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  • Buchstein Südwand (Südwandschmankerl) (6-) Bayerische Voralpen (DE)
  • Meteora (GR)
  • Meteora (GR)
  • Bergseeschijen Südgrat (4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Meteora (GR)
  • Motörhead (6a+) Grimselpass/Urner Alpen (CH)
  • Salbitschijen Südgrat (5c+/5b, A0) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Qualcuno Volò sul Nido del Cuculo (6a+) Placche di Paleria/Tessin (CH)
  • Hochschijen Südgrat (3b-4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Le Strange Voglie di Amelie (5c) Sarche/Sarcatal (IT)
  • Klein Bielenhorn Schildkrötengrat (4b, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Spilauer Stock Westgipfel Südwand (5c+, A0) Schächental/Urner Alpen (CH)
  • Gross Bielenhorn Südostgrat (5c+/4c, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)


Il Canto dell'Indria (VI+) / Coste dell' Anglone / Arco / Sarcatal (IT)

  • Costa dell'Angelone - Il Canto dell'Indria (VI+) - Plattenquergang mit einigen wackligen Zügen am Ende von Seillänge 13
Die Il Canto dell'Indria ist neben Le Scalette dell'Indria und Il Profondo Rispetto dell'Indria Nummer drei aus der Indria-Trilogie von Heinz Grill, die parallel zueinander durch die Coste dell'Anglone verlaufen. Im Vergleich handelt es sich hierbei um die Anspruchsvollste unter den Dreien. Die 15 Seillängen bieten auf 350m sehr schöne Kletterei in fordernden, abwechslungsreichen und höchst interessanten Passagen. Neben einigen Quergängen, meist auf diffizilen Reibungsplatten, wird vor allem die wunderschöne, steile Rissverschneidung in der achten Seillänge mit ihren athletischen Kletterzügen in Erinnerung bleiben, in der auch Eigeninitiative bezüglich der Absicherung gezeigt werden darf. Aber auch herrliche Passagen über Tropflochplatten, die immer wieder vorhandenen henkligen Erosionslöcher in Platten und Wänden oder eine kräftige Untergriffschuppe und der ein oder andere Sinter tragen zur erfreulichen Abwechslung bei. Vereinzelt sind auch sehr ausgesetzte Kletterstellen und Standplätze vorhanden. Dazwischen ist der Fels gelegentlich durch bewaldete Grasbänder und kurze Gehpassagen unterbrochen, was aber der Schönheit des Weges keinen Abbruch tut. Die Kletterschwierigkeiten bleiben stets homogen. Keine Seillänge ist leichter als 5+, über die Hälfte liegt im 6. Grad, die Schlüsselstellen sind 6+.

Die Felsqualität ist durchgängig gut bis sehr gut, lediglich in der letzten Seillänge heikel. Diese fällt leider auch als negative Ausnahme was die Schönheit der Kletterei anbelangt auf und setzt einen unschönen Abschluss. Neben dem unsoliden Fels wird einem der kaminartige Ausstieg vor allem durch dreckig-sandiges Gestein, störende Botanik und schindige Kletterei in schlechter Erinnerung bleiben. Der Routenverlauf wurde im Ausstieg offenbar nachträglich verlegt, was durch entfernte Bohrhaken erkenntlich ist. Dennoch: die 14 Seillängen davor sind großartig und wiegen diese wenigen Meter mehr als auf.

Der Zustieg aus Dro ist mit 30 min. zu kalkulieren. Für den Abstieg über Wanderpfade und den abschnittsweise drahtseilversicherten Sentiero dell Anglone benötigt man etwa eine Stunde.

Die Route ist in ihrer Gesamtheit trotz des merkwürdigen Ausstiegs sehr zu empfehlen. Der Charakter ist aufgrund der nicht überall guten Absicherung und der gleichbleibend hohen Schwierigkeiten durchaus bereits ernsthaft. Zumal aufgrund der vielen Quergänge ein Rückzug schwierig werden kann.

 

 

Gestein

Kalk

 

 

Absicherung/Material

Die vorhandene Absicherung ist ok. In vielen Seillängen ist kein oder kaum mobiles Material notwendig. Hier sind vor allem sehr regelmäßig Sanduhrschlingen zu finden, teilweise älteren Datums. Etwas seltener auch Normal- und Bohrhaken. In wenigen Seillängen, u.a. in den Verschneidungen kommt mehr Mobiles zum Einsatz, sodass Keile, ein kompletter Satz Friends, sowie einige Bandschlingen mitgeführt werden sollten. Die Standplätze sind teilweise mit zwei Bohrhaken ausgestattet, oft aber auch mit geschlagenen Haken oder Sanduhr-/Klemmblockschlingen.

Neben Helm und festem Schuhwerk für den Abstieg, die obligatorisch sind, ist zu entscheiden ob man mit Halbseil oder Einfachseil klettert. Zwecks Redundanz macht man mit dem Halbseil sicher keinen Fehler. Was den Vorteil beim Abseilen betrifft sei allerdings erwähnt, dass ein Rückzug durch die Quergänge auch mit Halbseil kompliziert wird.

 

 

Bilder

 

  • Costa dell'Angelone - Il Canto dell'Indria (VI+) - die Costa dell'Angelone
  • Costa dell'Angelone - Il Canto dell'Indria (VI+) - Quergang in der dritten Seillänge
  • Costa dell'Angelone - Il Canto dell'Indria (VI+) - die wunderschöne Rissverschneidung in der achten Seillänge
  • Costa dell'Angelone - Il Canto dell'Indria (VI+) - athletische Kletterei in der Rissverschneidung der achten Seillänge
  • Costa dell'Angelone - Il Canto dell'Indria (VI+) - seichte Verschneidung in der elften Seillänge
  • Costa dell'Angelone - Il Canto dell'Indria (VI+) - wunderschöne, ausgesetzte Kletterei in der zwölften Seillänge
  • Costa dell'Angelone - Il Canto dell'Indria (VI+) - Plattenquergang mit einigen wackligen Zügen am Ende von Seillänge 13

 

 

 

Kletterführer/Topo

Diego Filippi: Hohe Wände bei Arco – Klassische und moderne Routen im Sarcatal. 3. Ausgabe Mai 2013. Versante Sud Verlag.

 

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