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  • Meteora (GR)
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  • Meteora (GR)
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  • Gross Bielenhorn Südostgrat (5c+/4c, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)


Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)

  • Die schwarzen Felsen - hier der Büjük Karatasch
Etwa 35 km südlich von Antalya mit dem Auto oder Bus von Kemer kommend sieht man schon von weitem die imposanten Felstürme von Karatasch (Karataslar) (dt. Schwarze Steine). Irgendwie schon fast unnatürlich stehen die abgerundeten Felsen in mitten der grünen Vegetation. Ein eimaliges aber sehr schönes Bild in dieser Gegend, türmen sich doch rechts und links die noch mit Schnee bedeckten Berggipfel des Tals auf. Auf geschotterten Strassen kann man bis fast vor die Füsse der bis zu 150 Meter hohen Türme fahren. Ziegen, freilaufende Hühner und Schafe lassen schnell merken - hier ist man weit ab von der erdrückenden Touristengegend, der Küste von Kemer an dem sich ein Hotel an das andere reiht. 

 

Je näher man sich den Felsen nähert, desto mehr könnten Zweifel aufkommen ob hier überhaupt richtig geklettert werden kann. Schon während des Zustiegs macht man Bekanntschaft mit dem hier herrschenden Verbundgestein das sich teilweise schon in der Hand auflöst. Auch die unzähligen Abbrüche am unmittelbaren Felsfuss, lassen auf relativ viel Steinschlag schließen. Kaum zu glauben, dass mittlerweile ca. 70 Wege auf die verschiedenen Gipfel der Türme führen. Wirklich schwere Routen sucht man hier allerdings vergebens. Die Kletterei, vor allem die langen Routen spielen sich in den unteren UIAA Graden ab und ähneln auch eher einer Mischung aus Ertasten, Klopfen und abschließendem Hochschleichen. Generell empfiehlt sich ein genaues Studium des Topos, da die Hacken von unten teilweise nur schwer zu erkennen sind. 

 

Gestein

Konglomerat bzw. Breccie (vulkanisch!?) keine genaueren Angaben. Die Anfrage des Erschließers, Helmut Paul an die Mittelmeeruniversität Antalya blieben wohl unbeantwortet.

 

Absicherung/Material

Wie oben schon angedeutet bewegt man sich hier in unglaublich brüchigem Gelände. Trotz der niedrigen Bewertungen der Routen sollte man die Türme nicht auf die leichte Schulter nehmen. Für Anfänger sind die Wege gänzlich ungeeignet. Die Hakenabstände können schnell mal auf 10-15 Meter kommen. Zusätzliche Absicherung mit mobilen Geräten ist nur bedingt, bis gar nicht möglich. Außerdem gilt hier strickte Helmpflicht. Nicht selten hat man den Griff, der von unten betrachtet noch einen super Eindruck gemacht hat, schlussendlich komplett in der Hand. Auf Grund der Länge die es abzuseilen gilt, empfiehlt sich der Einsatz eines Halb- bzw. Zwillingsseils. 

 

Kletterführer/Topo

Käuflich zu erwerben, und somit in gedruckter Form ist nach meinem Kenntnisstand derzeit kein Führer bzw. Topo in der man die Routen findet. Helmut Paul, der das Gebiet rund um die schwarzen Steine im Jahr 1998 entdeckt und erschlossen hat, beischreibt allerdings einige der Wege (wohl die lohnendsten?) in seinem Werk:

Ein ganz kleiner -noch einer!- Kletterführer. Karatas Türkye 

Online einzusehen hier.

 

Bilder

  • Die schwarzen Felsen - hier der Büjük Karatasch
  • Es sieht nicht nur so aus - es ist brüchig!
  • Blick ins Tal
  • Auf der Suche nach dem Einstieg
  • Büyük Karatas - Südseite
  • Der nächste Hacken ist schon in SIchtweite
  • Büyük Karatasch - Südostpfeiler

Kommentare   

 
#2 Jonny 2012-11-05 13:23
Hi Heiko,
danke für den Hinweis. Welche Route(n) habt ihr denn gemacht? Wie wahren denn eure Erfahrungen mit dem Fels?
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#1 Heiko 2012-11-05 13:06
Achtung!
Die Jugend der Umgebung hat schnell erkannt, dass bei den Kletterern auch mal was unten liegen bleibt... Ein leerer Rucksack und der alte Seilsack wurde triumphierend zu Tale getragen. Auf dem Gipfel hockend konnte man nur traurig nachschauen. Wenigstens die Reserve - Kletterschuhe standen noch am Einstieg. Alles Wichtige hatten wir im 2. Rucksack mit auf den Berg genommen. :sad:
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