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  • Buchstein Südwand (Südwandschmankerl) (6-) Bayerische Voralpen (DE)
  • Meteora (GR)
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  • Bergseeschijen Südgrat (4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Meteora (GR)
  • Motörhead (6a+) Grimselpass/Urner Alpen (CH)
  • Salbitschijen Südgrat (5c+/5b, A0) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Qualcuno Volò sul Nido del Cuculo (6a+) Placche di Paleria/Tessin (CH)
  • Hochschijen Südgrat (3b-4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Le Strange Voglie di Amelie (5c) Sarche/Sarcatal (IT)
  • Klein Bielenhorn Schildkrötengrat (4b, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Spilauer Stock Westgipfel Südwand (5c+, A0) Schächental/Urner Alpen (CH)
  • Gross Bielenhorn Südostgrat (5c+/4c, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)


Sas Pordoi / Maria Führe (IV+) Passo Pordoi / Sellagruppe / Südtirol (IT)

  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - links der Südpfeiler über den die Route führt
Anno 1932 war es, als der berühmt-berüchtigte Giovanni Battista – genannt 'Tita' – Piaz, der Teufel der Dolomiten, den Südpfeiler des knapp 3000m hohen Sas Pordoi über die hier vorgestellte Route bestieg. Damals gab es noch keine Gondelbahn. In deren Schatten führen die genussreichen 10 Seillängen mit 370m Kletterstrecke heute zum weitläufigen Hochplateau des Gipfels, von dem man eine großartige Aussicht über das gesamte Sellamassiv, sowie die Langkofelgruppe und Marmolada hat.

Die Kletterei bleibt bis auf die letzten Meter durchgängig homogen im 4. UIAA Grad und ist für diese Schwierigkeit stellenweise außerordentlich steil. Der Fels ist überall griffig und bis auf wenige kurze Passagen solide. Im unteren Bereich klettert man im Bereich einer großen Rinne, bewegt sich aber stets links von dieser in der Wand. Nach einer Scharte folgen die beiden steilsten Seillängen, ein schräg ansteigender Quergang, der bereits das ein oder andere Steilstück bereithält, und in der anschließenden Seillänge längere senkrechte Passagen schönster Wandkletterei. In den letzten drei Seillängen, die sich die Route mit der Gross Führe teilt, geht es dann deutlich einfacher weiter, bevor man direkt über das Geländer der Seilbahnstation aussteigt. Spätestens hier hat man das Publikum hautnah, in der Route selbst schwebte dieses nur gelegentlich in der Gondel vorbei.

Für den Zustieg gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man steigt vom Pordoijoch in ca. 1h zu Fuß zum Einstieg auf, oder man fährt per Gondel zum Gipfel und steigt von dort über die Pordoischarte zum Einstieg ab, was nur wenig kürzer dauert. Für den Abstieg gibt es ebenfalls diese beiden Alternativen: entweder komplett zu Fuß oder bequem per Gondel runterfahren.

Die Maria Führe ist gut erreichbar, nicht allzu lang und schwer, sowie durch die Möglichkeit per Seilbahn vom belebten Gipfelplateau abzusteigen weniger ernsthaft als vergleichbare, abgelegenere Routen in der Umgebung. Sie bietet dennoch schöne Kletterei und eignet sich daher sehr gut um sich an die Gegebenheiten in den Dolomiten heranzutasten. In der Route selbst, die spätestens nach dem Quergang der sechsten Seillänge nur noch bedingte Rückzugsmöglichkeiten bietet, ist man allerdings auf sich alleine gestellt.

Parkplatz Pordoipass: 2239m / Einstieg: ca. 2650m / Gipfel: 2950m

 

 

Gestein

Dolomit

 

 

Absicherung/Material

Zur Absicherung sollten neben Halbseil und üblicher alpiner Kletterausrüstung ein Satz Keile und Friends dabei sein. Außerdem diverse Bandschlingen. Die Standplätze sind mit zementierten Ringen bestückt. Als Zwischensicherungen stecken Normalhaken in meist großen Abständen (max. 3-4 pro Seillänge). Helm und Schuhe für den Abstieg sind obligatorisch.

 

 

Bilder

 

  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - links der Südpfeiler über den die Route führt
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - der Südpfeiler in Nahaufnahme - der Routeneinstieg liegt am unteren Ende der gut erkennbaren Schlucht. Zunächst führt der Weg entlang des linken, abgetrennten Turms nach oben, quert dann die Scharte und führt verdeckt weiter.
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - am ersten Standplatz
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - Blick in die erste Seillänge
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - Blick in die zweite Seillänge
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - Standplatz im Mittelteil der Route
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - Standplatz im Mittelteil der Route
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - Blick in die vierte Seillänge, die unter dem markanten dreieckigen Dach nach rechts in die Scharte quert
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - im Mittelteil der Route
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - am Standplatz nach der vierten Seillänge
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - kurz vorm Standplatz der vierten Seillänge
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - die sechste Seillänge quert aus der Scharte durch steiles Gelände schräg nach rechts oben
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - Ausblicke in der Route
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - der Routenausstieg führt durch leichtes Gelände und endet genau an der Seilbahnstation
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - Ausblick vom Gipfelplateau Richtung Langkofelgruppe
  • Sas Pordoi (2950m) - Maria Führe (IV+) - Ausblick vom Gipfelplateau über das Sellamassiv

 

 

 

 

Kletterführer/Topo

Mauro Bernardi: Klettern in Gröden und Umgebung – Die schönsten Routen in den Dolomiten (Band 1). Athesia Verlag. 5. überarbeitete Auflage 2012.

 

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