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Schönauer Hirtsfelsen (Pfalz) (DE)

  • Schönauer Hirtsfels - Start in die dritte Seillänge der Alten Route (5-)
Der Schönauer Hirtsfels ist ein recht selten besuchter Klettergipfel, obwohl er mit seiner 55m hohen Talseite eine mächtige Erscheinung ist. Möglicherweise liegt das daran, dass man etwa 25 Minuten Zustiegszeit in Kauf nehmen muss, sofern man wie im Kletterführer angeraten in Hirschtal parkt, oder daran, dass es „nur“ 13 Routen gibt, von denen einige aufgrund der seltenen Begehungen ziemlich dreckig, flechten- oder moosbefallen sind. Mit der schönen Lage des Massivs und dem tollen Ausblick auf die direkt hinter der nahen Grenze, in Frankreich liegende, Burg Fleckenstein können die spärlichen Besucherzahlen jedenfalls nicht begründet werden.

 

Hat man sich zu einem Besuch am Hirtsfels entschlossen erwarten einen hauptsächlich östlich ausgerichtete Routen bzw. Varianten, zehn an der Zahl. Diese verteilen sich recht gleichmäßig auf den 5., 6. und 7. UIAA Grad. Mit „Die Stimme der Vernunft ist leise“ (8-/E1/E2) gibt es einen Ausreißer nach oben. In der West- und Südwand stehen dann noch einmal 3 weitere Kletterwege im 6. bzw. 7. Grad zur Auswahl.

 

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Die Hakendichte ist wie in der Pfalz üblich auch am Schönauer Hirtsfels eher spärlich, was aber nicht bedeutet, dass die Routen nicht kletterbar sind. Mit mobilen Sicherungsmitteln können viele Wege ganz passabel abgesichert werden. Sie sind daher unverzichtbar. In einigen Routen besteht allerdings selbst mit Keilen, Friends und Schlingen ein erhöhtes Risiko, da sie nur sehr schwer vernünftig abzusichern sind.

 

Routenvorschläge

  • Alte Route (5-): Eigentlich wunderschöne und lohnende Route. Einziges und leider kaum zu übersehendes Manko: Die Kletterroute hat aufgrund der sehr seltenen Begehungen viele botanische Einlagen. Der Einstiegsquergang ist von Moos überwuchert, daher schmierig und rutschig. Weiter oben ist der Fels flächendeckend mit einer dicken Flechtenschicht bedeckt. Darüber hinaus ist der Fels an der ein oder anderen Stelle brüchig. Über letzteres könnte man aber hinwegsehen, wenn zumindest der Routenverlauf gesäubert wäre. Denn, es sei noch einmal erwähnt, die Kletterei ist trotz allen Einschränkungen sehr schön. Also, fühlt Euch aufgerufen: Stahlbürste mitnehmen und viele wunderbare Klettermeter genießen! Neben den 6 Ringen sind zusätzlich Friends und Keile, sowie Bandschlingen zum Verlängern der Zwischensicherungen notwendig. Die Tour ist lang und muss aufgrund der Wegführung (Quergänge und Aufschwünge, die um Kanten herum führen) zwingend in mehreren Seillängen geklettert werden. 1. Stand am ersten Ring direkt nach dem Einstiegsquergang, 2. Stand nach dem kurzen Aufschwung am zweiten Ring, 3. Stand am Gipfelbuch, von dort wenige Meter zum Gipfel aussteigen. Der Abstieg ist zu Fuß ganz am anderen Ende des Massivs möglich oder über den Direkten Ostriss abseilen.
  • Direkter Ostriss (6): Der Kletterführer gibt dieser Route drei Sterne, die Höchstwertung. Einen davon sollte man abziehen, da die Route durch ihre unregelmäßigen Begehungen etwas dreckig und schmierig sein kann. Dennoch ist die Kletterei schön, aber auch anspruchsvoll. Der einzige, vorhandene Ring steckt in der oberen Hälfte der Route, was einiges an mobilem Material notwendig macht. Die Kletterei ist im Einstiegsbereich, gekennzeichnet von eine engen, spitzwinckligen Verschneidung, die wenig Bewegungsspielraum zulässt und in der man sich fast wie in einem Körperriss fühlt. Im Mittelteil führt man einen kraftraubenden Kampf an schwer zu haltenden Griffen und oben wartet ein überhängender Ausstieg, der allerdings wieder gute Griffe hat. Insgesamt: Durchaus empfehlenswert!

 

Bilder 

  • Schönauer Hirtsfels - Der botanische Einstiegsquergang in die Alte Route (5-)
  • Schönauer Hirtsfels - Alte Route (5-). Am ersten Standplatz nach dem Einstiegsquergang.
  • Schönauer Hirtsfels - In der zweiten Seillänge der Alten Route (5-)
  • Schönauer Hirtsfels - Start in die dritte Seillänge der Alten Route (5-)
  • Schönauer Hirtsfels - Alte Route (5-). Dritte Seillänge.
  • Schönauer Hirtsfels - Einstieg in den Direkten Ostriss (6)
  • Schönauer Hirtsfels - Direkter Ostriss (6) - Der Ausstieg führt durch den Dachriss

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 2. Auflage 2008.

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