobile Sicherungsgeräte sollte man aber nicht anrücken.

Routenvorschläge

Westgrat (3): Startet in der Scharte zwischen Großem und Kleinem Stephansturm in die man über das südseitige, breite Band bequem einqueren kann. Geboten ist hier wunderschöne, klassische Kletterei in leider nicht überall festem Fels. Fürchten muss man sich aber nirgendwo, sofern man mit mobilen Sicherungen umgehen kann und die beiden vorhandenen Ringe hier und da ergänzt. Der Routenverlauf bleibt stets auf der südlichen Seite des Westgrats.

Großer Turm Normalweg (2): Schwer ist er wahrlich nicht, der einfachste Weg auf den Großen Stephansturm. Aber schön! Den ersten Steilaufschwung kann man wahlweise direkt an der Kante oder weiter links erklettern und dann zurück queren, er bietet überall gutgriffiges Gelände. Hat man diesen hinter sich gebracht bieten sich zwei Möglichkeiten: Entweder man quert dem originalen Routenverlauf folgend in die Nordseite und spaziert das breite, aber ausgesetzte Band (bei unsicheren Nachsteigern die Zwischensicherungen nicht vergessen!) bis kurz unterhalb des Gipfels oder man folgt weiter dem Gratverlauf über den kurzen Abschlussüberhang zum Gipfel. Letztere Variante wäre 4+/E1, wobei von uns im Überhang keine Griffe gefunden wurden, die diese recht leicht erscheinende Bewertung rechtfertigen.

Für Alle (6-): Sehr schöne, gut abgesicherte, südseitige Wandkletterei die durch stellenweise brüchige Passagen führt. Der im Topo erwähnte, diesbezügliche Hinweis scheint aber etwas übertrieben. Hier und da wackelt zwar ein Stück Fels, bei umsichtigem Steigen finden sich aber immer gute, fest Griffe. Die Absicherung mit 5 Ringen ist vollkommen ausreichend, sodass keine mobilen Zwischensicherungen nötig sind. Ob man auf dem Weg zum ersten, recht hoch steckenden Ring, der aber durch leichtes Gelände führt, dennoch etwas legt bleibt jedem selbst überlassen.

Bilder

 

  • Stephanstürme - Blick auf den Ostgrat des Großen Stephansturms mit dem Normalweg auf den Großen Turm (2)
  • Stephanstürme - Gipfelimpressionen vom Großen Stephansturm
  • Stephanstürme - Westgrat (3)
  • Stephanstürme - Westgrat (3)
  • Stephanstürme - Für Alle (6-)
  • Stephanstürme - Großer Turm Normalweg (2)
  • Stephanstürme - Großer Turm Normalweg (2)
  • Stephanstürme - Blick von Norden in die Scharte zwischen Großem und Kleinem Stepansturm mit dem Nordkamin (3+/E1)

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

2020  © magnesiumcarbon.at - Das Freikletterportal
Impressum