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  • Buchstein Südwand (Südwandschmankerl) (6-) Bayerische Voralpen (DE)
  • Meteora (GR)
  • Meteora (GR)
  • Bergseeschijen Südgrat (4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Meteora (GR)
  • Motörhead (6a+) Grimselpass/Urner Alpen (CH)
  • Salbitschijen Südgrat (5c+/5b, A0) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Qualcuno Volò sul Nido del Cuculo (6a+) Placche di Paleria/Tessin (CH)
  • Hochschijen Südgrat (3b-4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Le Strange Voglie di Amelie (5c) Sarche/Sarcatal (IT)
  • Klein Bielenhorn Schildkrötengrat (4b, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Spilauer Stock Westgipfel Südwand (5c+, A0) Schächental/Urner Alpen (CH)
  • Gross Bielenhorn Südostgrat (5c+/4c, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)


Torre Dell' Antonio / Cipriani-Führe (IV) Passo Pordoi / Sellagruppe / Südtirol (IT)

  • Torre Dell' Antonio - Cipriani-Führe - Der Torre Dell' Antonio ist die erste Erhebung im linken Gratausläufer - rechts der höhere Picol Pordoi
Der Torre Dell' Antonio, auch als Torri Del Pordoi bezeichnet, ist der südsüdwestliche Gratausläufer des knapp 3000m hohen Sass Pordoi, der als markanter Felsklotz über dem gleichnamigen Pass thront. Zugegeben, neben diesem, sowie weiteren imposanten Gipfeln im Rund, z.B. dem gegenüber liegenden Langkofel, erscheint der Torre Dell' Antonio mit seinen knapp 200m Kletterstrecke und 7 Seillängen zuerst einmal unspektakulär und winzig. Hat man den problemlos-kurzen, ca. 30 minütigen Zustieg vom Pordoipass hinter sich gebracht und steht unter den Einstiegswänden relativiert sich dieser Eindruck aber wieder. Auch klettertechnisch bieten die 7 Seillängen einiges. Zunächst einmal, entgegen vieler Dolomitenvorurteile, wurderschönen, rauen Fels, oft an griffigen Löchern und Schuppen, entlang von Kanten, aber auch in Wandpassagen. Außerdem führt die Route durch die ein oder andere Verschneidung.

Unterbrochen wird das ganze immer wieder von flacheren Passagen oder Absätzen, wodurch die ganz große Ausgesetztheit fehlt. Einige luftige Stellen sind aber inbegriffen. Schlüsselpassage ist wohl die lange, steile und ausdauernde Verschneidung der vorletzten Seillänge. Danach lehnt sich der Fels zurück und es geht über Geröll und kleinere Absätze dem Gipfel entgegen.

Nach dem man das wunderschöne Gipfelpanorama auf das westlich gelegene Dreigestirn Grohmannspitze, Fünf-Finger-Spitze und Langkofel genossen hat, heißt es sich beim Abstieg noch einmal zu konzentrieren. Zuerst klettert man unschwer einige Meter in nordöstlicher Richtung in eine Scharte ab und gelangt etwas oberhalb von dieser durch ein bereits vom Gipfel erkennbares Felsloch auf die andere Gratseite. Danach kurz nach links queren und von dort über steiles Wiesen- und Schrofengelände sowie eine Grasrampe im Zickzack die Flanke hinab. In etwa 30 Minuten erreicht man den Weg, der zum Einstieg führt. Von hier in weiteren 30 Minuten zum Pordoipass zurück.

Fazit: Auch wenn die Cipriani-Führe, weder durch Anspruch, Länge, noch Schwierigkeit an die großen Klassiker des Grödner Tals heranreicht, lohnt es sich schon wegen der über weite Stecken sehr schönen Kletterei in bestem, griffigen Gestein die Route einmal zu klettern. Der relativ kurze Zu- und Abstieg, sowie der geringe Zeitaufwand für eine Begehung machen sie auch zur optimalen Route zum Einklettern bevor man evtl. größere Ziele angeht.

Parkplatz Pordoipass: 2239m / Einstieg: ca. 2200m / Gipfel: 2380m

 

Gestein

Dolomit

 

Absicherung/Material

Im Grunde sollte jeder, der hier einsteigt, nicht nur solide Fertigkeiten im Umgang mit mobilen Zwischensicherungen mitbringen, sondern auch etwas vom Standplatzbau unter alpinen Bedingungen verstehen. Denn weite Strecken der Route, inkl. der Standplätze, sind selbst abzusichern bzw., was die Standplätze betrifft, zu ergänzen. Fixe Sicherungen kommen wenn überhaupt nur gelegentlich vor, und zwar in Form von Normalhaken bzw. Sanduhrschlingen. Neben Klemmkeilen und Cams sollten zusätzlich mehrere Schlingen mitgeführt werden.

Da zu Fuß abgestiegen wird ist ein Halbseil nicht zwingend notwendig, aufgrund des alpinen Geländes und der durchs Halbseil gewonnenen Redundanz wird dies aber empfohlen.

Ansonsten natürlich Helm, sowie gutes Schuhwerk für den Abstieg.

 

Bilder

 

  • Torre Dell' Antonio - Cipriani-Führe - Der Torre Dell' Antonio ist die erste Erhebung im linken Gratausläufer - rechts der höhere Picol Pordoi
  • Torre Dell' Antonio - Cipriani-Führe - Der Routenverlauf orientiert sich am linken Begrenzungsgrat - Der Abstieg führt rechts vom Gipfel über die steilen Gras- und Schrofenhänge
  • Torre Dell' Antonio - Cipriani-Führe - im ersten Drittel der Route
  • Torre Dell' Antonio - Cipriani-Führe - typischer Standplatz
  • Torre Dell' Antonio - Cipriani-Führe - Blick aus der Route Richtung Sellapass - links davon Grohmannspitze, Fünf-Finger-Spitze und Langkofel, rechts der massige Piz de Ciavazes
  • Torre Dell' Antonio - Cipriani-Führe - Am Gipfel zieht ein Gewitter auf - Blickrichtung Sellapass

 

 

Kletterführer/Topo

Mauro Bernardi: Klettern in Gröden und Umgebung – Die schönsten Routen in den Dolomiten (Band 2). Athesia Verlag. 2011.

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