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  • Buchstein Südwand (Südwandschmankerl) (6-) Bayerische Voralpen (DE)
  • Meteora (GR)
  • Meteora (GR)
  • Bergseeschijen Südgrat (4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Meteora (GR)
  • Motörhead (6a+) Grimselpass/Urner Alpen (CH)
  • Salbitschijen Südgrat (5c+/5b, A0) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Qualcuno Volò sul Nido del Cuculo (6a+) Placche di Paleria/Tessin (CH)
  • Hochschijen Südgrat (3b-4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Le Strange Voglie di Amelie (5c) Sarche/Sarcatal (IT)
  • Klein Bielenhorn Schildkrötengrat (4b, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Spilauer Stock Westgipfel Südwand (5c+, A0) Schächental/Urner Alpen (CH)
  • Gross Bielenhorn Südostgrat (5c+/4c, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)


Schneekarlespitze / Jubiläumsverschneidung (4+) Lechtaler Alpen (A)

  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - Kletterei in klassischem Gelände
Direkt nördlich oberhalb der Steinseehütte ragt der mächtige Felsklotz der Schneekarlespitze (2641m) gen Himmel. Ihre Westwand wird von markanten Riss- und Verschneidungssystemen durchzogen, an denen sich mehrere Routen orientieren. Die Verschneidung ganz rechts gibt den Weg der Jubiläumsverschneidung vor.

Trotz der in mehr oder weniger großen Abständen steckenden Bohrhaken kann die Route als anspruchsvoll und alpin beschrieben werden. Die Kletterei bewegt sich stets entlang des großen Riss-/Verschneidungssystems und beinhaltet viel klassisches Klettergelände inkl. längerer Kaminpassagen.

Bereits nach dem ca. 45 minütigen Zustieg von der Steinseehütte, der im letzten Teil über Geröllfelder bzw. Altschneefelder führt, wird es anspruchsvoll. Laut Topo wird der ca. 50m hohe Vorbausockel noch im Zustieg überwunden, wobei man hier schon handfeste Kletterpassagen zu meistern hat. Diese sind nicht schwer, wer möchte kann aber schon mal das Seil auspacken und so der Route eine vorgelagerte Verlängerung verpassen. Zumindest an einer Stelle steckt auch bereits ein Bohrhaken. Die eigentliche Kletterei beginnt dann am markanten Ansatz der mächtigen Rissverschneidung an einem Standplatz mit zwei geklebten, nicht verbundenen Haken. Von hier folgt man den 7-8 Seillängen, zunächst weiter entlang des Rissverschneidungssystems, das aber auch einige Wandpassagen beinhaltet. Weiter oben gelangt man dann in einen tiefen Kamin und stützt, stemmt und spreizt weiter nach oben bis man leichtes 2er Gelände erreicht und über geröllbedeckte Absätze zum endgültigen Routenausstieg weiterklettert. Die Kletterei bleibt im überwiegenden Teil der Route konstant im Bereich 3+ bis 4+.

Auch der Abstieg kann für alpin Unerfahrene nochmal eine Herausforderung sein. Mit einigem Auf und Ab geht es zunächst links den Grat hinunter in eine erste Scharte und dann weiter in eine zweite. Dabei bewegt man sich mal links, mal rechts des Grates und sollte etwas Orientierungssinn für den besten Weg und Trittsicherheit mitbringen. Wobei man sich kaum irgendwo im extrem absturzgefährlichen Gelände bewegt, sofern man den richtigen Weg nicht verliert. Aus der zweiten Scharte führt eine Abseilpiste (2 x 35m) zurück ins Steinkar. Zumindest der erste Teil kann auch abgeklettert werden. Je nach Jahreszeit kann in der Schuttrinne, in der die Abseilfahrt endet, ein steiles Altschneefeld liegen, das man absteigen muss.

Als Unterkunft bietet sich die Steinseehütte an, die in schöner Lage unterhalb des Steinsees liegt und von der man einen tollen Blick auf das Felsenrund über dem Steinkar hat. Zur Hütte gelangt man über eine Zufahrt östlich von Zams, vorbei an einem Kieswerk. Über den langen Fahrweg erreicht man einen Parkplatz an der Alpe Alfuz (1280m). Von hier geht es zu Fuß in 2-2,5 Std. zur Steinseehütte.

Zams (Talort): 770m / Alpe Alfuz (Parkplatz): 1280m / Steinseehütte: 2061m / Schneekarlespitze: 2641m

 

Gestein

Kalk

 

Absicherung/Material

Die Standplätze sind durchweg gut ausgestattet. Man findet in der Regel jeweils zwei geklebte Haken vor.

Als Zwischensicherungen sind immer wieder Bohrhaken vorhanden, die hier und da aber auch in größeren Abständen stecken. Zusätzliche mobile Sicherungsgeräte schaden keinesfalls um die ein oder andere Stelle zu entschärfen.

Zur weiteren obligatorischen Ausrüstung zählen natürlich Zustiegsschuhe, Halbseil, Helm und Schlingen.

 

Bilder

  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - Westwand der Schneekarlespitze - leicht links der Bildmitte ist die markante Jubiläumsverschneidung zu erkennen
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - Westwand der Schneekarlespitze - die rechte, der beiden parallel laufenden Verschneidungen ist die Jubiläumsverschneidung - ganz links das steile Schneefeld in der Abstiegsrinne
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - Blick in die ersten Verschneidungsmeter
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - Kletterei in klassischem Gelände
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - solider Standplatz an Bohrhaken
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - Tiefblicke im Mittelteil der Route
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - Tiefblicke im Mittelteil der Route
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - durchgängig klassische Kletterei
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - Blick in die Kaminkletterpassagen im oberen Teil der Route
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - tolle Kaminkletterei
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - die letzten Kaminmeter bevor das Gelände einfacher wird
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - in den letzten Seillängen
  • Schneekarlespitze - Jubiläumsverschneidung (4+) - Panorama - in Bildmitte das Steinkar - rechts der mächtige Felsklotz der Schneekarlespitze

 

 

Kletterführer/Topo

Elsner, Flür u.a.: Lechtaler Alpen. Alpine Ziele & Klettergärten. Panico Alpinverlag. 3. Auflage 2010

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