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Mittlere Deichenwand (Pfalz) (DE)

  • Mittlere Deichenwand - Unterer Sektor - Rechter Teil des linken Pfeilers - links in der Verschneidung der Doppelriss (3+), rechts die Bogenrampe (3-)
Wer auf der Suche nach großen, klassischen Pfalzklettereien ist, der ist an der Mittleren Deichenwand sicher fehl am Platz. Wer hingegen dem Trubel, der an vielen beliebten und stark frequentierten Felsen herrscht, aus dem Weg gehen will und einfach einen schönen, ruhigen Klettertag verleben möchte, dem bietet die Mittlere Deichenwand einige Möglichkeiten:

Die insgesamt 33 Routen bzw. Varianten sind zwar meist nicht länger als 9-18m (die Ausnahme bilden zwei etwa 40m lange Quergänge), dafür ist die Routenauswahl vor allem für Einsteiger in die Pfälzer Kletterei, Genießer und Familien geradezu perfekt. Der Wandfußbereich bietet in vielen Bereichen allerdings wenig Platz und keine Spielmöglichkeiten für kleinere Kinder. Lediglich die Routen ganz unten am linken Pfeiler starten direkt vom breiten Waldweg. Neben recht einfachen, selbst abzusichernden Rissen, Rampen und Verschneidungen im 3. und 4. UIAA Grad, in denen das Legen mobiler Sicherungsmittel gut geübt werden kann, sind vor allem eine größere Anzahl an Routen im 5. und 6. Grad vertreten. In den letztgenannten steckt der ein oder andere Haken, sodass hier auch Gebietsneulinge klettern können ohne sich zu sehr zu fürchten. Allerdings findet man kaum Ringabstände wie in Südfrankreich.

 

Neben den einfachen Rissen, Rampen und Verschneidungen, spielt sich die restliche Kletterei hauptsächlich auf Reibungsplatten bzw. in senkrechten Passagen ab. Lediglich die wenigen schweren Routen im 7. und 8. Grad durchziehen mal ein Dach. Die Einstiege der Routen im oberen Sektor sind geprägt von einer senkrecht-bauchigen, strukturarmen Felsstufe. Darüber dann ebenfalls strukturarme Reibungsplatten.

Der Zustieg ab dem Parkplatz an der Falkenburghalle in Wilgartswiesen ist mit ca. 10 min. nicht zu lang und durch die südwestliche Ausrichtung liegen viele Routen ab mittags in der Sonne.

Gestein

Sandstein

Absicherung

Wie oben im Text bereits erwähnt, sind recht einfache, cleane Risse und Verschneidungen vorhanden, die es ermöglichen das Üben mit mobilen Sicherungsmitteln stressfrei zu gestalten. In den Routen ab dem 5./6. Grad aufwärts sind dann zunehmend mehr Haken vorhanden. Dennoch ist auch hier der ein oder andere Friend oder Keil nicht fehl am Platz.

Routenvorschläge

Linker Kesselriss (3+): Der Einstiegsboulder ist für 3+ kein Zuckerschlecken und nur mit ganz großem Gerät vernünftig abzusichern. Der Rest des kurzen, cleanen Riss-Rampen-Systems ist aber netter, gut absicherbarer Genuss.

Mittlerer Kesselriss (4­­+): Kurze, komplett selbst abzusichernde, rechtwinklige Rissverschneidung. Abseilring vorhanden. Ganz nett, kann man mal machen - aber kein Muss.

Rechter Kesselriss (3): Der leichteste, der drei kurzen Übungsrouten. Der Fels wirkt hier und da ein wenig brüchig, die Kletterei geht aber insgesamt in Ordnung und man kann viel mobiles Material unterbringen.

Gemeinschaftsweg (6+): Zum ersten Ring hin anspruchsvolle, aber sehr schöne Kletterei an zwei aufeinanderfolgenden Fingerrissen (Keile!). Im Mittelteil geht’s an kleinen Käntchen und Leisten über eine Reibungsplatte. Oben gut gesichert über einen leicht abdrängenden Bereich an super Henkeln schräg nach rechts  raus. Gesamturteil: schön, abwechslungsreich, klettern!

Große Rampe (4+): Eine Kreation von Hans Laub und entsprechend findet man hier eine schöne, logische Linie mit ansprechenden Kletterstellen. Die Rampe ist durchgängig mobil abzusichern. Im etwas kniffligen, strukturarmen Einstieg, der von seichten Rissen durchzogen ist, lassen sich nur schwer Keile unterbringen. Weiter oben in der nach rechts geneigten Rampe bieten sich dann bessere Möglichkeiten Friends unterzubringen. Insgesamt schon etwas anspruchsvoller und weniger anfängerfreundlich, aber sehr schön.

Kleiner Peter (5+): Startet einige Meter links der Großen Rampe in eine von Rissen und Blöcken geprägte Verschneidung und quert am abgesägten Baumstumpf zunächst henklig nach rechts um die Ecke in die senkrechte Wand (Ring). Hier gehts nach oben hin an zunhemend runderen Griffstrukturen weiter über zwei weitere Ringe zum Absatz. Schlüsselpassage kurz vorm 3. Ring. Schöne Kletterei.

Kleine Rampe (3): Ganz links im oberen Sektor führt diese nette Spielerei im Reibungsgelände hoch. Die drei Ringe stecken in akzeptablen Abständen. Der Einstieg kann mit einem Friend entschärft werden.

Doppelriss (3+): Auch hier: perfektes Übungsgelände für Neulinge im Rissklettern und Mobilen Absichern. Im namensgebenden Doppelriss kann jeder der mag Handklemmen üben und dabei viele bunte Friends legen.

Bogenrampe (3-): Wer im Doppelriss noch nicht genug geübt hat steigt gleich noch rechts daneben in die Bogenrampe ein. In den Riss der Verschneidung passen die Friends auch ganz gut.

ZET direkt (5+): Nette Route, die zunächst einfach startet und oben in kleingriffig-diffiziler Kieselkletterei über eine Platte führt.

Bilder

  • Mittlere Deichenwand - Blick auf den oberen Sektor
  • Mittlere Deichenwand - Linker Kesselriss (3+)
  • Mittlere Deichenwand - Mittlerer Kesselriss (4+)
  • Mittlere Deichenwand - Blick auf den unteren Fingerriss im Gemeinschaftsweg (6+)
  • Mittlere Deichenwand - Blick auf den oberen Teil des Gemeinschaftswegs (6+) - ganz inks ist der obere Fingerriss zu erkennen, von dort geht es nach rechts über die Reibungsplatte und weiter querend über den steiler werdenden Wandbereich abdrängend an guten Henkeln zum Ausstieg
  • Mittlere Deischenwand - Unterer Sektor - Linker Teil des linken Pfeilers
  • Mittlere Deichenwand - Unterer Sektor - Rechter Teil des linken Pfeilers - links in der Verschneidung der Doppelriss (3+), rechts die Bogenrampe (3-)
  • Mittlere Deichenwand - Unterer Sektor - Rechter Pfeiler - rechts gut zu erkennen die schräg nach rechts ziehende Große Rampe (4+)
  • Mittlere Deichenwand - Rechter Kesselriss (3)
  • Mittlere Deichenwand - Große Rampe (4+)
  • Mittlere Deichenwand - Doppelriss (3+)

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013. (Achtung: Dieser Fels ist in älteren Auflagen nicht enthalten!)

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