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Rindsberg Westpfeiler (Pfalz) (DE)

  • Rindsberg Westpfeiler - links im Bild der Riss in der 1. SL des Bergwegs, im Bereich direkt rechts davon finden sich die langen Wandklettereien im oberen 6. und 7. Grad.
Die tatsächliche Größe des 50m hohen Pfeilers offenbart sich erst wenn man schon kurz davor steht. Vom Zustiegsweg aus bleibt er noch relativ lange im Wald versteckt. Dennoch ist der ebene Wandfußbereich frei von Bäumen. Durch den recht kurzen Zustieg von nur 5-10 min. über einen breiten, ebenen Waldweg, ist er auch ein beliebtes Familienziel. Gut besucht ist der südseitig ausgerichtete Fels vor allem an sonnigen Herbst- oder Frühlingstagen, im Sommer kann es sehr heiß werden. Auch wenn der flache, freie Bereich am Wandfuß die optimale Spielfläche für Kinder zu sein scheint, sollte man diese besser in einigem Abstand zur Wand spielen lassen, da es immer wieder zu Steinschlag kommt.

 

Die 21 Routen am Westpfeiler liegen fast alle im 6. und 7. UIAA Grad. Lediglich 2-3 Routen im 5., eine im 8. Grad.

Beherrschend sind die Kletterwege durch die zentrale, hohe, senkrechte Wand. Diese sind durchweg schön und bewegen sich im oberen 6. bis 7. Grad. Die Hakenabstände sind hier größtenteils nicht zu groß, man muss aber auch hier und da vom Ring wegklettern. Die Kletterwege führen teilweise durch wabendurchsetzte Wandpassagen, sind vor allem dort etwas unübersichtlich und ausdauernd, was der Kletterfreude aber nicht entgegensteht.

Einige der Routen führen bis zum Pfeilerkopf und müssen somit in zwei Seillängen geklettert werden. Über den Waldhang erreicht man ein westlich ausgerichtetes Band auf halber Wandhöhe, von wo aus kürzere Routen im 7. und 8. Grad starten. Ganz rechts am Wandfuß führen ein paar südöstlich ausgerichtete Routen in mal man mehr, mal weniger schwerer Reibunngskletterei zum Stand auf dem Vorbau.

Ein Besuch am Rindsberg Westpfeiler lässt sich gut kombinieren mit Ausflügen zu den nicht weit entfernt liegenden Weiherwänden bzw. Östlicher und Westlicher Kesselwand.

Gestein

Sandstein

Absicherung

Die Routen im zentralen Wandteil sind für Pfälzer Verhältnisse mit einer größeren Anzahl von Ringen ausgestattet. Da sie recht lang sind ergeben sich hier und da dennoch etwas weitere Hakenabstände. Bis auf wenige Ausnahmen jedoch ohne objektiv gefährliche Sturzstrecken. Außerdem kann die ein oder andere Stelle mit mobilen Sicherungsmitteln entschärft werden.

Daneben sind ein paar wenige cleane bzw. weitgehend selbst abzusichernde Seillängen vorhanden.

Routenvorschläge

Pfeilerweg (5-/E1): Zwei sehr schöne Seillängen. Die erste führt über ein Riss-Rampen-System in nicht immer ganz solidem Fels, aber in schöner Kletterei zum Stand auf dem Vorbau. Die zweite in etwas einfacherer, geneigter Reibungskletterei zum Gipfel. 3 Ringe vorhanden, der Rest ist mit Keilen/Friends abzusichern. Sollte man sich nicht entgehen lassen!

Rechter Bogenriss (6­­­+): Die Rissverschneidung zieht nach oben hin in einem Bogen immer weiter nach links, sodass man piazend im Riss startet, diesen oben als Untergriff nutzt und mit den Füßen auf Reibung antritt. Sehr schön! 1 Ring und jede Menge Möglichkeiten Friends unterzubringen.

Bergweg (6): Vor allem die erste Seillänge ist wunderschön: Ein komplett cleaner Riss im 5. Grad, der hier und da über etwas abdrängende Stellen führt. Hand- und Faustklemmer inklusive. Die Füße stehen oft links oder rechts des Risses gut auf Reibung oder Tritten. Großartig!

Langer Eugen (6+): Lange, sehr schöne, ausdauernde Wandkletterei, die in den Wabenpassagen manchmal etwas unübersichtlich ist. Onsight daher schwierig!

Bettzipfelneid (6+): Ähnlich wie Langer Eugen. Wird oben steil und lang, aber die Griffe sind immer gut.

Dying Akku (7-): Pumpende, senkrechte Wandkletterei an Löchern und Leisten. An der Schlüsselstelle ist der Name der Route Programm.

Direkt zum Vorbau (5): Schöne, mit 3 Ringen versehene und zusätzlich gut abzusichernde Route entlang einer Rissverschneidung mit schöner Piazsequenz. Oben nette Reibungskletterei. Endet auf dem Vorbau und ist gut mit der 2. Seillänge des Pfeilerwegs kombinierbar.

Rechts von Pay for Play befindet sich eine neue, im aktuellen Topo nicht verzeichnete Route (etwa 6+): Einstieg etwa 5m recht des zugewachsenen Vorbaurisses. Auf den ersten Blick wenig ansprechende Wandpartie. Die Kletterei ist aber trotz einiger Flechten und etwas Moos überraschend schön und bietet interessante, abwechslungsreiche Züge. Häufig diffizile Reibungskletterei und wacklige Aufrichter an schlechten Griffen und Tritten. Muss noch ein wenig abgeklettert werden und wird sicher mit jeder Begehung besser.

Bilder

  • Rindsberg Westpfeiler - links im Bild der Riss in der 1. SL des Bergwegs, im Bereich direkt rechts davon finden sich die langen Wandklettereien im oberen 6. und 7. Grad.
  • Rindsberg Westpfeiler - die erste Seillänge des schönen Pfeilerwegs (5-/E1)
  • Rindsberg Westpfeiler - geneigte Kletterei an wunderschönen, runden Griffstrukturen in der zweiten Seillänge des Pfeilerwegs (5-/E1)
  • Rindsberg Westpfeiler - Vorsteiger in der zweiten Seillänge des Pfeilerwegs (5-/E1)

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

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