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Spirkelbacher Rauhfels (Pfalz) (DE)

  • Am Spirkelbacher Rauhfels - Blick auf den vorgelagerten Otto-Wendel-Turm
Am Spirkelbacher Rauhfels können gut 30 südlich ausgerichtete und somit sonnige Routen bis max. 45m Länge, hauptsächlich im 5. bis 8. Grad geklettert werden. Zusätzlich finden sich auch in der Nordwand und am vorgelagerten Otto-Wendel-Turm eine Hand voll Routen. Laut Gipfelbuch halten sich die Begehungen in Grenzen, was verwunderlich ist, da es dort einige abwechslungsreiche Kletterwege zu ersteigen gibt. Neben wunderschön strukturierten und festen Wabenwänden, gibt es recht strukturlose, glatte Wandpassagen, durch welche die 8er und 9er Touren führen. Außerdem glänzt der Spirkelbacher Rauhfels mit klassischen Linien in denen Riss- und Verschneidungskletterer jubilieren werden.

 

Nicht unterschlagen werden kann allerdings die Tatsache, dass ein großer Teil der Routen einen selbst für Pfälzer Verhältnisse sehr ernsthaften Charakter haben und als schwer absicherbar gelten. Die angegebenen Schwierigkeitsgrade sind also obligatorisch und sicher zu klettern. Dennoch findet hier der gemäßigte Kletterer, der mit mobilen Sicherungsmitteln umzugehen weiß, die ein oder andere spannende Route.

Gestein

Sandstein

 

Absicherung

Nahezu alle Routen glänzen durch die Abwesenheit von oder sehr spärliche Bestückung mit Haken. Der versierte Umgang mit mobilen Sicherungsmitteln ist Voraussetzung für die Begehung.

 

Routenvorschläge

  • Großer Südwandriss (5/E1): 45m Gesamtlänge, 2 Ringe im Abstand von ca. 5 Höhenmetern, die 30m darunter sind herrliche Pfälzer Rissverschneidungskletterei, die 10m darüber sind Genuss pur. Alles verlängern. Stand am 2. Ring. Laut Gipfelbuch meistbegangene Route am Fels.
  • Hans-Wenger-Gedächtnisweg Variante mit Direktem Einstieg (6): Bissiger, aber gut abzusichernder Einstieg über eine Rissverschneidung bis zum 1. Ring. Kurzer Rechtsquergang zum nächsten Haken, dann leichter über das große Risssystem senkrecht aufsteigend zum 3. Ring kurz vor der prägnanten, glatten, engen Rissverschneidung (Schlüsselstelle). Über diese in anspruchsvoller Kletterei zum 4. Ring. Anschließend unterhalb des großen Daches nach links ausqueren (brüchig) und leicht zum Gipfel. Nach dem 3. Ring kann die Rissverschneidung auch links mit der Wandvariante (6-/E1) umgangen werden. Dazu klettert man die fixe Sanduhrschlinge an und steigt durch die abdrängende Wabenwand links haltend nach oben. Der vierte, aus dieser Variante nicht sichtbare Ring kann hierbei ausgelassen werden. Insgesamt eine sehr schöne, spannende Tour, in der zwischen den Ringen mobile Sicherungen Anwendung finden sollten.
  • Berglerweg (5+): Etwas abseits gelegener, daher nicht ganz so häufig begangener, aber schöner Weg. Startet einige Meter rechts hinter dem der Südwand vorgelagerten großen Block. Unten gehts auf dem Weg des geringsten Widerstandes etwas hin und her, bevor man über eine markante Rissverschneidung aussteigt. Mit zwei Ringen und mobilem Gerät gut abgesichert. Eine Begehung lohnt!
  • Nordriss (6-): Die Wege auf der Nordseite des Felsens hat man nicht so sehr auf dem Schirm. In diesem Fall zu unrecht. Der anspruchsvolle, lange Nordriss hält was der Name verpricht und wird Freunde klassischer Linien begeistern. Dabei bieten die 35m abwechslungsreiches Gelände. Unten hat man es mit einer für eine Nordseite perfekt sauberen Rissverschneidung in solidem Fels zu tun, die kräftiges, aber auch technisch sauberes Klemmen und Piazen fordert. Der etwas einfachere Mittelteil ist hier und da etwas sandig, was aber nicht stört. Im oberen Teil hat man es mit einem engen Kamin bzw. Körperriss zu tun. Die Ausstiegsmeter könnten etwas sauberer sein, sind aber gut kletterbar. Insgesamt ein Geheimtipp für Rissliebhaber! Der einzige Ring der Route steckt sehr weit oben. Zur halbwegs vernünftigen Absicherung der langen Route sollten also jede Menge Friends am Gurt hängen. Auch die ganz großen Dinger sind wichtig, und doppelte Größen schaden nicht.

 

Bilder

  • Am Spirkelbacher Rauhfels - Blick auf den vorgelagerten Otto-Wendel-Turm
  • Spirkelbacher Rauhfels - links unten starten der Hans-Wenger-Gedächtnisweg (6), der dem Rissverlauf folgt, rechts gut zu erkennen die Verschneidung des Großen Südwandrisses (5/E1)
  • Spirkelbacher Rauhfels - Nachsteiger in der wunderschönen Rissverschneidung des Großen Südwandrisses (5/E1)
  • Spirkelbacher Rauhfels - Hans-Wenger-Gedächtnisweg (6)
  • Spirkelbacher Rauhfels - Abseilen über die interessante Wabenwand, durch die zwei Routen führen: Eroika (7-/E2) und Abendweg (6+/E2/E3)
  • Spirkelbacher Rauhfels - Berglerweg (5+) - der Ausstieg führt oben durch den linken Riss
  • Spiekelbacher Rauhfels - Ausblick
  • Spirkelbacher Rauhfels - Berglerweg (5+) - am Beginn der Verschneidung
  • Spirkelbacher Rauhfels - Berglerweg (5+) - in der abdrängenden Verschneidung
  • Spirkelbacher Rauhfels - Berglerweg (5+) - Ausstieg
 

 

Kletterführer/Topo

Jens Richter, Sabine Tittel: Pfalz. Klettern im Buntsandstein des Pfälzer Felsenlandes. Panico Alpinverlag. 4. Auflage 2013.

Kommentare   

 
#4 Andreas 2013-08-23 09:52
Genau genommen ist es immernoch ein reines Autorengespräch ;-)
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#3 Jona 2013-08-23 08:26
Hey ihr Autoren,

bevor das hier ein reines Autorengespräch wird:
Ich freue mich auch auf auf gemeinsame Touren, wann auch immer, wo auch immer :)

Grüsse
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#2 Andreas 2013-08-23 07:57
Hallo Achim.
Vielen Dank! Und danke auch an den Co-Autor dieser Zeilen...
Ich freue mich auch auf weitere Touren in der Pfalz (oder anderswo).
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#1 Achim 2013-08-22 21:21
Hallo an den Verfasser dieser Zeilen.

Gut gemacht Andreas freue mich auf viele weitere Touren mit dir in der Pfalz

Gruß Achim
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