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  • Buchstein Südwand (Südwandschmankerl) (6-) Bayerische Voralpen (DE)
  • Meteora (GR)
  • Meteora (GR)
  • Bergseeschijen Südgrat (4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Meteora (GR)
  • Motörhead (6a+) Grimselpass/Urner Alpen (CH)
  • Salbitschijen Südgrat (5c+/5b, A0) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Qualcuno Volò sul Nido del Cuculo (6a+) Placche di Paleria/Tessin (CH)
  • Hochschijen Südgrat (3b-4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Le Strange Voglie di Amelie (5c) Sarche/Sarcatal (IT)
  • Klein Bielenhorn Schildkrötengrat (4b, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Spilauer Stock Westgipfel Südwand (5c+, A0) Schächental/Urner Alpen (CH)
  • Gross Bielenhorn Südostgrat (5c+/4c, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)


Spiehlerturm / Westwand (Normalweg) (4-) Lechtaler Alpen (A)

  • Spiehlerturm - Westwand (4-) - der formschöne Spiehlerturm überragt das Steinkar
Nordwestlich über der schön gelegenen Steinseehütte (2061m), liegt das von mehreren Gipfeln eingerahmte Steinkar. Eine der schönsten, wenn auch nicht die höchste Spitze, ist der markante, schlanke Spiehlerturm (2550m), der recht zentral in der Runde steht. Der einfachste Weg auf diesen beliebten Gipfel führt über die von Spiehler und Gefährten erstbegangene Westwand, welche auch den üblichen Normalweg darstellt.

Nach 45-60 minütigem Zustieg von der Steinseehütte, der durch unterschiedlich steiles Gelände führt, zuletzt aber weglos über steile Geröllhalden und je nach Jahreszeit auch Schneefelder, startet die Route zunächst einfach. Nach einem ersten, kurzen, etwas steileren Absatz (2) in der ersten Seillänge, der mit einem Bohrhaken abgesichert ist, bewegt man sich in den nächsten drei Seillängen im 1. bis max. oberen 2. UIAA-Grad und hat es hauptsächlich mit verblocktem, gerölligem, nur mäßig steilen Gehgelände zu tun. Hier und da ist mal ein kurzer Felsaufschwung zu überwinden und in der kurzen vierten Seillänge quert man ein bequemes, aber etwas ausgesetztes Band zum Standplatz vor der fünften Seillänge, wo die eigentliche Kletterei beginnt. Wer etwas Erfahrung im alpinen Klettergelände mitbringt und trittsicher ist, kann diese ersten vier Seillängen seilfrei und in Zustiegsschuhen klettern. Wirklich absturtzgefährlich ist das Gelände fast nirgendwo. Der gut einsehbare Einstieg der ersten Seillänge sind schon die kritischsten Meter.

Nach dem Standplatz in der Scharte zwischen Spiehlerturm und Nordwestlichem Parzinnturm geht es mit Beginn der fünften Seillänge gleich anders zur Sache als in denen zuvor. Es geht knapp rechts der Westkante recht ausgesetzt, aber perfekt mit Bohrhaken abgesichert eine meist griffige, geneigte Wand hoch. Auch die Schwierigkeiten steigern sich hier auf 3-. Aus einer Nische mit dem nächsten Standplatz, geht es in der Schlüsselseillänge (4-) rechts durch einen kurzen Kamin und aus diesem heraus in eine Verschneidung, die aber über die Platte auf der rechten Seite erklettert wird. Auch hier ist die Absicherung mit Bohrhaken gut. Danach geht es über wieder einfacheres Gelände in einer weiteren kurzen Seillänge dem Gipfel entgegen. Diese kann man aber auch direkt an die Schlüssellänge hängen. Somit ergeben sich insgesamt sechs bis sieben Seillängen, von denen aber nur zwei über dem 2. Grad liegen.

Am spektakulären, weil recht engen, ausgesetzten Gipfel genießt man die Aussicht ins Steinkar bzw. nach Norden ins Parzinn Gebiet bevor man sich an die rasante Abseilfahrt über die Westwand macht. Man seilt zunächst drei mal ca. 25m ab und steigt dann parallel zur zweiten Seillänge zum Standplatz nach der ersten Seillänge ab. Von hier seilt man ein weiteres Mal zum Einstieg ab, alternativ kann hier auch abgeklettert werden. Die oberen beiden Abseilstrecken können mit entsprechend langem Seil auch zusammengehängt werden.

Als Unterkunft bietet sich die Steinseehütte an, die einfach aber schön und sauber ausgestattet ist und von der man einen tollen Rundumblick in die Bergwelt genießt. Zur Steinseehütte gelangt man über eine Zufahrt östlich von Zams, vorbei an einem Kieswerk. Über den langen Fahrweg erreicht man einen Parkplatz an der Alpe Alfuz (1280m). Von hier geht es zu Fuß in 2-2,5 Std. zur Steinseehütte.

Zams (Talort): 770m / Alpe Alfuz (Parkplatz): 1280m / Steinseehütte: 2061m / Spiehlerturm: 2550m

 

Gestein

Kalk

 

Absicherung/Material

Die Standplätze sind fast alle perfekt mit jeweils zwei geklebten Bohrhaken ausgestattet, die Abseilstellen ebenfalls sehr gut, meist mit zwei Bohrhaken und Kette eingerichtet.

Die Schlüsselseillängen, sowie die Schlüsselstelle in der ersten Seillänge sind mit soliden Bohrhaken ausgerüstet. In den einfachen Seillängen sind lediglich die Standplätze fix. Hier ist Eigeninitiative bei der Absicherung nötig, wobei das Gelände so einfach ist, dass auch auf Zwischensicherungen verzichtet werden kann. Auf mobile Sicherungsgeräte kann also verzichtet werden, sofern man dem beschriebenen Gelände gewachsen ist.

Ansonsten sollten Zustiegsschuhe, Halbseil, Helm und einige Schlingen dabei sein.

 

Bilder

  • Spiehlerturm - Westwand (4-) - Blick ins Steinkar - rechts der Bildmitte der schlanke Spiehlerturm
  • Spiehlerturm - Westwand (4-) - Blick ins Steinkar - rechts der Bildmitte der schlanke Spiehlerturm
  • Spiehlerturm - Westwand (4-) - Parzinn-Gruppe oberhalb der Steinseehütte - zentral der Spiehlerturm
  • Spiehlerturm - Westwand (4-) - der formschöne Spiehlerturm überragt das Steinkar
  • Spiehlerturm - Westwand (4-) - Spiehlerturm von Süden - die Route startet etwa in Bildmitte leicht links des Gipfels, führt dann schräg links hoch zur Scharte und von dort wieder nach rechts zur Westkante und zum Gipfel
  • Spiehlerturm - Westwand (4-) - Blick auf die plattigen, einfachen Einstiegsmeter
  • Spiehlerturm - Westwand (4-) - Blick aus der westlichen Spiehlerturmscharte auf die Westwand des Spiehlerturms
  • Spiehlerturm - Westwand (4-) - fünfte Seillänge
  • Spiehlerturm - Westwand (4-) - die letzten Meter zum Gipfel

 

 

Kletterführer/Topo

Elsner, Flür u.a.: Lechtaler Alpen. Alpine Ziele & Klettergärten. Panico Alpinverlag. 3. Auflage 2010

Widmaier, Johanna: Best of Genuss – alpine Genussklettereien von 3 bis 7-. Band 2. Panico Alpinverlag. 1. Auflage 2009

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