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  • Buchstein Südwand (Südwandschmankerl) (6-) Bayerische Voralpen (DE)
  • Meteora (GR)
  • Meteora (GR)
  • Bergseeschijen Südgrat (4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Meteora (GR)
  • Motörhead (6a+) Grimselpass/Urner Alpen (CH)
  • Salbitschijen Südgrat (5c+/5b, A0) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Qualcuno Volò sul Nido del Cuculo (6a+) Placche di Paleria/Tessin (CH)
  • Hochschijen Südgrat (3b-4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Le Strange Voglie di Amelie (5c) Sarche/Sarcatal (IT)
  • Klein Bielenhorn Schildkrötengrat (4b, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Spilauer Stock Westgipfel Südwand (5c+, A0) Schächental/Urner Alpen (CH)
  • Gross Bielenhorn Südostgrat (5c+/4c, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)


Klein Bielenhorn Schildkrötengrat (4b, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)

  • Im letzen Drittel auf einem der vielen Gipfel
Der Schildkrötengrat am Chli Bielenhorn bietet gut zugängliche und anfängertaugliche Granit- und Gratkletterei. Dies bedeutet aber keineswegs, dass es an alpiner Kulisse oder Kletterqualität mangelt. Das Chli Bielenhorn mit seinem knapp 3000 m hohen Gipfel liegt imposant direkt an der Unteren Bielenlücke eingerahmt von Gletschern, Schneefeldern und bis über 3500 m hohen Nachbargipfeln. Trotz alledem ist der Zugang relativ einfach möglich. Vom Parkplatz beim Refuge Furka an der Furkapassstraße erreicht man den Einstieg in etwa 1,5 h. Von der Sidelenhütte (www.sidelen-huette.ch) aus, die sich als Unterkunft anbietet sofern man weitere Touren in der direkten Umgebung plant, sind es sogar nur 20 Minuten.

Der Zustieg erfolgt von der Hütte aus über ansteigende Geröllfelder und je nach Jahreszeit mehr oder weniger ausgeprägte Schneefelder in Richtung Untere Bielenlücke. Der Einstieg befindet sich etwa auf 2820 m ungefähr in Fallinie des markanten Felsturms der "Nixe". Haken sind bereits in wenigen Metern Höhe zu erkennen.
Die Kletterei von etwa 280 m Länge bewegt sich hauptsächlich zwischen 3a und 4b, ist allerdings von mehreren ganz einfachen Stellen (1-2er Gelände) und Gehpassagen unterbrochen, was den Kletterfluss etwas bremst und der ein oder andere als störend empfinden mag. Außerdem weist die Tour eine gut gesicherte A0-Stelle auf, die frei geklettert etwa im Bereich 6a+/6b liegen müsste. Diese ist allerdings mit Trittschlingen präpariert und kann so relativ einfach überwunden werden.
Der Charakter der Kletterei ist von den granittypischen Felsstrukturen bestimmt. Risse, Schuppen, Verschneidungen und die bei Gratklettereien immer wieder vorhandenen Türme und Zacken, die in luftiger Ausgesetztheit überwunden werden wollen. Im vorherrschenden Grad sind natürlich alle Stellen gut griffig und somit auch von Anfängern gut zu meistern. Etwas Erfahrung in alpiner Absicherungstechnik sollte man allerdings mitbringen. Zwar sind die nötigsten Zwischensicherungen und auch Standplätze vorhanden. Um die Seilreibung zu minimieren macht es an einigen Stellen aber Sinn Zwischensicherungen großzügig zu verlängern. Ebenso ist es möglich und je nach Sicherheitsbedürfnis erforderlich einzelne Stellen zusätzlich mit Zackenschlingen, Klemmkeilen oder Friends abzusichern. Darüber hinaus bietet es sich hin und wieder an auch mal einen Stand zu überklettern und an geeigneter(er) Stelle einen eigenen Standplatz einzurichten (z. B. mit einer Zackenschlinge). Das Gelände bietet aber so viele und optimale Möglichkeiten, dass auch Anfänger gut zurecht kommen sollten.
Da der Grat parallel zum steilen Geröllfeld, welches von der Unteren Bielenlücke herunterzieht, verläuft, befindet man sich, obwohl in einer relativ langen Gratkletterei unterwegs, nie höher als etwa 50 m über dem Boden. Zumindest zur nordwestlichen Seite hin. Richtung Südosten bieten sich teilweise beachtliche Tiefblicke.
Als reine Kletterzeit sollten 2-3 Stunden veranschlagt werden. Der Abstieg zur Siedelenhütte ist unschwierig: Der Grat endet mehr oder weniger direkt an der Unteren Bielenlücke. Von hier aus kann man dann über die Geröll- und Schneefelder wieder Richtung Hütte absteigen (ca. 1 h).
 

Einstiegshöhe: 2820 m / Gipfel: 2940 m / Sidelenhütte: 2708 m / Untere Bielenlücke: ca. 2890 m / Parkplatz beim Refuge Furka: 2427 m

 

Gestein

Granit

 

Absicherung/Material

Die wichtigsten Haken sind vorhanden, ebenso sind die Standplätze eingerichtet. Zusätzliches Sicherungsmaterial ist aber stellenweise notwendig. Eine größere Anzahl Bandschlingen sowie ein paar Friends und Keile sollten vorhanden sein.

Da nicht abgeseilt werden muss, kann die Tour auch mit einem Einfachseil geklettert werden.

 

Bilder

  • Karten und Topo Studium auf höhe der Sidelenhütte
  • Blick auf die Kamele kurz vor deim Einstieg
  • in der zweiten Seillänge
  • Auf einem der vielen Blöcke nach ca. der Hälfte
  • Jonny im Nachstieg an der Schwersten stelle des Grates
  • Typisch; die vielen kleinen Gipfelspitzen die umklettert werden müssen
  • Im letzen Drittel auf einem der vielen Gipfel
  • Stoffel im Nachstieg
  • Die gesamte Seilschaft am letzen Stand
  • Auch in der letzen Seillänge ist die Seilreibung nicht unerheblich

 

Kletterführer/Topo

Jürg von Känel: Schweiz Plaisir Ost. Filidor Verlag. Auflage 2007.

Johanna Widmaier: Best of Genuss - alpine Genussklettereinen von 3 bis 6. Panico Alpinverlag. 1. Auflage 2007.

 

Kommentare   

 
#1 fatrock 2017-01-15 03:53
Dies war in unserem Urner Berg-Kurzurlaub im Herbst2016 unsere erste Klettertour,die wir bei recht schoenem Wetter durchfuehren konnten und auch mit Bergstiefeln problemlos machbar war.
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