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Glasfelsen (Pfalz) (DE)

  • Glasfelsen - links Schlemmerturm, rechts der Neyturm - dazwischen die Scharte mit Theo-, Fritz- und Ottoriss
Zusammen mit Kumbtfels und Rappenfels bilden die Glasfelsen die drei Klettermöglichkeiten im schön gelegenen Glastal nordöstlich von Erfweiler. Da sie jeweils nur einen kurzen Spaziergang voneinander entfernt liegen, können sie sehr gut alle drei an einem Tag miteinander kombiniert werden. Wünscht man sich ein tagesfüllendes Programm, macht dies auch Sinn. Denn alle drei Felsen sind einen Besuch wert, sie bieten zwar keine sehr große Routenauswahl, dafür aber jeder für sich ein paar sehr schöne Routen.

Die Glasfelsen werden vom talseitigen, schlanken Schlemmerturm und dem höheren und massigeren Neyturm gebildet. Benannt sind beide übrigens nach ihrem Erstbegeher.

 

Klettern kann man an den beiden Türmen 16 Routen bis max. 46m Wandhöhe. Viele Routen sind allerdings kürzer bzw. lassen sich zu Mehrseillängen zusmmensetzen.

Etwa ein Drittel der Wege, nämlich die kurz nach der Jahrhundertwende erstbegangenen, siedeln im 3. und 4. Grad an. Diese sind häufig charakterisiert durch Riss- und Kantenkletterei.

Im krassen Gegensatz dazu findet man am Schlemmerturm drei Routen im 9. Schwierigkeitsgrad, zwei davon erst nach der nächsten Jahrhundertwende erschlossen.

Alles was dazwischen liegt wurde zwischen 1930 und 1993 erstbegangen: Sieben Routen im 6. bzw. 7. Grad.

Nahezu alle Touren sind südlich, vereinzelte auch westlich bzw. nördlich ausgerichtet. Das Gestein ist an den Glasfelsen eher weich, doch gut kletterbar. Nach längeren Regenfällen aber an manchen Stellen mit Vorsicht zu genießen. Abwarten bis der Fels komplett abgetrocknet ist!

Gestein

Sandstein

Absicherung

Pfalztypisch sind hier die klassischen Linien, die gut selbst absicherbaren Strukturen, wie z.B. Rissen folgen, kaum oder überhaupt nicht mit Haken bestückt. Je weiter man sich in höhere Grade und damit zusammenhängend weg von den Rissen und Verschneidungen in strukturlosere Wandkletterei begibt, umso mehr fixe Zwischensicherungen trifft man an.

Egal was man klettert, eine größere oder kleinere Auswahl an mobilen Sicherungsmitteln gehört in der Pfalz immer an den Gurt.

Routenvorschläge

Neyturm-Normalweg (4): Etwas merkwürdige, hier und da schwer vorauszusehende Linienführung, stellenweise brüchig-poröser Fels, aber schön! Zwischensicherungen großzügig verlängern um Seilzug zu minimieren.

Kleine Südwand (4): Schöne, lange Route, die im oberen Teil identisch ist mit dem Neyturm-Normalweg (4). Startet mit einem Quergang vom Waldhang über ein Band und folgt dann zunächst einer Verschneidung. Viele Schlingen zum Verlängern der weitestgehend selbst zu legenden Zwischensicherungen mitnehmen und besser frühzeitig Zwischenstand einlegen. Der letzte Ring steckt extrem ungünstig in einer engen, flachen Niesche, die als Standplatz wenig taugt.

Direkter Einstieg (6/E1): Wer in der kleinen Südwand noch ein paar Kletterhöhenmeter mehr machen will, der startet mit dem direkten Einstieg, der in schöner Kletterei durch eine strukturarme Verschneidung führt und mit einem Ring an der Schlüsselstelle ganz ok abgesichert ist. Trifft nach dem Einstiegsquergang der Kleinen Südwand auf die Originalroute.

Fritzriss (3): Nette, gemütliche und selbst abzusichernde Kletterei über einfache Rissstruktur. Endet in der Scharte zwischen Schlemmerturm und Neyturm.

Theoriss (4): Der schwerste der drei Risse, die südseitig in die Scharte zwischen Schlemmer- und Neyturm führen, folgt weitestgehend einem engen Kamin. Durchaus lohnende Klettermeter.

Schlemmerturm-Normalweg (3/E1): Startet nordseitig und führt über leichtes Gelände in die Scharte zwischen Schlemmerturm und Neyturm (hierhin z.B. auch über einen der 3 Risse von der Südseite). Von hier führt der Weg im Bereich der NO-Kante in einfacher, aber steiler und ausgesetzter Kletterei auf die schmale Gipfelnadel. Die Kletterei spielt sich oft an abschüssigen, runden Griffstrukturen ab.

 

Bilder

  • Glasfelsen - Blick von der Rappenwand auf die Glasfelsen
  • Glasfelsen - links Schlemmerturm, rechts der Neyturm - dazwischen die Scharte mit Theo-, Fritz- und Ottoriss
  • Glasfelsen - Südwand des Neyturms

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

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