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  • Buchstein Südwand (Südwandschmankerl) (6-) Bayerische Voralpen (DE)
  • Meteora (GR)
  • Meteora (GR)
  • Bergseeschijen Südgrat (4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Meteora (GR)
  • Motörhead (6a+) Grimselpass/Urner Alpen (CH)
  • Salbitschijen Südgrat (5c+/5b, A0) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Qualcuno Volò sul Nido del Cuculo (6a+) Placche di Paleria/Tessin (CH)
  • Hochschijen Südgrat (3b-4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Le Strange Voglie di Amelie (5c) Sarche/Sarcatal (IT)
  • Klein Bielenhorn Schildkrötengrat (4b, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Spilauer Stock Westgipfel Südwand (5c+, A0) Schächental/Urner Alpen (CH)
  • Gross Bielenhorn Südostgrat (5c+/4c, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)


Rosengartenspitze (Nordgipfel) / Ampferer Führe (III+) Rosengartengruppe / Südtirol (IT)

  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - Nordgipfel Nordostwand - die Route führt durch den linken Teil der Wand
Direkt gegenüber der Vajolettürme ragt die vergleichsweise hohe Nordostwand der Rosengartenspitze auf. Letztere überragt mit ihren ca. 400 Metern die Türme deutlich. Durch ihren linken Teil führt die 1899 erstbegangene Ampferer Führe. Eine genüssliche, klettertechnisch einfache und schöne Route. In ihren 12 Seillängen, die sich auf etwa 480m Kletterstrecke verteilen, begegnet man klassischer, alpiner Kletterei in einfachem Gelände: geneigte Platten, Rinnen, Rampen und Schrofen, gelegentlich unterbrochen von Bändern und Absätzen. Das Ganze in nicht überall perfekt festem Gestein und nahezu frei von fixen Zwischensicherungen. Wegfindung, mobile Absicherung und komplett eigenständiger Standplatzbau gehören also zur Unternehmung dazu und werden für die meisten Seilschaften wohl die Hauptschwierigkeiten des Weges darstellen. Vom Nordgipfel sind dann nochmal 200m zum Hauptgipfel zurückzulegen. Hier bewegt man sich in einfachstem Grat- und Schrofengelände, welches weitestgehend frei geklettert bzw. gegangen werden sollte. Auf dem Weg zum Hauptgipfel passiert man auch den Abzweig zum Abstiegswegs, weshalb man den schönen Hauptgipfel auch auslassen kann wenn man möchte. Kurz vor diesem steilt sich noch einmal eine Platte auf, die besser gesichert erklettert wird. Vom Hauptgipfel mit seinem mächtigen Kreuz genießt man die Aussicht in die umliegenden Gebirgsgruppen, man kann z.B. die Marmolada und die Sellagruppe ausmachen. Der Abstieg erfolgt zunächst über den Verbindungsgrat zwischen Nord- und Haupgipfel. Je nach dem ob man vom Haupt- oder Nordgipfel kommt wechselt man 100m vor oder nach der Normalwegscharte durch eine weitere, unauffälligere Scharte von der Ost- auf die Westseite des Grates und gelangt dort über ein kurzes, ausgesetztes Band zu einem Abseilhaken. Hier mind. 1x15m abseilen (auch mehrmals möglich) und anschließend über eine Rampe bis zur Aufstiegsrinne des Normalweges abklettern (I-II). In der Rinne 2x20m bis zum Fuß der Westwand abseilen. Von dort in ca. 30-40 min. über den Santnerpass und die Gartlhütte zurück zum Ausgangspunkt.

Als Stützpunkt bietet sich die Gartlhütte (italienisch: Rifugio Re Alberto) an. Von dort erreicht man den Einstieg der Ampferer Führe, einige Meter absteigend in etwa 15 Minuten. Die Gartlhütte erreicht man am besten von Pera di Fassa (Ortststeil von Pozza di Fassa) aus. Von hier fährt halbstündlich ein Shuttlebus zur Gardecciahütte. Ab hier geht es ca. 2h zu Fuß weiter, zunächst auf einem guten Fahrweg bis zur Vajolet-/Preusshütte, anschließend steiler auf z.T. drahtseilversichertem Weg zur Gartlhütte.

Pera di Fassa: 1326m / Gardecciahütte: 1950m / Vajolet-/Preusshütte: 2243m / Gartlhütte: 2621m / Nordgipfel: 2919m / Hauptgipfel: 2981m

 

Gestein

Dolomit

 

Absicherung/Material

Die Absicherung inkl. aller Standplätze erfolgt eigenständig und mobil. Als Standplätze sind oft Zacken, Köpfle oder Sanduhren vorhanden. Gelegentlich muss aber auch ein Stand mithilfe von Friends und Keilen gebaut werden.

Neben der üblichen alpinen Ausrüstung inkl. diverser Schlingen und mobiler Sicherungsgeräte ist gutes Schuhwerk für Zu- und Abstieg wichtig.

 

Bilder

  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - Nordgipfel Nordostwand - die Route führt durch den linken Teil der Wand
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - Nordgipfel Nordostwand - die Route führt durch den linken Teil der Wand
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - die mächtige Ostwand mit den drei Gipfeln - Süd-, Haupt- und Nordgipfel (v.l.n.r.)
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - im unteren Teil der Route
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - im mittleren Routenabschnitt
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - im oberen Teil der Route
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - in der Rinne der 10. Seillänge
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - in der 11. Seillänge
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - Am Gipfelgrat des Nordgipfels
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - im Gipfelbereich der Rosengartenspitze - links gut zu erkennen die mächtige Schaufel des Hauptgipfels
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - Blick vom Nordgipfel zum Hauptgipfel
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - Blick vom Nordgipfel Richtung Sellagruppe und Marmolada
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - Gipfelpanorama am Hauptgipfel
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - der Abstieg führt vom linken oberen Bildrand zuerst abseilend, dann über das deutlich weniger steile Gelände nach rechts absteigend in die Rinne des Normalwegs
  • Rosengartenspitze - Ampferer Führe (III+) - im Abstieg kurz vor der Rinne des Normalwegs

 

 

Kletterführer/Topo

Mauro Bernardi: Klettern im Rosengarten und Umgebung – Die schönsten Routen in den Dolomiten. Athesia Verlag. 2009.

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