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  • Buchstein Südwand (Südwandschmankerl) (6-) Bayerische Voralpen (DE)
  • Meteora (GR)
  • Meteora (GR)
  • Bergseeschijen Südgrat (4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Meteora (GR)
  • Motörhead (6a+) Grimselpass/Urner Alpen (CH)
  • Salbitschijen Südgrat (5c+/5b, A0) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Qualcuno Volò sul Nido del Cuculo (6a+) Placche di Paleria/Tessin (CH)
  • Hochschijen Südgrat (3b-4c) Göschener Tal/Urner Alpen (CH)
  • Le Strange Voglie di Amelie (5c) Sarche/Sarcatal (IT)
  • Klein Bielenhorn Schildkrötengrat (4b, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Spilauer Stock Westgipfel Südwand (5c+, A0) Schächental/Urner Alpen (CH)
  • Gross Bielenhorn Südostgrat (5c+/4c, A0) Furkapass/Urner Alpen (CH)
  • Karatasch (Karataslar) - Kemer (TR)


Fleischbank/Via Classica (5) Wilder Kaiser/Kaisergebirge (A)

  • Fleischbank Nordgratabbruch - Via Classica (5) - Vorsteiger in der riesigen, von senkrechten Steinplatten gebildeten Schlucht im Mittelteil
Die Fleischbank – ein namhafter Gipfel, an dem immer wieder Klettergeschichte geschrieben wurde. Vor allem in der Ostwand, die steil und abweisend über der steinernen Rinne thront, und am Fleischbankpfeiler, haben sich Generationen von Kletterern mit ihren wegweisenden Routen Denkmäler gesetzt: Ob Dülferführe (6), Rebitsch-Spiegel (7), Asche-Lucke (7+), Pumprisse (8+) oder Des Kaisers neue Kleider (10+) - alles große Klassiker und z.T. ihrer Zeit voraus.

Ein zugänglicherer, allerdings recht langer Weg auf die Fleischbank führt über ihren Nordgratabbruch, der aus dem Wildanger emporzieht: Die Via Classica (5).

Den Einstieg erreicht man entweder absteigend in 20-30 min. vom Stripsenjochhaus, welches sich als mögliche Unterkunft anbietet, oder vom Parkplatz der Griesner Alm kommend im Aufstieg. Für letztere Variante benötigt man etwa eine Stunde und überwindet ca. 500 Höhenmeter.

Auch wenn der Name anderes vermuten lässt, handelt es sich bei der Via Classica um eine recht neue Route, die 2002 von T. Niedermühlbichler und St. Brandstätter eröffnet wurde. Sie ist eine empfehlenswerte und sehr beliebte, alpin angehauchte Plaisirkletterei, welche mit soliden Bohrhaken (teilweise in größeren Abständen) abgesichert ist. Durch ihre Länge von etwa 600 Klettermetern und 15 Seillängen, zu denen noch etwa 200 Höhenmeter bis zum Gipfel kommen (Stellen 2-3, kurz vorm Gipfel auch ausgesetzt), die von trittsicheren Kletterern seilfrei begangen werden können, ist die Kletterei aber nicht zu unterschätzen. Auch der lange, alpine Abstieg trägt dazu bei.

Der Routenverlauf orientiert sich oft an Rampen, Kaminen und Verschneidungen. Aber auch Wandkletterei kommt regelmäßig vor. Besonders in Erinnerung wird eine über mehrere Seillängen andauernde Passage im Mittelteil bleiben: man klettert hier durch eine riesige von aufgestellten Steinplatten gebildete Schlucht, die ein imposantes Ambiente bietet. Hier klettert man häufig an Rissen und in Verschneidungen bzw. Kaminen.

Aufgrund der Ausrichtung (NNW) ist die Via Classica ideal für heiße Tage. Nach Regenfällen trocknen weite Teile der Route zwar recht zügig ab, die Schlüsselpassage bleibt aber noch eine Weile nass.

Die Wegfindung ist aufgrund des meist logischen Routenverlaufs und der regelmäßigen Bohrhaken kein Problem. Im oberen Teil, der seilfrei begangen werden kann, sollte man allerdings einen Blick für die Wegfindung haben, auch wenn gelegentliche Markierungen den Weg zum Gipfel leiten.

Dort angekommen steht einem noch ein langer, anspruchsvoller Abstieg bevor. Dieser folgt vom Gipfel zunächst einer Rinne, die auf der südwestlichen Seite der Fleischbank hinunterzieht. Diese kann abgeseilt (2x) oder abgeklettert werden. An deren Ende wendet man sich im orographischen Sinne nach links, quert hinter dem links liegenden Christaturm und steigt gegenüber über Steigspuren (Markierungen) wieder etwas an, bis man um eine Kante querend auf der Gegenseite wieder über eine Rampe absteigen kann. Man erreicht dann die erste Abseilstelle des Herrwegs über den man mehrmals bis zum Wandfuß abseilt. Nun folgt man der Steinernen Rinne und dem Eggersteig bis zum Ausgangspunkt im Wildanger. Vom Gipfel bis zum Wildanger sollten mind. 1,5 Std. Abstiegszeit kalkuliert werden. Summiert mit 4-6 Std. Kletterzeit und dem Zustieg ergibt sich eine tagesfüllende Unternehmung.

Talort Griesenau: 720m / Parkplatz Griesner Alm: 978m / Stripsenjochhaus: 1577m / Einstieg: ca. 1500m / Gipfel: 2187m

 

 

Gestein

Kalk

 

 

Absicherung/Material

Die Route ist in ordentlicher Anzahl mit Bohrhaken neueren Datums ausgerüstet. Zusätzliches mobiles Material wird, wenn überhaupt, nur gelegentlich benötigt. Unsichere Kletterer können die hier und da größeren Hakenabstände damit verkürzen. Die Standplätze sind weitestgehend mit 2 Bohrhaken ausgestattet.

Neben Helm, guten Schuhen für den langen Abstieg und normaler alpiner Kletterausrüstung ist ein Halb- oder Zwillingsseil zu empfehlen.

 

 

Bilder

  • Fleischbank Nordgratabbruch - Via Classica (5) - Blick auf den Nordgratabbruch
  • Fleischbank Nordgratabbruch - Via Classica (5) - in der dritten Seillänge
  • Fleischbank Nordgratabbruch - Via Classica (5) - im unteren Bereich der Route
  • Fleischbank Nordgratabbruch - Via Classica (5) - Nachsteiger im unteren Bereich der Route
  • Fleischbank Nordgratabbruch - Via Classica (5) - kaminartige Kletterstelle im unteren Teil der Route
  • Fleischbank Nordgratabbruch - Via Classica (5) - Einstieg in die riesige, von senkrechten Steinplatten gebildete Schlucht im Mittelteil
  • Fleischbank Nordgratabbruch - Via Classica (5) - Vorsteiger in der riesigen, von senkrechten Steinplatten gebildeten Schlucht im Mittelteil
  • Fleischbank Nordgratabbruch - Via Classica (5) - Tiefblick in die riesige, von senkrechten Steinplatten gebildete Schlucht im Mittelteil

 

 

 

 

Kletterführer/Topo

Markus Stadler: Wilder Kaiser. Panico Alpinverlag. 1. Auflage 2012.

Widmaier Johanna: Best of Genuss – Alpine Genussklettereien von 3 bis 6. Panico Alpinverlag. 1. Auflage 2009

 

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