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  • Buchstein Südwand (Südwandschmankerl) (6-) Bayerische Voralpen (DE)
  • Meteora (GR)
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  • Bergseeschijen Südgrat (4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Meteora (GR)
  • Motörhead (6a+) Grimselpass/Urner Alpen (CH)
  • Salbitschijen Südgrat (5c+/5b, A0) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Qualcuno Volò sul Nido del Cuculo (6a+) Placche di Paleria/Tessin (CH)
  • Hochschijen Südgrat (3b-4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
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  • Klein Bielenhorn Schildkrötengrat (4b, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Spilauer Stock Westgipfel Südwand (5c+, A0) Schächental/Urner Alpen (CH)
  • Gross Bielenhorn Südostgrat (5c+/4c, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)


Vajolettürme (Sockel des Ostturms) / Gandhi/Mosé Führe (IV) Rosengartengruppe / Südtirol (IT)

  • Vajolettürme - Sockel Ostturm - Ganghi/Mosé Führe (IV) - v.l.n.r. Nordgipfel der Rosengartenspitze, Punta Emma, hinten die schlanken Vajolettürme und ganz rechts der Ostturm der Vajolettürme
Eine relativ neue Route, die in einer Südostwand auf den Sockel des Ostturms der Vajolettürme führt. Eröffnet wurde sie 2008 vom Führerautor Mauro Bernardi. Durch die Ausrichtung der Wand bekommen die 6 abwechslungreichen und weitgehend genüsslichen Seillängen vor allem am Vormittag viel Sonne ab. Dass von den Vajolet-/Preusshütten nur 15 min. Zustieg einzukalkulieren sind, ist ein weiteres Argument, welches für eine Begehung spricht, wenn auch am Ende der Route kein Gipfel, sondern lediglich ein großes Geröllband wartet. Man steigt dort zunächst über Schrofen und Geröllfelder noch ein Stück auf und quert dann einige hundert Meter auf einem Pfad nach rechts. Unterwegs kommt an zwei kurzen, ausgesetzten Stellen vorbei, an denen man sich keinen Stolperer erlauben sollte. Insgesamt ist der Abstieg aber harmlos und führt nach einer Abfahrt durch ein Schotterfeld auf bequemem Weg zurück zur Hütte.

In den gut 200 Klettermetern wird der geneigte Kletterer mit gut strukturierten Platten und Aufschwüngen, Verschneidungen, Rampen und Rinnen verwöhnt. Es kommt also keine Langeweile auf. Auch deshalb nicht, weil man bezüglich Wegführung etwas aufpassen sollte. Vor allem im oberen Routenteil ist diese nicht immer eindeutig. Auch Zwischensicherungen, die einem bei der Wegfindung helfen könnten sind oft Mangelware. Wenn etwas fixes vorhanden ist, dann sind es oft Sanduhrschlingen. Auch die Standplätze müssen zum Teil selbst eingerichtet bzw. ergänzt werden. Mal steckt ein einzelner geschlagener Haken, mal sind es zwei bis drei, soliden Standplatzbau sollte man aber beherrschen. Wer diese Erfahrung mitbringt und dazu etwas Orientierungssinn, der wird hier entspannt und genüsslich klettern.

Der Fels wirkt vielerorten brüchig. Hier und da ist er das auch, insgesamt aber meist fester als es den Anschein hat. Dennoch sollte man vorsichtig klettern um keinen Steinschlag auszulösen, da auf Bändern und in den Ausstiegsschrofen viel loses Gestein herumliegt.

Der vierte Grad wird lediglich in der recht homogenen dritten Seillänge und an verschiedenen Einzelstellen erreicht. Das übrige Gelände ist meist einfacher, und immer wieder gespickt mit 3er Passagen.

Als Unterkunft bietet sich die bereits erwähnte, nahe gelegene und komfortable Vajolethütte an, die von Pera die Fassa aus zunächst mit Shuttlebus bis zur Gardecciahütte und ab dort in einer knappen Stunde zu Fuß erreicht wird.

Pera di Fassa (Talort): 1326m / Gardecciahütte: 1950m / Vajolet-/Preusshütte: 2243m / Sockel des Ostturms: 2550m

 

Gestein

Dolomit

 

Absicherung/Material

Zwischensicherungen sind spärlich vorhanden, meist in Form von gefädelten Sanduhrschlingen. Die Standplätze sind mit geschlagenen Haken, teilweise nur mit einzelnen, ausgestattet oder befinden sich an Sanduhren oder einem Köpfle.

Umfassendes mobiles Material als Ergänzung sowie ein Auswahl von Schlingen, sind neben der üblichen alpinen Ausrüstung notwendig.

 

Bilder

  • Vajolettürme - Sockel Ostturm - Ganghi/Mosé Führe (IV) - v.l.n.r. Nordgipfel der Rosengartenspitze, Punta Emma, hinten die schlanken Vajolettürme und ganz rechts der Ostturm der Vajolettürme
  • Vajolettürme - Sockel Ostturm - Ganghi/Mosé Führe (IV) - rechts im Bild der Ostturm der Vajolettürme - gut zu erkennen ist der südostseitige Vorbau durch den die Route führt und das darüber liegenden Schuttband an dem sie endet
  • Vajolettürme - Sockel Ostturm - Ganghi/Mosé Führe (IV) - Blick in die erste Seillänge mit gut strukturiertem, festem Fels
  • Vajolettürme - Sockel Ostturm - Ganghi/Mosé Führe (IV) - die ersten Klettermeter
  • Vajolettürme - Sockel Ostturm - Ganghi/Mosé Führe (IV) - Start in die zweite Seillänge
  • Vajolettürme - Sockel Ostturm - Ganghi/Mosé Führe (IV) - zweite Seillänge
  • Vajolettürme - Sockel Ostturm - Ganghi/Mosé Führe (IV) - Ausblicke im Mittelteil der Route

 

 

Kletterführer/Topo

Mauro Bernardi: Klettern im Rosengarten und Umgebung – Die schönsten Routen in den Dolomiten. Athesia Verlag. 2009.

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